New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen beendeten den Tag nach einem schwachen Handel im Minus. Der Dow Jones verlor 1,01 Prozent auf 10.285,66 Punkte. Der Nasdaq Composite knickte unterdessen um 0,76 Prozent auf 2.172,99 Zähler ein, und der S&P 500 gab 1,03 Prozent auf 1.091,88 Punkte ab.
Der US-amerikanische Präsident Barack Obama gab heute seine Pläne für ein neues Maßnahmenpaket für die US-Wirtschaft bekannt. Wie Obama bei seiner Rede im Brookings Institute erklärte, werde die US-Regierung verschiedene Initiativen für Kleinunternehmen in die Wege leiten, damit diese in Wachstum investieren und neue Mitarbeiter einstellen könnten. Kleinunternehmen seien in den vergangenen 15 Jahren für die Schaffung von rund 65 Prozent der neuen Arbeitsplätze in den USA verantwortlich gewesen und würden zudem die Innovation im Land vorantreiben, so Obama. Neben den Kleinunternehmen werde der Fokus auch auf Straßenbau- und Infrastrukturprojekten im Land liegen. Im Rahmen des "Recovery Act" seien bereits über 10.000 neue Projekte gefördert worden, führte der US-Präsident aus. Einen Beitrag zur Schaffung neuer Arbeitsplätze solle zudem ein Programm leisten, das Bürger dabei unterstütze, in ihrem Heim verstärkt auf energiesparende Lösungen zu setzen. Dies wiederum solle zu neuen Arbeitsplätzen im Bereich der erneuerbaren Energien führen.
Der Halbleiterkonzern Xilinx hat heute seine Umsatzprognose für das laufende Quartal nach oben revidiert. So geht der Konzern für das dritte Quartal von einem Umsatzanstieg von 16 bis 20 Prozent gegenüber dem Vorquartal aus. Zuletzt hatte der Technologiekonzern einen sequenziellen Umsatzanstieg von lediglich 6 bis 10 Prozent in Aussicht gestellt. Dabei wurde auf die deutlich höher als erwartete Nachfrage in allen Produktsegmenten verwiesen. Die Xilinx legte infolge der Meldung um über 2 Prozent zu.
Der Anteilschein von Talbots (The Talbots) zog um 14 Prozent an. Die Einzelhandelskette wies für das dritte Quartal einen Umsatz von 308,9 Mio. Dollar aus, nach 357,3 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Beim Nettoergebnis wurde ein Gewinn von 14,6 Mio. Dollar bzw. 26 Cents je Aktie gemeldet, nachdem man im Vorjahreszeitraum aufgrund hoher Einmalbelastungen einen Verlust von 170,8 Mio. Dollar bzw. 3,19 Dollar je Aktie verbucht hatte. Vor Einmaleffekten hatte der bereinigte Gewinn je Aktie aus dem fortgeführten Geschäft bei 31 Cents gelegen. Analysten hatten zuvor einen Verlust von 14 Cents je Aktie sowie einen Umsatz von 318,6 Mio. Dollar erwartet. Im Anschluss kündigte Talbots außerdem die Übernahme von BPW Acquisition an. Dabei werden die Aktionäre von BPW Acquisition je Aktie Anteilsscheine von Talbots im Wert von jeweils umgerechnet 11,25 Dollar erhalten. Nach Abschluss der Transaktion werde es dem Einzelhandelskonzern Talbots möglich sein, durch die im Zuge der Übernahme erhaltenen Barmittel von 350 Mio. Dollar sowie einer neuen Kreditlinie über 200 Mio. Dollar alle eigenen Konzernverbindlichkeiten abzulösen. Außerdem werde man sämtliche vom Talbots-Großaktionär AEON gehaltenen Talbots-Anteilsscheine erwerben.
Die Schnellrestaurantkette McDonald`s (McDonalds) konnte im November 2009 einen leichten Anstieg bei den vergleichbaren Filialumsätzen erzielen. Wie der weltweit führende Betreiber von Schnellrestaurants verkündete, erhöhten sich die Umsatzerlöse bei Niederlassungen, welche länger als ein Jahr geöffnet waren (Same-Store Sales), gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,7 Prozent. Auf Konzernebene verzeichnete McDonald`s einen Zuwachs der Umsatzerlöse um 10,1 Prozent, während man auf wechselkursbereinigter Basis ein Plus von 2,3 Prozent erzielen konnte. Das Papier von McDonald`s verlor indes über 2 Prozent an Wert.
Der Anteilschein von Kroger brach derweil um über 11 Prozent ein. Der größte Lebensmittelhändler in den USA meldete, dass er im dritten Quartal einen Verlust erwirtschaftet hat, was mit hohen Sonderbelastungen zusammenhängt. Der den Aktionären zuzurechnende Nettoverlust belief sich auf 874,9 Mio. Dollar bzw. 1,35 Dollar pro Aktie, verglichen mit einem Gewinn von 237,7 Mio. Dollar bzw. 36 Cents pro Aktie im Vorjahr. Die Erwartungen wurden damit auf bereinigter Basis verfehlt. Zudem wurde die Jahresprognose nach unten korrigiert. So rechnet der Konzern nun für 2009 mit einem EPS von 1,60 bis 1,70 Dollar (zuvor: 1,90 bis 2,00 Dollar).
Die Aktie von 3M gab 1 Prozent ab. Der Mischkonzern hält an seiner Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2009 fest. Unternehmensangaben zufolge rechnet man mit einem Gewinn je Aktie vor Einmaleffekten in der Spanne von 4,50 bis 4,55 Dollar. Für das Geschäftsjahr 2010 geht der Konzern von einem EPS von 4,85 bis 5,00 Dollar bei Umsatzerlösen in Höhe von 24,5 Mrd. bis 25,5 Mrd. Dollar aus.
Der Autoersatzteilhändler AutoZone verbuchte im ersten Quartal bei höheren Umsatzerlösen einen Ergebnisanstieg auf 143,3 Mio. Dollar bzw. 2,82 Dollar je Aktie verzeichnet, nach einem Nettogewinn von 131,4 Mio. Dollar bzw. 2,23 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz lag im Berichtszeitraum mit 1,59 Mrd. Dollar über dem Vorjahreswert von 1,48 Mrd. Dollar. Insgesamt habe man im Berichtszeitraum von einer weiterhin robusten Nachfrage profitieren können. Auch hätten sich die Margen dank Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen weiter verbessert. Analysten hatten zuvor ein EPS von lediglich 2,66 Dollar bei einem Umsatz von 1,59 Mrd. Dollar erwartet. Die AutoZone-Aktie bewegte sich nach Zahlen mit über 2 Prozent im Plus.
Am morgigen Mittwoch steht unter anderem die Veröffentlichung der US-amerikanischen Zahlen zum Umsatz und zur Lagerhaltung im Großhandel für Oktober 2009 an. Erwartet wird ein Rückgang der Lagerhaltung im Bereich von 0,5 bis 0,8 Prozent. Zuvor war die Lagerhaltung um 0,9 Prozent gefallen.
(08.12.2009/ac/n/m)