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13.12.2011 22:28

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Wall Street-Schluss: US-Börsen drehen nach Fed-Entscheidung ins Minus

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New York (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten Indizes an der New Yorker Wall Street hatten bis zur Veröffentlichung des US-Leitzinses eine festere Tendenz gezeigt. Nach Bekanntgabe des Fed-Entscheids drehten die Indizes jedoch ins Minus. Der Dow Jones verlor abschließend 0,55 Prozent auf 11.954,94 Punkte, während der NASDAQ Composite 1,26 Prozent auf 2.579,27 Zähler nach unten rutschte. Der S&P 500 notierte 0,87 Prozent schwächer bei 1.225,73 Punkten.

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat am Dienstag die Leitzinsen erwartungsgemäß bestätigt. Demnach liegt der Zinssatz für Tagesgeld weiterhin zwischen 0,00 und 0,25 Prozent. Die Fed versicherte mehrmals, die Zinsen bis Mitte 2013 auf einem niedrigen Niveau halten zu wollen. Darüber hinaus hält sie daran fest, kurzfristige Anlagen zu verkaufen und in langfristige Wertpapiere zu reinvestieren. Die Notenbank erklärte, dass sie ein moderates Wirtschaftswachstum erkenne, obwohl sich das weltweite Wachstum offensichtlich abschwäche. Jedoch räumte die Fed auch ein, dass die Arbeitslosigkeit weiterhin hoch und die Aktivitäten auf dem Häusermarkt gedämpft seien. Die Lagerbestände in den US-amerikanischen Industrie- und Handelsunternehmen sind im Oktober 2011 gegenüber dem Vormonat angestiegen. Dies gab das US-Handelsministerium in Washington am Dienstag bekannt. So kletterten die Lagerbestände gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent. Der Umsatz bei den Industrie- und Handelsunternehmen hat gegenüber dem Vormonat ein Wachstum von 0,7 Prozent verzeichnet. Bereits vor Handelsbeginn war ein leichter Anstieg der Einzelhandelsumsätze für den Monat November veröffentlicht worden. Auf Monatssicht stiegen die Umsatzerlöse um 0,2 Prozent.

Das insolvente Finanzunternehmen Washington Mutual steht offenbar kurz vor dem Ende seines Insolvenzverfahrens. Dies berichtet das "Handelsblatt" am Dienstag in seiner Online-Ausgabe. Demnach konnte das Unternehmen einen Streit zwischen Aktionären und Gläubigern beilegen. Dabei hätten die Aktionäre zugestimmt, ihre Forderungen zurückzuziehen. Die Zeitung berichtet weiter, dass Washington Mutual in der Folge 7 Mrd. US-Dollar an seine Gläubiger zurückzahlen könne und das Insolvenzverfahren damit kurz vor dem Abschluss stehe. Die Aktie von Washington Mutual notierte mit einem Plus von 31,5 Prozent.

Die Elektronikkette Best Buy hat für das dritte Quartal einen Gewinnrückgang ausgewiesen. Unternehmensangaben zufolge wuchsen die Umsatzerlöse auf 12,10 Mrd. US-Dollar, nach 11,89 Mrd. US-Dollar im Vorjahresquartal. Dies entspricht einem Anstieg um 1,7 Prozent. Der Nettogewinn fiel hingegen von 217 Mio. US-Dollar bzw. 54 Cents pro Aktie auf nur noch 154 Mio. US-Dollar bzw. 42 Cents pro Aktie. Bereinigt um Sondereffekte betrug das EPS 47 Cents. Für das Gesamtjahr bekräftigte der Konzern seine EPS-Prognose von 3,35 bis 3,65 US-Dollar. Die Aktie verlor unterm Strich 15,5 Prozent.

Der Flugzeugbauer Boeing konnte erneut einen Großauftrag an Land ziehen. Demnach hat die US-Fluglinie Southwest Airlines den Flugzeugbauer mit der Lieferung von 150 Maschinen vom Typ 737 MAX und 58 Maschinen vom Typ Boeing 737 Next Generation beauftragt. Nach Aussage von Boeing handelt es sich bei dem Auftrag um den bislang größten der Firmengeschichte des Flugzeugbauers. Das Gesamtvolumen wurde nach Listenpreisen auf knapp 19 Mrd. US-Dollar beziffert. Die Anteilsscheine von Boeing schlossen auf ihrem Vortagesniveau.

Papiere des US-Technologiekonzerns Cabot Microelectronics legten 14,4 Prozent zu. Am Dienstag hatte der Hersteller von Polier-Chemikalien und -Pads für die Halbleiterfertigung die Ausschüttung einer Sonderdividende in Höhe von 15 US-Dollar je Aktie angekündigt. Außerdem wurde das laufende Aktienrückkaufprogramm von zuletzt 83 Mio. US-Dollar auf 150 Mio. US-Dollar angehoben.

FactSet Research Systems (ISIN US303075105 / WKN 901629) präsentierte am Dienstag ihre Geschäftszahlen für das erste Quartal des Fiskaljahres. Demnach erzielte der Konzern im Berichtszeitraum einen Umsatz von 196,4 Mio. US-Dollar, was einem Plus von 13,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 173,3 Mio. US-Dollar entspricht. Infolge der guten Umsatzentwicklung kletterte der Nettogewinn auf 45,5 Mio. US-Dollar bzw. 99 Cents je Aktie, nach 41,6 Mio. US-Dollar bzw. 88 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Die Aktie verlor bis Handelsende 6,9 Prozent. (13.12.2011/ac/n/m)

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