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04.10.2012 22:00

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Wall Street Schluss: US-Börsen gehen mit Aufschlägen aus dem Donnerstagshandel

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New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes verbuchten am Donnerstag trotz verhaltener Arbeitsmarktdaten Aufschläge. Dabei profitierten die Märkte u.a. von ermutigenden Kommentaren seitens des EZB-Chefs Mario Draghi. Der Dow Jones gewann 0,53 Prozent auf 13.566,73 Zähler. Der NASDAQ Composite präsentierte sich mit einem Plus von 0,45 Prozent bei 3.149,46 Zählern, während der S&P 500 einen Aufschlag von 0,72 Prozent auf 1.461,47 Punkte verzeichnete.

Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 29. September 2012 verschlechtert. So erhöhte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gegenüber der Vorwoche um 4.000 auf 367.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 365.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 359.000 auf 363.000 nach oben korrigiert. Der gleitende Vier-Wochen-Durchschnitt verharrte bei 375.000 Erstanträgen für Leistungen im Rahmen der US-Arbeitslosenversicherung. Der Auftragseingang für Industriegüter ist im August 2012 klar gesunken. Dies gab das US-Handelsministerium in Washington heute bekannt. Demnach schrumpfte der US-Auftragseingang für Industriegüter um 5,2 Prozent, während Volkswirte ein Minus von 6,0 Prozent erwartet hatten. Für den Vormonat wurde hier ein Plus von revidiert 2,6 Prozent (vorläufig: +2,8 Prozent) ausgewiesen. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren lag die Zahl der Bestellungen um 13,2 (vorläufig: +13,2) Prozent unter dem Vormonatsniveau, gegenüber einem Zuwachs um 3,3 Prozent im Juli.

Außerdem veröffentlichte die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) das Sitzungsprotokoll der letzten Zusammenkunft des Offenmarktausschusses (FOMC) am 12. und 13 September 2012. Demnach waren der stagnierende US-Arbeitsmarkt, die europäisce Staatsschuldenkrise, das schwächer werdende Wirtschaftswachstum in China und die so genannte fiskalisch Klippe hauptsächlich für die Ausweitung des Programms zum Ankauf von Anleihen (QE3) und das Belassen des Leitzinses bis zum Jahr 2015 bei null bis 0,25 Prozent verantwortlich. Allerdings gab es einige Offenmarktausschussmitglieder, die nicht davon überzeugt waren, dass das neue Programm zum Ankauf von Anleihen, gleich gut funktionieren würde, wie die vorherigen Programme.

Bereits gestern nach Börsenschluss gab Marriott International , der größte Hotelbetreiber in den USA, seine Ergebnisse für das dritten Quartal 2012 bekannt. Zwar verbuchte das Unternehmen einen geringeren Umsatz, jedoch erzielte es einen Gewinn nach einem Fehlbetrag im Vorjahr. Mit diesen Ergebnissen wurden die Erwartungen der Analysten übertroffen. Aktien von Marriott verloren 0,2 Prozent an Wert.

Heute meldete der Rennstreckenbetreiber International Speedway , dass er im dritten Quartal einen Verlust erwirtschaftet hat, was neben einer schwachen Wirtschaft mit Terminverschiebungen zusammenhängt. Zudem wurde der Ergebnisausblick gesenkt. Papiere von International Speedway brachen vor diesem Hintergrund um 10,3 Prozent ein.

Anteilsscheine von Target schlossen 0,9 Prozent fester. Der zweitgrößte Discount-Händler in den USA konnte im September 2012 einen Zuwachs bei den vergleichbaren Umsätzen ausweisen. So sind die vergleichbaren Umsätze demnach um 2,1 Prozent gestiegen. Analysten waren im Vorfeld von einer Zunahme bei den so genannten Same-Store Sales um 2,1 Prozent ausgegangen.

Rite Aid , eine der größten Drugstore-Ketten in den USA, musste bei den vergleichbaren Umsätzen im September 2012 einen Rückgang um 0,7 Prozent verbuchen. Dagegen meldete die Kaufhauskette Macy`s (Macys), die auch die Bloomingdale`s-Geschäfte betreibt, dass ihre vergleichbaren Umsätze im September gestiegen sind. Unternehmensangaben zufolge erhöhten sich die so genannten Same-Store Sales um 2,5 Prozent. Analysten waren im Vorfeld von einer Zunahme bei den Same-Store Sales um 3,3 Prozent ausgegangen. Während sich Rite Aid mit einem Aufschlag von 3,0 Prozent zeigten, gewannen Macy`s 0,5 Prozent hinzu.

Die Bekleidungskette Gap konnte im September 2012 eine deutliche Steigerung der vergleichbaren Umsätze ausweisen. Unternehmensangaben zufolge sind die so genannten Same-Store Sales um 6,0 Prozent angewachsen, während Analysten im Vorfeld von einem Zuwachs um 5,4 Prozent ausgegangen waren. Indes konnte der Wettbewerber TJX (TJX Cos) für September 2012 einen Anstieg seiner vergleichbaren Umsätze ausweisen. So sind die so genannten Same-Store Sales um 6 Prozent angezogen. Analysten waren im Vorfeld von einer Zunahme um 4,5 Prozent ausgegangen. Für das dritte Quartal erwartet der Konzern indes eine Sonderbelastung in Höhe von 2 Cents pro Aktie. Trotzdem geht man weiterhin von einem EPS-Ergebnis am oberen Ende der Planspanne von 56 bis 59 Cents aus. Während Gap um 1,0 Prozent zulegten, zogen TJX um 0,6 Prozent an. (04.10.2012/ac/n/m)

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