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04.08.2010 22:13

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Wall Street Schluss: US-Börsen gehen nach guten Konjunkturdaten mit Gewinnen aus dem Handel

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New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street ging zur Wochenmitte nach guten Konjunkturdaten mit Gewinnen aus dem Handel. Der Dow Jones Industrial Average (ISIN US2605661048/ WKN 969420) legte 0,41 Prozent auf 10.680,43 Punkte zu. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) kletterte um 0,61 Prozent auf 1.127,24 Zähler. Der Nasdaq Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) verbesserte sich um 0,88 Prozent auf 2.303,57 Punkte.

Die Beschäftigung in den USA hat sich nach Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters ADP im Juli erhöht. Demnach zog die Beschäftigtenzahl im Privatsektor gegenüber dem Vormonat um 42.000 an. Diese Daten gelten als Indikator für den offiziellen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung, der am Freitag zur Veröffentlichung ansteht.

Besser als erwartet fiel der ISM Dienstleistungsindex aus. Wie das Institut for Supply Management (ISM) mitteilte, haben sich die Geschäftsaktivitäten des Dienstleistungssektors im Juli 2010 zum Vormonat stärker entwickelt. So lag der ISM-Service-Index im Berichtszeitraum bei 54,3 Zählern, nach 53,8 Zählern im Vormonat. Volkswirte hatten im Vorfeld nur einen Wert von 53,0 Punkten prognostiziert.

Der Medienkonzern Time Warner gab bekannt, dass er im zweiten Quartal einen leicht höheren Gewinn erzielt hat, was mit deutlich gestiegenen Umsätzen und Kostensenkungen zusammenhängt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Zudem wurde die Jahresprognose erhöht. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 562 Mio. Dollar, nach 524 Mio. Dollar im Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis aus dem laufenden Geschäft lag bei 50 Cents pro Aktie. Der Umsatz nahm um 8 Prozent auf 6,38 Mrd. Dollar zu. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 45 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 6,20 Mrd. Dollar ausgegangen. Time Warner gewannen 0,4 Prozent.

Die amerikanische Intel Corp. hat sich mit der amerikanischen Kartellbehörde Federal Trade Commission (FTC) auf einen Vergleich geeinigt. Demnach hat sich der größte Chip-Hersteller der Welt zu mehr Zugeständnissen gegenüber seinen Konkurrenten bereit erklärt. Diese sollen nun verstärkten Zugang zu den Technologien des Marktführers erhalten, Beschränkungen sollen wegfallen. Im Gegenzug verzichtet die FTC auf eine Geldstrafe gegen Intel. Die FTC ermittelt seit Ende letzten Jahres gegen das Unternehmen und wirft Intel vor, seine Marktstellung missbraucht zu haben. So soll der Konzern den Versuch unternommen haben, Mitbewerber mit unfairen Methoden vom Markt zu verdrängen. Unter anderem soll Intel Computerhersteller mit Rabatten und Drohungen dazu gebracht haben, Konkurrenzprodukte zu meiden. Die Intel-Aktie schloss mit einem minimalen Plus.

Wie der Internetanbieter AOL bekannt gab, musste er im zweiten Quartal angesichts hoher Einmalbelastungen einen Verlust ausweisen. Die Erlöse lagen mit 584,1 Mio. Dollar um 26 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Nettoverlust belief sich auf 1,06 Mrd. Dollar bzw. 9,89 Dollar je Aktie, nach einem Überschuss von 90,7 Mio. Dollar im Vorjahr. Dabei hatte der Konzern im Berichtszeitraum unter anderem Wertberichtigungen in Höhe von 1,41 Mrd. Dollar hinnehmen müssen, was das Konzernergebnis mit 10,55 Dollar je Aktie belastete. Analysten hatten zuvor ein EPS von 41 Cents bei einem Umsatz von 602,1 Mio. Dollar erwartet. AOL-Aktien machten einen Sprung um fast 8 Prozent nach oben.

Der amerikanische Saatgut- und Agrarchemiekonzern Monsanto Co. hat eine Dividendenerhöhung angekündigt. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, hat das Board of Directors beschlossen, die Quartalsdividende von bislang 26,5 Cents je Aktie um knapp 6 Prozent auf nunmehr 28 Cents je Aktie anzuheben. Die jährliche Ausschüttung steigt durch diese Anhebung auf 1,12 Dollar je Aktie. Zum aktuellen Kurs errechnet sich daraus eine Dividendenrendite von 1,9 Prozent. Die Monsanto-Aktie legte 0,7 Prozent zu.

Die Telefongesellschaft Qwest Communications (Qwest Communications International) meldete heute, dass ihr Gewinn im zweiten Quartal angesichts rückläufiger Umsätze um gut 25 Prozent gesunken ist, nachdem weitere Festnetz-Kunden abgesprungen sind. Die Erwartungen konnten auf bereinigter Basis jedoch geschlagen werden. Die Aktie von Qwest gewann knapp 1 Prozent.

Das Papier des Computerspiele-Herstellers Electronic Arts machte einen Sprung um gut 7 Prozent nach oben. Der Konzern hat im ersten Quartal angesichts robuster Umsätze bei bestimmten Spielen einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erzielt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen.

Wie Sirius XM Radio bekannt gab, konnte man im zweiten Quartal ein leicht positives Ergebnis ausweisen. Dies sei auf einen deutlichen Anstieg beim Bezahl-Radio-Service zurückzuführen. Der Umsatz des Anbieters von Satellitenradio-Services stieg auf 699,8 Mio. Dollar, nach 590,8 Mio. Dollar im Vorjahr. Der Nettogewinn belief sich auf 15,3 Mio. Dollar bzw. 0 Cent je Aktie, gegenüber einem Vorjahresverlust von 159,6 Mio. Dollar bzw. 4 Cents je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 0 Cent sowie Umsätzen von 691,4 Mio. Dollar erwartet. Der Wert verbesserte sich um rund 5 Prozent.

Der Automobilzulieferer TRW (TRW Automotive) konnte im zweiten Quartal von der kräftigen Erholung der Automobilkonjunktur profitieren und legte bei Umsatz und Ergebnis deutlich zu. Die Erlöse lagen mit 3,66 Mrd. Dollar über dem Vorjahreswert von 2,73 Mrd. Dollar. Beim Nettoergebnis wurde ein Gewinn von 227 Mio. Dollar ausgewiesen, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettoverlust von 11 Mio. Dollar verbucht hatte. Vor Einmaleffekten lag der bereinigte Nettogewinn bei 1,73 Dollar je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,02 Dollar sowie einen Umsatz von 3,35 Mrd. Dollar erwartet. TRW schlossen knapp unter dem Vortagesniveau.

Wie der Modekonzern Polo Ralph Lauren mitteilte, konnte er seinen Gewinn im ersten Geschäftsquartal deutlich verbessern. Der Umsatz stieg um 13 Prozent auf 1,15 Mrd. Dollar. Zudem kletterte der Nettogewinn von 76,8 Mio. Dollar oder 0,76 Dollar je Aktie auf nun 120,8 Mio. Dollar bzw. 1,21 Dollar pro Aktie. Analysten waren im Vorfeld nur von einem EPS von 0,89 Dollar bei Umsätzen von 1,14 Mrd. Dollar ausgegangen. Die Aktie verbesserte sich daraufhin um nahezu 8 Prozent. (04.08.2010/ac/n/m)

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