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12.10.2011 22:37

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Wall Street Schluss: US-Börsen legen zu, Alcoa nach Zahlen schwächer

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New York (aktiencheck.de AG) - Die Hoffnung auf eine baldige Lösung der europäischen Schuldenkrise sorgte zur Wochenmitte auch an der Wall Street für gute Stimmung, die auch der eher enttäuschende Auftakt der Berichtssaison durch den Aluminiumkonzern Alcoa nicht trüben konnte. Die US-Indizes konnten ihre Gewinne zwar nicht ganz halten, gingen aber mit klaren Aufschlägen aus dem Handel. Der Dow Jones verbesserte sich um 0,90 Prozent auf 11.518,85 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,84 Prozent auf 2.604,73 Zähler stieg. Der S&P 500 legte um 0,98 Prozent auf 1.207,25 Punkte zu.

Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 7. Oktober 2011 einen saisonbereinigten Zuwachs bei der Zahl der Hypothekenanträge. So erhöhte sich der entsprechende Index um 1,3 Prozent. In der Vorwoche war ein Minus von 4,3 Prozent gemeldet worden. Im Einzelnen kletterte der Subindex zur Refinanzierung bestehender Kredite um 1,3 Prozent, während der Teilindex der Neuanträge zum Kauf von Häusern um 1,1 Prozent zulegte.

Am Abend hat die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) das Sitzungsprotokoll der letzten Zusammenkunft des Offenmarktausschusses (FOMC) am 20. und 21. September 2011 veröffentlicht. Wie aus den Protokollen, den sogenannten Fed Minutes, hervorgeht, sprachen sich diverse Mitglieder des Offenmarktausschusses angesichts der Unsicherheit über das künftige Wachstum der US-Wirtschaft dafür aus, zusätzliche Anleihekäufe in Erwägung zu ziehen. Auf ihrer letzten Sitzung hatte die Fed keine weiteren Anleihekäufe beschlossen, sondern lediglich eine Umschichtung der vorhandenen Bestände. So sollen im Zuge der sogenannten "Operation Twist" zuvor erworbene Staatsanleihen im Umfang von 400 Mrd. US-Dollar von kurzlaufenden in längerlaufende Bonds umgeschichtet werden.

Bereits gestern nach Börsenschluss wurde die US-Berichtssaison traditionell von Alcoa eröffnet. Der weltweit größte Aluminiumhersteller enttäuschte dabei mit seinen Zahlen für das dritte Quartal 2011 die Erwartungen der Analysten, obwohl man einen deutlichen Gewinnanstieg verzeichnen konnte. So belief sich der Nettogewinn auf 172 Mio. US-Dollar bzw. 15 Cents je Aktie, nach 61 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Umsatzerlöse erhöhten sich von 5,29 Mrd. US-Dollar im Vorjahr auf nun 6,42 Mrd. US-Dollar. Analysten hatten im Vorfeld einen Gewinn von 22 Cents je Aktie und Erlöse von 6,24 Mrd. US-Dollar erwartet. Die Aktie gab um 2,4 Prozent nach.

Für eine positive Überraschung sorgte unterdessen PepsiCo . Der zweitgrößte Softdrink-Konzern der Welt hat seinen Gewinn im dritten Quartal leicht verbessert, wobei man von erhöhten Umsätzen und der Übernahme des russischen Getränkeunternehmens Wimm-Bill-Dann profitierte. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis übertroffen. Der den Aktionären zuzurechnende Nettogewinn belief sich auf 2,00 Mrd. US-Dollar bzw. 1,25 US-Dollar pro Aktie, nach 1,92 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Um Einmaleffekte bereinigt lag der jüngste Gewinn bei 1,31 US-Dollar (Vorjahr: 1,22 US-Dollar) pro Aktie. Der Umsatz nahm um 13 Prozent auf 17,58 Mrd. US-Dollar zu. Analysten waren zuvor von einem Gewinn von 1,30 US-Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 17,19 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Der Titel rückte um 2,9 Prozent vor.

Gefragt waren Papiere von General Motors Co. , die 4,0 Prozent fester schlossen. Der US-Automobilhersteller plant die Produktion eines reinrassigen Elektroautos. Demnach soll die Produktpalette ab 2013 um ein reines Elektroauto erweitert werden. Im Gegensatz zum Hybrid-Auto Chevrolet Volt soll in die Elektroversion des Kleinwagens Chevrolet Spark kein Verbrennungsmotor eingebaut werden, über den die Batterie aufgeladen werden kann. Das neue Elektroauto soll in den USA sowie anderen ausgewählten Märkten eingeführt werden. Nähere Angaben zum Preis oder technischen Daten machte das Unternehmen nicht.

Einen Sprung um 7,1 Prozent machten Anteilscheine von TE Connectivity Ltd. . Die Aktie des Elektronikkonzerns rückt in den S&P 500 auf. Wie Standard & Poor's am Mittwoch mitteilte, wird die Aktie des Konzerns, der bis März unter dem Namen Tyco Electronics firmierte, am kommenden Freitag nach Handelsende in den Index der 500 größten amerikanischen Unternehmen aufgenommen. TE Connectivity ersetzt dort die Aktie des Biotechnologiekonzerns Cephalon Inc. , der von dem israelischen Generika-Hersteller Teva Pharmaceutical Industries Ltd. übernommen wird.

Unterdessen verbesserten sich Healthcare Services Group nach Drittquartalszahlen um 1,4 Prozent. So konnte man in diesem Zeitraum Umsatz und Gewinn steigern. Gewinnseitig wurden die Analystenschätzungen erreicht. Daneben geht es für Chevron um 0,9 Prozent nach oben. Der Ölkonzern geht für das laufende dritte Quartal von einem Konzernergebnis auf dem Niveau des zweiten Quartals 2011 aus.

ADTRAN (ADTRAN) verloren 1,9 Prozent an Wert. Der Netzwerkausrüster konnte im dritten Quartal mit einem Rekordumsatz aufwarten und beim Ergebnis zulegen. Beim Nettogewinn wurden die Analystenerwartungen getroffen. Außerdem wurde im Anschluss ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt.

Für die Aktie des Real Estate Investment Trust (REIT) Host Hotels & Resorts (Host HotelsResorts) ging es um 4,2 Prozent nach oben. Das Unternehmen konnte den Verlust im dritten Quartal reduzieren und gleichzeitig den Umsatz steigern. Bei der Kennzahl Funds of Operations (FFO) verbuchte man einen Gewinn von 16 Cents je Aktie, nach 11 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten hier einen FFO von 16 Cents je Aktie erwartet.

Hewlett-Packard (Hewlett-Packard (HP)) zieht einem Medienbericht zufolge eine strategische Kehrtwende in Betracht. Wie es unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen heißt, will die neue Konzernchefin Meg Whitman die von ihrem Vorgänger Leo Apotheker angekündigte Abtrennung der PC-Sparte des Konzerns möglicherweise rückgängig machen. So hätten neueste Analysen gezeigt, dass die Kosten einer Ausgliederung des PC-Geschäfts die Synergien einer Abspaltung überwiegen könnten. Derzeit gehe die neue Vorstandschefin noch einmal die Zahlen durch und wäge Vor- und Nachteile einer derartigen Transaktion ab. Zum jetzigen Zeitpunkt habe weder Whitman noch das Board of Directors eine endgültige Entscheidung über eine mögliche Abtrennung der PC-Sparte des Konzerns getroffen. Der Anteilsschein verbilligte sich um 0,2 Prozent.

Liz Claiborne machten einen Sprung um 34,1 Prozent nach oben. Die Bekleidungskette gab heute bekannt, dass sie ihre Marken Liz Claiborne, Monet und Kensie verkaufen wird. Zudem wurde der Verkauf der Marke Dana Buchman abgeschlossen. Durch die Transaktionen werden Verkaufserlöse in Höhe von 328 Mio. US-Dollar generiert. Während der Einzelhandelskonzern JCPenney (J C Penney Company) die Marken Liz Claiborne und Monet übernimmt, geht die Marke Kensie an die Bluestar Alliance über. Zudem hinaus hat der Einzelhändler Kohl´s (Kohl`s) den Erwerb der Marke Dana Buchman von Liz Claiborne abgeschlossen. Sämtliche Transaktionen werden voraussichtlich noch im Laufe des vierten Quartals 2011 abgeschlossen. Danach sollten sich die Nettoverbindlichkeiten von Liz Claiborne den Angaben zufolge zum Jahresende auf 270 bis 290 Mio. US-Dollar belaufen. Schließlich hat der Konzern seine Prognosen für das bereinigte EBITDA in 2011 und 2012 angepasst. So erwartet man nun für 2011 einen Wert von 80 bis 90 Mio. US-Dollar (zuvor: 100 bis 120 Mio. US-Dollar) und für 2012 einen von 130 bis 150 Mio. US-Dollar (zuvor: 180 bis 220 Mio. US-Dollar).

Schließlich verlautbarte der Börsenbetreiber Nasdaq OMX Group (NASDAQ Stock Market), dass sein Board of Directors einen Aktienrückkauf beschlossen hat. So wurde ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 300 Mio. US-Dollar genehmigt. Damit kann das Management eigene Aktien von Zeit zu Zeit über die Börse oder über private Transaktionen erwerben. Der Titel rückte um 0,9 Prozent vor. (12.10.2011/ac/n/m)

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