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07.10.2011 22:35

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Wall Street Schluss: US-Börsen mit leichten Einbußen, Ratingabstufung Italiens und Spaniens belastet

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New York (aktiencheck.de AG) - Nach einem durchwachsenen Handelsverlauf sind die US-Aktien mit Einbußen ins Wochenende gegangen. Nachdem der überraschend positiv ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht zunächst für gute Stimmung gesorgt hatte, setzten nach den Kursgewinnen der Vortage Gewinnmitnahmen ein. Dabei belastete auch die Abstufung Italiens und Spaniens durch die Ratingagentur Fitch. Der Dow Jones schloss mit einem Minus von 0,18 Prozent bei 11.103,12 Punkten, während der NASDAQ Composite um 1,10 Prozent auf 2.479,35 Zähler nachgab. Der S&P 500 verlor 0,82 Prozent auf 1.155,46 Punkte.

Die US-Arbeitsmarktsituation hat sich im September nach Angaben des US-Arbeitsministeriums verbessert. So erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vormonat um 103.000. Volkswirte hatten lediglich einen Stellenaufbau um 60.000 Beschäftigte erwartet, nach einem Anstieg um revidiert 57.000 im August. Bereinigt um Beschäftigte im Staatsdienst stieg die Beschäftigtenzahl um 137.000, nach einem Zuwachs von revidiert 42.000 im Vormonat. Hier hatte die Prognose auf ein Plus von 83.000 gelautet. Ferner verharrte die Arbeitslosenquote bei 9,1 Prozent, nachdem sie im Vormonat schon bei 9,1 Prozent gestanden hatte. Auch Volkswirte hatten mit einem unveränderten Stand von 9,1 Prozent gerechnet. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen um 0,2 Prozent, gegenüber einer Lohnabnahme um 0,1 Prozent im Vormonat. Hier waren Volkswirte von einem Zuwachs um 0,2 Prozent ausgegangen.

Die Lagerbestände im Großhandel sind im August 2011 erneut gestiegen. Wie das Commerce Department am Freitag in Washington bekanntgab, wurde ein saisonbereinigter Anstieg der US-Lagerbestände im Großhandel von 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat ausgewiesen, nach einem Plus von 0,8 Prozent im Juli. Marktbeobachter hatten zuvor mit einer Zunahme um 0,5 Prozent gerechnet. Die Umsatzerlöse des US-Großhandels stiegen gegenüber dem Vormonat um 1 Prozent, nachdem sie im Juli um 0,3 Prozent gestiegen waren. Am Abend stehen dann noch die Daten zu den Verbraucherkrediten für August zur Veröffentlichung an.

Daneben wurde bekannt, dass das Volumen der US-Verbraucherkredite im August 2011 überraschend um 4,6 Prozent gesunken ist. Dies war der erste Rückgang seit elf Monaten und gleichzeitig das größte Minus seit April 2010. Wie die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) mitteilte, ging das Gesamtvolumen der ausstehenden Verbraucherkredite um 9,5 Mrd. US-Dollar zurück. Volkswirte hatten im Vorfeld mit einem Anstieg um rund 8 Mrd. US-Dollar gerechnet. Im Juli 2011 waren die Verbraucherkredite noch um 11,9 Mrd. US-Dollar gestiegen. Der Umfang der kurzfristigen Schulden, wie etwa Kreditkartenschulden, sank im August um 3,5 Prozent bzw. 2,3 Mrd. US-Dollar. Das Volumen langfristiger Kredite, wie zum Beispiel für Autokäufe oder Studienkredite, ging um 5,2 Prozent bzw. 7,2 Mrd. US-Dollar zurück.

Im Blickpunkt stand Walt Disney Co. . Der Medien- und Entertainment-Konzern hat sich Presseangaben zufolge nun sämtliche Anteile an der Mobile Gaming-Sparte der indischen UTV Software Communications Ltd. gesichert. Wie es heißt, hat die Transaktion ein Volumen von schätzungsweise 80 bis 100 Mio. US-Dollar. Dabei habe Disney eine 42 Prozent-Beteiligung an UTV Indiagames von Investoren sowie dem Gründer und CEO des Unternehmens erworben. Im Juli dieses Jahres hatte der Medien- und Entertainment-Konzern UTV Software übernommen. Das indische Medienkonglomerat war damals bereits in Besitz von 58 Prozent der UTV Indiagames-Anteile.

Zudem teilte das Unternehmen mit, dass das Board of Directors den Vertrag mit dem Vorstandschef Robert Iger bis 2016 verlängert hat. Nach dem Rücktritt von John Pepper jr. soll Iger ab dem kommenden Jahr zusätzlich den Posten des Chairman of the Board übernehmen. Wie Disney weiter mitteilte, werde der 60-Jährige das Amt als CEO zum 31. März 2015 nach einem Jahrzehnt als Firmenchef niederlegen. Bis 30. Juni 2016 soll Iger nur noch als Chairman of the Board fungieren. Die Disney-Aktie schloss 1,0 Prozent tiefer.

Der amerikanische Software-Konzern Microsoft Corp. hat die Genehmigung der EU-Kommission für die Übernahme des Internet-Telefonie-Anbieters Skype bekommen. Wie die Behörde am Freitag mitteilte, wurde die 8,5 Mrd. US-Dollar schwere Akquisition ohne Auflagen genehmigt. Den Wettbewerbshütern zufolge behindere der Zukauf nicht den Wettbewerb in Europa, da es ausreichend Konkurrenten gebe. Damit hat Microsoft eine weitere wichtige Hürde genommen, nachdem im Juni bereits die U.S. Federal Trade Commission (FTC) grünes Licht gegeben hatte. Der größte Zukauf in der Firmengeschichte soll bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Dazu bedarf es jedoch noch der Genehmigung durch die zuständigen Behörden in Russland, der Ukraine, Serbien und Taiwan. Die Microsoft-Aktie gab um 0,3 Prozent nach.

Mit einem Einbruch um 31,9 Prozent standen die Titel von Illumina massiv unter Druck, nachdem der Medizintechnikkonzern gestern nach Börsenschluss einen schwachen Umsatzausblick für das dritte Quartal abgegeben und seine zuletzt veröffentlichte Gewinnprognose für das laufende Fiskaljahr zurückgezogen hat. So erwartet der Konzern für das dritte Quartal einen Umsatz von lediglich 235 Mio. US-Dollar. In diesem Zusammenhang wurde vor allem auf die zuletzt bestehenden konjunkturellen Unsicherheiten und die deutlich zurückgegangenen Investitionen seitens vieler Kunden verwiesen. Analysten gehen für das dritte Quartal hingegen von Umsatzerlösen in Höhe von 277,7 Mio. US-Dollar sowie einem Gewinn von 35 Cents je Aktie aus.

Southwest Airlines (Southwest Airlines) gaben nach Passagierzahlen für den Monat September um 2,2 Prozent nach. Im Berichtsmonat wurden insgesamt 8,57 Millionen Fluggäste befördert, was einem Plus von 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Der Sitzladefaktor verbesserte sich auf 77,8 Prozent, nach zuvor 75,5 Prozent.

Dollar Tree (Dollar Tree) rückten um 1,6 Prozent vor, nachdem das Board des Einzelhändlers einen weiteren Aktienrückkauf beschlossen hat. So hat das Gremium die Genehmigung zum Rückkauf eigener Aktien im Wert von 1,5 Mrd. US-Dollar erteilt. (07.10.2011/ac/n/m)

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