New York (aktiencheck.de AG) - An der Wall Street gingen die wichtigsten US-Indizes am Freitag mit negativen Vorzeichen aus dem Handel. Der Dow Jones verlor abschließend 0,96 Prozent auf 11.934,58 Punkte, während sich der NASDAQ Composite um 1,26 Prozent auf 2.652,89 Punkte verschlechterte. Der S&P 500 fiel bis Handelsende um 1,17 Prozent auf 1.268,45 Punkte.
Die Wirtschaftsleistung in den USA ist im ersten Quartal 2011 nach der endgültigen Schätzung des US-Handelsministeriums mit abgebremstem Tempo angewachsen. Die vorläufigen Angaben wurden aber nach oben korrigiert. Gegenüber dem Vorquartal kletterte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,9 Prozent, während vorläufig ein schwächeres Plus von 1,8 Prozent gemeldet worden war. Volkswirte hatten einen BIP-Anstieg um 1,8 Prozent prognostiziert. Zudem wurde bekannt gegeben, dass der Auftragseingang langlebiger Güter im Mai 2011 angewachsen ist. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren lag die Zahl der Bestellungen um 1,9 Prozent über dem Vormonatsniveau, während Volkswirte nur eine Zunahme um 1,5 Prozent prognostiziert hatten. Für April war ein Minus von revidiert 2,7 (vorläufig: 3,6) Prozent ermittelt worden. Das US-Handelsministerium erklärte, dass der vorläufig veröffentlichte Wert der US-Baugenehmigungen im Mai 2011 nach unten revidiert wurde. So wurden auf annualisierter Basis im Mai insgesamt 0,609 Millionen Baugenehmigungen für Privathäuser erteilt. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vormonatsniveau von 8,2 Prozent. Zunächst hatte das US-Handelsministerium einen Anstieg um 8,7 Prozent auf 0,612 Millionen Baugenehmigungen gemeldet.
Der Internet-Konzern Google steht in den USA kurz vor einer kartellrechtlichen Untersuchung. Dies berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Freitag in ihrer Online-Ausgabe. Demnach steht die Federal Trade Commission (FTD) kurz davor, eine formelle, kartellrechtliche Untersuchung gegen das Unternehmen einzuleiten. Ziel dieser Untersuchungen ist das Suchmaschinen-Geschäft Googles. Hierbei soll die Frage geklärt werden, ob Google seine marktbeherrschende Stellung missbraucht hat. Die Google-Aktie verlor abschließend 1,1 Prozent.
Der US-Telekommunikationskonzern AT&T (AT&T) hat am Freitag die Höhe seiner Quartalsdividende bekannt gegeben. Demnach wird das Unternehmen 43 Cents je Stammaktie ausschütten. Die Dividende wird am 1. August 2011 an alle Aktionäre gezahlt, die am 8. Juli 2011 AT&T-Aktien in ihrem Besitz haben. Die Aktie von AT&T wurde in New York zuletzt mit einem Minus von 0,9 Prozent gehandelt.
Überzeugende Zahlen veröffentlichte TIBCO Software . So wurden Umsatz und Gewinn im zweiten Geschäftsquartal 2010/11 deutlich gesteigert. Die Erwartungen der Analysten wurden geschlagen. Unterm Strich gewann der Titel 1,2 Prozent hinzu. Bei H&R Block (H&R Block) waren Umsatz und Gewinn im ersten Fiskalquartal 2011/12 rückläufig. Die Gewinnerwartungen wurden damit verfehlt. Der Anteilsschein gab 1,4 Prozent ab. Anteilsscheine von Accenture legten hingegen 2,4 Prozent zu. Der Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister hat seinem Gewinn im dritten Quartal deutlich erhöht. Dabei profitierte er von Marktanteilsgewinnen und einer starken Nachfrage nach den Services. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Zudem wurde die Jahresprognose angehoben.
Alcoa gab heute bekannt, dass man einen Großauftrag erhalten habe. Demnach haben der Aluminiumhersteller und Airbus, eine Tochter von EADS , ein mehrjähriges Lieferabkommen geschlossen, nach dem Alcoa den europäischen Flugzeugbauer mit Aluminiumprodukten versorgen wird. Das Volumen des Auftrags, der im Rahmen der diesjährigen Paris Air Show erteilt wurde, beläuft sich über die gesamte Laufzeit auf rund 1 Mrd. US-Dollar. Die Aktie von Alcoa gab bis Handelsende 0,3 Prozent ab.
Oracle (Oracle) hatte bereits gestern nach Börsenschluss bekannt gegeben, dass man im vierten Fiskalquartal 2010/11 deutliche Zuwächse bei Umsatz und Gewinn verbuchen konnte. Der Umsatz erhöhte sich um 13 Prozent auf 10,78 Mrd. US-Dollar. Analysen hatten lediglich mit 10,75 Mrd. US-Dollar gerechnet. Indes belief sich der Nettogewinn auf 3,2 Mrd. US-Dollar bzw. 62 Cents je Aktie, nach zuvor 2,4 Mrd. US-Dollar. Bereinigt um Einmaleffekte lag das Ergebnis bei 75 Cents je Aktie und übertraf damit ebenfalls die Analystenschätzungen von 71 Cents je Aktie. Allerdings enttäuschte der Konzern bei den Hardware-Verkäufen. Der Titel verlor 4,1 Prozent an Wert.
Für eine Enttäuschung sorgte auch der Speicherchip-Hersteller Micron Technology . Im dritten Geschäftsquartal 2010/11 verzeichnete das Unternehmen einen Gewinneinbruch und verfehlte die Analystenerwartungen. Der Nettogewinn schrumpfte von 939 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum auf nunmehr 75 Mio. US-Dollar bzw. 7 Cents je Aktie zusammen, während Analysten mit einem EPS von 16 Cents gerechnet hatten. Beim Umsatz wurden die Erwartungen ebenfalls verfehlt. Die Aktie brach um 14,6 Prozent ein. (24.06.2011/ac/n/m)