New York (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten US-Börsen gingen zu Wochenbeginn mit deutlichen Abschlägen aus dem Handel. Der Dow Jones verschlechterte sich um 1,20 Prozent auf 12.505,76 Punkte. Der NASDAQ Composite verlor unterdessen 2,00 Prozent auf 2.802,62 Zähler. Der S&P 500 schloss mit einem Minus von 1,81 Prozent bei 1.319,49 Punkten.
Der Technologiekonzern Cisco Systems könnte einem Analysten zufolge deutliche Stellenstreichungen vornehmen. Der Analyst Brian Marshall von Gleacher & Co. erklärte, dass das Unternehmen ab August bis zu 5.000 Stellen abbauen könnte. Dieser Schritt könnte nötig werden, damit Cisco sein jährliches Einsparziel von 1 Mrd. US-Dollar erreicht. Der Anteilsschein von Cisco Systems verloren bis Handelsende 2,0 Prozent an Wert.
Der Lkw-Hersteller PACCAR (Paccar) gab am Montag bekannt, dass er seine Quartalsdividende anheben wird. Das Board of Directors erklärte, dass man die Quartalsdividende um 50 Prozent aufstocken wird. Der neue Wert beläuft sich demnach auf 18 Cents je Aktie. PACCAR-Aktien gaben abschließend 3,4 Prozent ab.
Der Medienkonzern News Corp. (News a) plant weiterhin die vollständige Übernahme des Satellitenfernsehanbieters British Sky Broadcasting Group plc (BSkyB) . Jedoch widerrief das Unternehmen am Montag ein in Aussicht gestelltes Zugeständnis. Bislang hatte die News Corp. den Nachrichtensender Sky News abstoßen wollen. Damit sollten Bedenken zerstreut werden, dass die Anzahl der unabhängigen Medien in Großbritannien reduziert werden könnte. Das Unternehmen geht nun jedoch davon aus, dass eine Übernahme von BSkyB die Meinungsvielfalt nicht reduzieren werde. Die Aktie verlor 7,2 Prozent an Wert.
Für Papiere von Goodyear (Goodyear TireRubber) ging es 2,6 Prozent nach unten. Der Reifenhersteller setzt seine Restrukturierungen weiter fort und geht von Einmalbelastungen in zweistelliger Millionenhöhe aus. So hat man die Produktion im Werk Union City im US-Bundesstaat Tennessee eingestellt. Im Zuge der Schließung erwartet man weitere Einmalbelastungen in Höhe von rund 20 Mio. US-Dollar nach Steuern, die im zweiten Quartal verbucht werden sollen.
Der Minenbetreiber Stillwater Mining meldete, dass er die kanadische Peregrine Metals Ltd. übernehmen wird. Im Rahmen der Transaktion erhalten Peregrine-Aktionäre für jeden ihrer Anteilsscheine 0,08136 Stillwater-Aktien sowie 1,35 US-Dollar in bar. Auf Basis des letzten Schlusskurses der Stillwater-Aktie wird jede Peregrine-Aktie demnach mit 3,28 US-Dollar bewertet. Der gesamte Kaufpreis beläuft sich damit auf 487,1 Mio. US-Dollar. Darüber hinaus gab Stillwater Mining bekannt, dass man für das zweite Quartal mit einem Umsatz von 222,6 Mio. US-Dollar rechnet. Zudem wurde das Produktionsziel (Palladium und Platin) für 2011 von 500.000 auf 515.000 Unzen angehoben. Die Aktie von Stillwater Mining verlor bis Handelende 22,2 Prozent.
Aktien des Agrarkonzerns Monsanto notierten abschließend 1,2 Prozent schwächer. Das Unternehmen und die chinesische Sinochem International führen Presseangaben zufolge Gespräche über eine Vertiefung ihrer Geschäftsbeziehung. Wie es heißt, könnten die beiden Parteien letztlich ein Joint Venture bzw. den Verkauf einer Minderheitsbeteiligung beschließen. Darüber hinaus sei es auch möglich, dass der staatliche chinesische Konzern Sinochem eine größere Rolle bei der Vermarktung der Monsanto-Produkte in China spielen wird.
Anteilsscheine von Hertz (Hertz Global) verloren heute 3,8 Prozent. Der Fahrzeugvermieter hat seine Übernahmeofferte für seinen Rivalen Dollar Thrifty Automotive Group verlängert. So haben Aktionäre von Dollar Thrifty nun bis zum 5. August 2011 Zeit, die Offerte von Hertz anzunehmen. Ursprünglich sollte die Annahmefrist am 8. Juli 2011 enden. Hertz bietet im Rahmen seiner Offerte 57,60 US-Dollar in bar zuzüglich 0,8546 eigene Aktien für jeden Anteilsschein von Dollar Thrifty. Aktien von Dollar Thrifty gaben 0,5 Prozent ab.
Arch Chemicals (Arch Chemicals) steht vor der Übernahme - Papiere des Unternehmens legten infolge dessen 12,2 Prozent zu. Lonza (Lonza Group) hat die Übernahme des Konzerns angekündigt. Dabei sollen die Aktionäre im Zuge der Akquisition 47,20 US-Dollar je Aktie in bar erhalten. Das Gesamtvolumen der Transaktion wurde auf rund 1,4 Mrd. US-Dollar beziffert. Durch die Übernahme will Lonza seine Marktposition im Life-Sciences-Segment verstärken. (11.07.2011/ac/n/m)