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05.10.2011 22:25

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Wall Street Schluss: US-Börsen schließen fest, ISM-Index leicht über den Erwartungen

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New York (aktiencheck.de AG) - Nach der Aufholjagd des Vortags starteten die US-Indizes zur Wochenmitte zunächst schwächer, konnten im Verlauf aber in die Gewinnzone. Gestützt wurde die Stimmung unter den Anlegern von Hoffnungen, dass die Politik Banken vor den Auswirkungen der Schuldenkrise schützen werden. Die US-Indizes bauten ihre Gewinne im Verlauf stetig aus und schlossen in der Nähe ihrer Tageshochs. Der Dow Jones verbesserte sich um 1,21 Prozent auf 10.939,95 Punkte, während der NASDAQ Composite um 2,32 Prozent auf 2.460,51 Zähler zulegte. Der S&P 500 gewann 1,79 Prozent auf 1.144,04 Punkte.

Die US-Beschäftigung hat sich nach Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) im September 2011 weiter erhöht. So stieg die Beschäftigtenzahl im Privatsektor gegenüber dem Vormonat um 91.000. Hierbei wuchs die Zahl um 1.000 im Produzierenden Gewerbe und um 90.000 im Dienstleistungsbereich. Für August war ein revidierter Anstieg um 89.000 (vorläufig: 91.000) verbucht worden.

Daneben teilte das Institut for Supply Management (ISM), eine private Organisation der Industrie, mit, dass sich die Geschäftsaktivitäten des Dienstleistungssektors im September 2011 im Vergleich zum Vormonat leicht schwächer entwickelt haben. Demnach hat sich der ISM-Service-Index von 53,3 Punkten auf nun 53,0 Zähler verringert. Damit lag der Index aber knapp über den Erwartungen der Volkswirte, die im Vorfeld einen Stand von 52,8 Punkten prognostiziert hatten.

Die Aktie von Research In Motion Ltd. (RIM) machte einen Sprung um 12,4 Prozent. Hintergrund des Kurssprungs waren Spekulationen um eine mögliche Übernahme des kanadischen BlackBerry-Herstellers. Einem Bericht der britischen Zeitung "The Independent" zufolge soll der britische Mobilfunkbetreiber Vodafone Group plc Interesse an einer Übernahme von RIM haben. Zuvor gab es bereits Gerüchte, das kanadische Unternehmen habe eine Investmentbank damit beauftragt, nach strategischen Optionen Ausschau zu halten.

Monsanto (Monsanto) rückten nach Zahlen für das vierte Quartal um 5,2 Prozent vor. Der Umsatz des Agrarkonzerns lag bei 2,25 Mrd. US-Dollar, nach 1,95 Mrd. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich wurde beim Nettoergebnis ein Verlust von 112 Mio. US-Dollar bzw. 21 Cents je Aktie ausgewiesen, nach 143 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Beim um Einmaleffekte bereinigten Ergebnis wurde ein Verlust von 22 Cents je Aktie verzeichnet, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen bereinigten Verlust von 9 Cents je Aktie ausgewiesen hatte. Analysten waren im Vorfeld von einem Verlust von 27 Cents je Aktie sowie einem Umsatz von 1,89 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Für das erste Quartal liegen die Analystenschätzungen bei einem EPS von 8 Cents, während der Konzern selbst von einem EPS von 10 bis 15 Cents ausgeht.

YUM! Brands (YUM! Brands) verbilligten sich um 2,7 Prozent. Die Schnellrestaurantkette legte gestern nach US-Börsenschluss Zahlen für das dritte Quartal 2011 vor. Dabei konnte man den Umsatz und Gewinn deutlich steigern. Die Umsatzerwartungen wurden klar übertroffen. Der Nettogewinn verbesserte sich von 357 Mio. US-Dollar auf nun 383 Mio. US-Dollar bzw. 80 Cents je Aktie. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis belief sich auf 83 Cents je Aktie (Vorjahr: 73 Cents). Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf 3,27 Mrd. US-Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 83 Cents je Aktie und einem Umsatz von 3,10 Mrd. US-Dollar ausgegangen.

Unterdessen verzeichnete auch der US-Großhändler Costco Wholesale im vierten Quartal einen Umsatz- und Ergebnisanstieg. So lag der Umsatz mit 27,59 Mrd. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 23,59 Mrd. US-Dollar. Dabei beinhaltet der Umsatzanstieg von 17 Prozent die Beiträge des Joint Venture in Mexiko. Ohne die Berücksichtigung der Umsatzerlöse dieses Gemeinschaftsunternehmens lag das Umsatzplus im vierten Quartal bei 14 Prozent. Inklusive der Berücksichtigung von Mitgliedsbeiträgen lag der Gesamtumsatz mit 28,18 Mrd. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 24,13 Mrd. US-Dollar. Bei den vergleichbaren Umsatzerlösen bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, wurde ein Anstieg von 12 Prozent ausgewiesen. Unter dem Strich wurde beim Nettogewinn ein Anstieg auf 478 Mio. US-Dollar bzw. 1,08 US-Dollar je Aktie verzeichnet, nach 432 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Dabei wurden negative Einmaleffekte in Höhe von 4 Cents je Aktie in Zusammenhang mit Lagerbestandsveränderungen ausgewiesen. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,10 US-Dollar sowie einen Umsatz von 27,81 Mrd. US-Dollar erwartet. Der Titel gab um 1,7 Prozent nach.

Die Delta Air Lines Inc. verzeichnete im September einen Anstieg der Passagierzahlen. Wie die Fluggesellschaft mitteilte, wurden 13,38 Millionen Passagiere befördert, nach 13,22 Millionen im Vorjahreszeitraum, was einem Anstieg um 1,2 Prozent entspricht. Die Zahl der verkauften Sitzmeilen verringerte sich hingegen um 0,9 Prozent auf 15,96 Milliarden. Die Zahl der angebotenen Sitzmeilen sank um 2,2 Prozent auf 19,09 Milliarden. Dagegen erhöhte sich der Sitzladefaktor um 1,1 Prozentpunkte auf 83,6 Prozent. Die Aktie von Delta Air Lines verbesserte sich um 2,0 Prozent.

Die Global Payments Inc. konnte am Dienstagabend nach Börsenschluss mit überraschend starken Geschäftszahlen für das erste Quartal aufwarten. Demnach lag der Umatz im Berichtszeitraum mit 542,8 Mio. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 440,1 Mio. US-Dollar. Beim Nettogewinn nach Anteilen Dritter wurde im Berichtszeitraum ein deutlicher Anstieg auf 64,0 Mio. US-Dollar bzw. 79 Cents je Aktie ausgewiesen, nach einem Nettogewinn von 49,4 Mio. US-Dollar bzw. 61 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Vor Einmaleffekten wurde ein bereinigter Gewinn von 88 Cents je Aktie ausgewiesen. Analysten hatten zuvor ein EPS von 74 Cents sowie einen Umsatz von 518,5 Mio. US-Dollar erwartet. Zudem wurde die konzerneigene Prognose für das laufende Fiskaljahr angehoben: So erwartet der Konzern nun ein bereinigtes EPS von 3,46 bis 3,56 US-Dollar, nachdem bislang ein bereinigtes EPS von 3,35 bis 3,43 US-Dollar in Aussicht gestellt wurde. Nach anfänglich deutlichen Gewinnen schloss die Aktie von Global Payments letztlich mit einem Plus von 0,6 Prozent.

Die Aktie der Drugstore-Kette Walgreen verteuerte sich nach Umsatzzahlen für September um 0,5 Prozent. So lag der konsolidierte Gesamtumsatz mit 5,95 Mrd. US-Dollar um 5,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Bei den vergleichbaren Umsatzerlösen bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, wurde ein Anstieg um 3,1 Prozent ausgewiesen.

Acuity Brands (Acuity Brands) verbesserten sich um 5,9 Prozent. Der Hersteller von Beleuchtungsausrüstung hat im vierten Geschäftsquartal infolge einer anziehenden Nachfrage, Preissteigerungen und Akquisitionen ein Umsatz- und Ergebnisplus ausgewiesen. So wuchsen die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahresquartal um 12 Prozent auf 496,2 Mio. US-Dollar. Ferner kletterte der Nettogewinn um 26 Prozent auf 34,2 Mio. US-Dollar bzw. 79 Cents pro Aktie. Analysten hatten ein EPS von 79 Cents sowie Umsatzerlöse von 482,8 Mio. US-Dollar erwartet.

Acme Packet (Acme Packet) rutschten um 5,5 Prozent ab, nachdem der Technologiekonzern die Investoren am Dienstagabend nach Börsenschluss mit einem verhaltenen Ausblick auf das dritte Quartal enttäuscht hat. Dabei wurde seitens des Konzerns auf einen entgangenen Großauftrag in Nordamerika verwiesen. (05.10.2011/ac/n/m)

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