New York (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten US-Börsen konnten am Dienstag mit Zugewinnen in den Feierabend gehen. Der Dow Jones verbesserte sich abschließend um 1,58 Prozent auf 11.577,05 Punkte, während der NASDAQ Composite 1,63 Prozent auf 2.657,43 Zähler zulegte. Der S&P 500 gewann bis Handelsende 2,04 Prozent auf 1.225,38 Punkte hinzu. Nach Börsenschluss stehen u. a. noch die Quartalszahlen von Apple, Intel und Yahoo! zur Veröffentlichung an.
Das US-Arbeitsministerium teilte mit, dass sich die amerikanischen Erzeugerpreise im September 2011 erhöht haben. Binnen Monatsfrist stiegen die Preise um 0,8 Prozent. Bereinigt um die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel- und Energiepreise kletterten die Preise in der Kernrate um 0,2 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld eine Preissteigerung von 0,2 bzw. 0,1 Prozent prognostiziert. Im August waren die Erzeugerpreise im Vormonatsvergleich unverändert geblieben. Für die Kernrate war im August ein Plus von 0,1 Prozent verbucht worden. Daneben lag der National Association of Home Builders/Wells Fargo-Index (NAHB-Index) im Oktober 2011 mit 18 Punkten über dem im Vormonat ermittelten Wert von 14 Zählern. Marktbeobachter hatten zuvor einen Wert von 15 Punkten erwartet.
Der Anteilsschein von Oracle gewann bis Handelsende 2,1 Prozent hinzu. Das Unternehmen hatte erklärt, dass sie die Endeca Technologies Inc. übernehmen wird. Endeca ist ein privates Unternehmen und bietet Lösungen für unstrukturiertes Datenmanagement, Internet-Handel und Informationsdienste an.
Der kanadische BlackBerry-Hersteller Research In Motion (RIM) stellte sein neues Betriebssystem vor, das BBX heißen soll. BBX ist eine Kombination aus der traditionellen BlackBerry-Plattform und dem QNX-Betriebssystem, das aktuell auf dem Tablet-PC "PlayBook" Anwendung findet. Die RIM-Aktie notierte im New Yorker Handel abschließend mit einem Plus von 3,6 Prozent.
Der US-Automobilzulieferer Genuine Parts veröffentlichte seine Ergebnisse zum dritten Quartal 2011. Der Nettogewinn belief sich auf 151,8 Mio. US-Dollar bzw. 97 Cents pro Aktie, im Vergleich zu 131,8 Mio. US-Dollar bzw. 83 Cents pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum auf 3,29 Mrd. US-Dollar. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert von 2,95 Mrd. US-Dollar stellt dies eine Steigerung um 11 Prozent dar. Die Aktie von Genuine Parts gewann in der Folge 3,9 Prozent hinzu.
Die Bank of America konnte im dritten Quartal angesichts eines Einmalertrags einen milliardenschweren Gewinn erwirtschaften. Der Nettogewinn belief sich auf 5,89 Mrd. US-Dollar bzw. 56 Cents pro Aktie, nach einem Verlust von 7,65 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Dabei war das Vorjahresergebnis durch eine Goodwill-Abschreibung in Höhe von 10,4 Mrd. US-Dollar belastet. Der Umsatz erhöhte sich von 26,70 Mrd. US-Dollar auf 28,45 Mrd. US-Dollar. Das Papier legte bis Handelsende 3,0 Prozent zu.
Coca-Cola (Coca-Cola) erzielte im dritten Quartal dank einer Nachfragesteigerung in Nordamerika und im internationalen Geschäft eine Gewinnverbesserung. Der Umsatz stieg um 45 Prozent auf 12,25 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn erhöhte sich von 2,06 Mrd. US-Dollar auf nun 2,22 Mrd. US-Dollar bzw. 95 Cents je Aktie. Auf vergleichbarer Basis betrug das EPS 1,03 US-Dollar. Die Anteilsscheine des Softdrink-Herstellers notierten 0,4 Prozent im Minus.
Goldman Sachs (Goldman Sachs) rutschte im dritten Quartal überraschend deutlich in die Verlustzone. Der Umsatz sank im Berichtszeitraum auf 3,59 Mrd. US-Dollar, nach 8,90 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Dabei hatte man u. a. unter der Flaute im Investment Banking zu leiden. Unterm Strich wurde beim Nettoergebnis ein Verlust von 393 Mio. US-Dollar bzw. 84 Cents je Aktie ausgewiesen, nach einem Nettogewinn von 1,90 Mrd. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Aktie verbesserte sich um 5,5 Prozent. Daneben ging es für State Street um 10,7 Prozent nach oben. Der Finanzdienstleister steigerte im dritten Quartal seinen Gewinn. Die Erwartungen der Analysten wurden übertroffen.
Der Pharmakonzern Forest Laboratories erzielte im zweiten Quartal einen Umsatz in Höhe von 1,13 Mrd. US-Dollar (+9,0 Prozent). Beim Nettogewinn wurde ein Rückgang auf 249,8 Mio. US-Dollar bzw. 91Cents je Aktie ausgewiesen, nach einem Nettogewinn von 286,1 Mio. US-Dollar bzw. einem EPS von 1,00 US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Unter anderem hatten höhere Ausgaben für Forschung & Entwicklung das Ergebnis im Berichtszeitraum belastet. Die Aktie von Forest Laboratories verlor abschließend 2,1 Prozent an Wert.
Aktien der UnitedHealth Group büßten 2,7 Prozent ein, nachdem der Krankenversicherer im dritten Quartal einen Gewinn auf Vorjahresniveau erzielt hat. Die Erwartungen wurden klar übertroffen. Zudem wurde die Jahresprognose angehoben. Johnson & Johnson (JohnsonJohnson) musste derweil im dritten Quartal einen geringeren Gewinn ausweisen. Auf bereinigter Basis wurden allerdings die Schätzungen der Analysten geschlagen. Zudem wurde die EPS-Prognose für das Gesamtjahr leicht erhöht. Die Papiere des Mischkonzerns legten 1,0 Prozent zu.
Indes überraschte die Omnicom Group mit ihren Zahlen zum dritten Quartal positiv. So wurden bei Umsatz und Gewinn die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Aktie des Werbekonzerns gab 1,0 Prozent ab. Papiere von Harley-Davidson büßten bis Handelsende 7,0 Prozent ein. Der Motorradhersteller steigerte im dritten Quartal seinen Umsatz und Gewinn. Gewinnseitig wurden die Erwartungen der Analysten übertroffen. Allerdings wurde die Prognose für die Bruttomarge im vierten Quartal etwas gesenkt.
Der Speicher- und Technologiekonzern EMC verbesserte im dritten Quartal seinen Gewinn. Der Umsatz lag mit 4,98 Mrd. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 4,21 Mrd. US-Dollar. Unterm Strich wurde beim Nettogewinn nach Anteilen Dritter ein Anstieg auf 605,6 Mio. US-Dollar bzw. 27 Cents je Aktie ausgewiesen, nach 472,5 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Um Einmaleffekte bereinigt lag der Gewinn bei 37 Cents je Aktie. Die Papiere verteuerten sich um 5,8 Prozent. (18.10.2011/ac/n/m)