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15.02.2012 22:13

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Wall Street-Schluss: US-Börsen schließen im Minus

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New York (aktiencheck.de AG) - Die Indizes an der Wall Street drehten nach der Veröffentlichung des FOMC-Sitzungsprotokolls endgültig ins Minus und schlossen den Handel mit Verlusten ab. Der Dow Jones gab unterm Strich 0,76 Prozent ab auf 12.780,95 Punkte. Der NASDAQ Composite notierte 0,55 Prozent leichter bei 2.915,83 Zählern, während der S&P 500 0,54 Prozent auf 1.343,23 Punkte verlor.

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat am Mittwoch das Sitzungsprotokoll der letzten Zusammenkunft des Offenmarktausschusses (FOMC) am 24. und 25. Januar 2012 veröffentlicht. In dieser Sitzung war beschlossen worden, bis mindestens zum Jahresende 2014 an den historisch niedrigen Leitzinsen festzuhalten. Wie aus dem Protokoll hervorgeht, zeigt sich die Fed offen für die Idee eines weiteren Ankaufs von Anleihen. Durch diesen Schritt soll der weiterhin nur moderaten Erholung Auftrieb verliehen werden. Jedoch waren sich die Ausschussmitglieder uneins in der Frage wann und ob ein solcher Schritt unternommen werden sollte. Einige Mitglieder waren der Ansicht, dass ein neues Rückkaufprogramm schnell beginnen sollte, da die Arbeitslosigkeit weiterhin hoch und die Inflation niedrig sei. Andere waren der Ansicht, dass dieser Schritt nur unternommen werden sollte, wenn sich die Wirtschaft weiter abschwäche oder die Inflation unter der Marke von 2 Prozent verharre. Des Weiteren teilte die Fed mit, dass die US-Industrieproduktion im Januar unverändert geblieben ist. So lag der Produktionsausstoß der Fabriken, Bergwerke und Energieversorger unverändert auf seinem Vormonatsniveau, während er im Dezember um revidiert 1,0 Prozent gestiegen war. Zudem schrumpfte die Kapazitätsauslastung der US-Industrie leicht auf 78,5 Prozent. Im Vormonat hatte die Auslastung bei revidiert 78,6 Prozent gelegen. Die Federal Reserve Bank of New York ermittelte für Februar 2012 erneut eine Verbesserung bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe des Distrikts New York. So erhöhte sich der Empire State Manufacturing Index auf +19,53 Punkte. Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 10. Februar 2012 einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge um 1,0 Prozent. Der National Association of Home Builders/Wells Fargo-Index (NAHB-Index) ist im Februar 2012 auf 29 Punkte angestiegen und lag damit über dem Vormonatswert von 25 Zählern.

Der Farbenhersteller Sherwin-Williams gab bekannt, dass er die Ausschüttung an seine Aktionäre um 6,8 Prozent von zuvor 36,5 Cents je Aktie auf nun 39 Cents je Aktie anheben wird. Diese Erhöhung wird Mehrkosten in Höhe von rund 10,4 Mio. US-Dollar pro Jahr verursachen. Sherwin-Williams hat seine Quartalsdividende damit im 34sten Jahr in Folge gesteigert. Die Aktie ging mit einem Minus von 0,6 Prozent aus dem Handel.

Das Board of Directors von Foot Locker hat eine Erhöhung der Quartalsdividende um 9 Prozent auf 18 Cents je Aktie beschlossen. Außerdem wurde der Konzern zum Rückkauf eigener Aktien im Gesamtwert von bis zu 400 Mio. US-Dollar ermächtigt. Dabei wurde ein früheres Aktienrückkaufprogramm des Konzerns im Gesamtvolumen von bis zu 250 Mio. US-Dollar abgelöst. Die Aktie gewann bis Handelsende 0,5 Prozent an Wert.

Der Nahrungsmittelkonzern Kellogg hat seine Marktposition durch einen milliardenschweren Zukauf verstärkt. Demnach wurde ein Abkommen zur Übernahme der Konzernsparte Pringles des Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble (ProcterGamble) geschlossen. Pringles erwirtschaftet jährliche Umsatzerlöse von rund 1,5 Mrd. US-Dollar. Die Übernahme lässt sich Kellogg insgesamt 2,695 Mrd. US-Dollar kosten. Während Aktien von Kellogg um 5,1 Prozent gewannen, notierten Papiere von Procter & Gamble 0,1 Prozent fester.

Deere (DeereCo (John Deere)) konnte im ersten Quartal angesichts eines starken Umsatzwachstums einen deutlich höheren Gewinn erzielen. Dabei profitierte der Konzern von einer kräftigen Nachfrage nach seinen Produkten. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Der Nettogewinn belief sich auf 532,9 Mio. US-Dollar bzw. 1,30 US-Dollar pro Aktie, gegenüber 513,7 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Der Umsatz nahm im Berichtszeitraum um 11 Prozent auf 6,77 Mrd. US-Dollar zu. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,24 US-Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 6,50 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Die Aktie verlor abschließend 5,4 Prozent.

Papiere von Henry Schein lagen zu Handelsschluss minimal unter ihren Vortageswert. Das Handelsunternehmen für pharmazeutische Produkte und Medizintechnik konnte im vierten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten. Auch der Umsatz erhöhte sich deutlich. Die Schätzungen der Analysten wurden geschlagen. Anteile von Abercrombie & Fitch (AbercrombieFitch) kletterten um knapp 8,4 Prozent, obwohl der Modekonzern im vierten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang ausweisen musste. Auf um Einmaleffekte bereinigter Basis wurden aber die Schätzungen der Analysten erreicht.

Der Kabelnetzbetreiber Comcast hat seinen Gewinn im vierten Quartal erhöht. Dabei profitierte er vor allem von starken Zuwächsen im Video- und Internet-Geschäft. Zudem kündigte der Konzern ein Aktienrückkaufprogramm und eine Dividendenerhöhung an. Die Aktie verbesserte sich um 4,7 Prozent.

Anteile von Dr Pepper Snapple (Dr Pepper Snapple Group) rückten 2,1Prozent vor. Der Softdrink-Hersteller steigerte im vierten Quartal seinen Gewinn deutlich. Zurückzuführen war dies auf Preiserhöhungen. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Für Papiere von Dean Foods ging es abschließend 10,4 Prozent nach oben. Der Lebensmittelhersteller konnte im vierten Quartal 2011 ihren Verlust reduzieren und übertraf auf bereinigter Basis die Erwartungen der Analysten. Anteilsscheine von Penske Automotive (Penske Automotive Group) gaben daneben 4,8 Prozent ab. Der Automobilhändler erzielte im vierten Quartal einen Umsatz- und Ergebnisanstieg und konnte damit die Analystenprognose schlagen. (15.02.2012/ac/n/m)

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