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17.12.2010 22:16

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Wall Street Schluss: US-Börsen schließen kaum verändert, Oracle nach Zahlen gefragt

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New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street präsentierte sich am letzten Handelstag der Woche bei ruhigem Handel uneinheitlich. Auch einige positive Quartalszahlen konnten keine entscheidenden Impulse liefern, so dass die Indizes letztlich nahe ihrer Vortagesstände schlossen. Der Dow Jones verliert derzeit 0,20 Prozent auf 11.477 Punkte. Der S&P 500 notiert praktisch unverändert bei 1.243 Zählern. Dagegen legt der NASDAQ Composite 0,31 Prozent auf 2.645 Punkte zu.

US-Präsident Barack Obama hat selbst gegen den Willen vieler Demokraten sein Steuerpaket auf den Weg gebracht, das für alle Bürger Erleichterungen mit einem Gesamtvolumen von 858 Mrd. Dollar vorsieht. Nach dem Senat hat nun auch das Repräsentantenhaus das mit den Republikanern ausgehandelte Kompromisspaket abschließend gebilligt. Die zum Jahresende auslaufenden Steuererleichterungen für alle Einkommensgruppen bleiben damit bestehen. Ferner wird die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld verlängert und die Beiträge zur Rentenversicherung werden reduziert.

Indes ermittelte der Branchenverband Semiconductor Equipment and Materials International (SEMI) für November 2010 einen Rückgang der Book-to-Bill-Ratio bei den Ausrüstern der Halbleiterindustrie in Nordamerika. Nach vorläufigen Angaben verringerte sich das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz (Book-to-Bill-Ratio) auf 0,96, nach 0,98 im Vormonat. Damit wurde die Parität erneut verfehlt.

Darüber hinaus wurden die US-Frühindikatoren für November veröffentlicht. Wie das private Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board mitteilte, erhöhte sich die wirtschaftliche Aktivität auf Monatssicht um 1,1 Prozent, während Volkswirte sogar ein Plus von 1,2 Prozent prognostiziert hatten. Für den Vormonat wurde ein revidierter Anstieg um 0,4 (vorläufig: 0,5) Prozent ermittelt.

Bereits gestern nach Börsenschluss wurden einige wichtige Quartalszahlen bekannt gegeben. Oracle konnte im zweiten Fiskalquartal 2010/2011 einen Umsatzanstieg um 47 Prozent erzielen und damit die Erwartungen übertreffen. Die Gewinnerwartungen konnten mit einem deutlichen Ergebnisanstieg ebenfalls klar geschlagen werden. So belief sich der Nettogewinn auf 1,87 Mrd. Dollar bzw. 37 Cents je Aktie, nach 1,46 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Einmaleffekte lag das Ergebnis bei 51 Cents je Aktie und übertraf damit die Analystenschätzungen von 46 Cents je Aktie. Das Papier rückte daraufhin um knapp 4 Prozent vor.

Ferner konnte auch der BlackBerry-Hersteller Research In Motion mit seinen Zahlen zum dritten Fiskalquartal 2010/2011 überzeugen und die Gewinnerwartungen übertreffen. Der Nettogewinn verbesserte sich von 628,37 Mio. Dollar auf nun 911,11 Mio. Dollar bzw. 1,74 Dollar je Aktie. Der Umsatz kletterte um 40 Prozent auf 5,49 Mrd. Dollar. Während des abgelaufenen Quartals lieferte der Konzern rund 14,2 Millionen Geräte (+40 Prozent) aus. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,64 Dollar je Aktie und einem Umsatz von 5,40 Mrd. Dollar ausgegangen. Der Titel verbesserte sich um knapp 2 Prozent.

Einen Sprung um gut 8 Prozent nach oben machte die Aktie von Take-Two Interactive Software Inc. . Der Computerspiele-Produzent hat im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 die Erwartungen der Analysten klar übertroffen. Dank guter Verkäufe des Basketball-Spiels "NBA 2K11" stiegen die Umsatzerlöse um 32 Prozent von 282,5 auf 373,7 Mio. Dollar. Der Nettogewinn belief sich auf 53,8 Mio. Dollar bzw. 58 Cents je Aktie, nach einem Verlust von 23,5 Mio. Dollar bzw. 30 Cents je Aktie. Analysten hatten im Vorfeld einen Gewinn von 31 Cents je Aktie bei Erlösen von 373,7 Mio. Dollar erwartet.

Heute standen zudem die Aktien von Procter & Gamble (ProcterGamble) im Blick. Der Konsumgüterkonzern bestätigte bereits gestern seinen Ausblick für das zweite Quartal und das laufende Geschäftsjahr. Den Angaben zufolge rechnet der Konzern für das zweite Quartal weiterhin mit einem Gewinn im fortgeführten Geschäft von 1,05 bis 1,11 Dollar pro Aktie. Im Geschäftsjahr zum 30. Juni 2011 soll das Ergebnis aus dem laufenden Geschäft weiterhin bei 3,91 bis 4,01 Dollar je Aktie liegen. Analysten sehen hier ein EPS-Ergebnis von 1,10 Dollar bzw. 3,98 Dollar. Bei Umsatz geht der Konzern für das laufende Geschäftsjahr von einem organischen Wachstum von 4 bis 6 Prozent aus. Der Anteilsschein legte um 0,5 Prozent zu.

Der US-Telekommunikationskonzern AT&T Inc. (AT&T) hat eine Dividendenerhöhung und ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Demnach soll die Quartalsdividende von bislang 42 Cents je Aktie um 2,4 Prozent auf nunmehr 43 Cents je Aktie angehoben werden. Die jährliche Ausschüttung steigt durch diese Anhebung auf 1,72 Dollar je Aktie. Zum aktuellen Kurs errechnet sich daraus eine Dividendenrendite von 5,9 Prozent. Darüber hinaus hat das Board of Directors ein Programm zum Rückkauf von bis zu 300 Millionen eigenen Aktien genehmigt. Zum aktuellen Aktienkurs beläuft sich das Volumen des Rückkaufprogramms auf circa 8,76 Mrd. Dollar oder rund 5 Prozent der ausstehenden Aktien. Die Aktie von AT&T schloss mit marginalen Abschlägen.

Das Abfüllunternehmen Coca-Cola Enterprises hat seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bekräftigt. So rechnet der Konzern für 2010 weiterhin mit einem EPS von 1,74 bis 1,78 Dollar. Hierin ist ein negativer Währungseffekt enthalten, der das Ergebnis um 10 Cents pro Aktie im Gesamtjahr schmälert. Die durchschnittliche Marktschätzung sieht einen Gewinn von 1,79 Dollar pro Aktie vor. Die Aktie gewinnt 0,8 Prozent an Wert. Indes hat die Private-Equity-Gesellschaft Blackstone Group (The Blackstone Group LP) einem Pressebericht zufolge Verbindlichkeiten in Höhe von 7 Mrd. Dollar refinanziert. Der Titel verbilligte sich um 0,5 Prozent.

Schließlich gab es heute Nachrichten von der Akquisitionsfront. Die Bank of Montreal wird Marshall & Ilsley (MarshallIlsley), die größte Bank in Wisconsin, für insgesamt 4,1 Mrd. US-Dollar in Form eines Aktientauschs übernehmen. Dabei erhalten Marshall & Ilsley-Aktionäre im Rahmen der Transaktion für jeden ihrer Anteilsscheine 0,1257 Aktien der Bank of Montreal. Auf Basis des gestrigen Schlusskurses der Bank of Montreal-Aktie an der TSX wird jeder Anteilsschein von Marshall & Ilsley mit 7,75 US-Dollar bewertet. Im Zusammenhang der Übernahme plant die Bank of Montreal eine Kapitalerhöhung im Volumen von rund 800 Mio. Kanadischen Dollar (CAD). Während Bank of Montreal um rund 7 Prozent abrutschten, schossen Marshall & Isley um 18 Prozent nach oben. (17.12.2010/ac/n/m)

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