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22.09.2010 22:16

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Wall Street Schluss: US-Börsen schließen mit leichten Einbußen, Adobe Systems brechen ein

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New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen rutschten nach freundlichem Start ins Minus, konnten sich im weiteren Verlauf aber stabilisieren. Lediglich im Technologiesektor waren nach einem schwachen Ausblick von Adobe etwas deutlichere Abschläge zu verzeichnen. Belastend wirkten sich auch Aussagen der US-Notenbank aus, die gestern die Sorgen vor deflationären Tendenzen zum Ausdruck gebracht hatte. Der Dow Jones Industrial Average schloss mit einem Minus von 0,20 Prozent bei 10.739,31 Punkte. Der S&P 500 gab um 0,48 Prozent auf 1.134,28 Zähler nach. Der NASDAQ Composite verbuchte ein Minus von 0,63 Prozent auf 2.334,55 Punkte.

Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 17. September einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge. So verringerte sich der entsprechende Index um 1,4 Prozent. Im Einzelnen sank der Subindex zur Refinanzierung bestehender Kredite um 0,9 Prozent, wogegen der Teilindex der Neuanträge zum Kauf von Häusern um 3,3 Prozent zurückging.

Daneben veröffentlichte die Energy Information Administration (EIA) für die Woche zum 17. September 2010 einen Anstieg der Öllagerbestände. Demnach wiesen die Rohöllagerbestände ein Plus von 1 Million Barrel aus. Bei den Mitteldestillaten wie Diesel wurde ein Anstieg von 0,3 Millionen Barrel bei den Lagerbeständen verzeichnet. Bei Benzin wurde ein Plus von 1,6 Millionen Barrel ausgewiesen.

Aktien von Adobe Systems brachen um 19 Prozent ein. Der Softwarekonzern veröffentlichte gestern nach Börsenschluss die Zahlen zum dritten Geschäftsquartal. Unternehmensangaben zufolge wurde ein Umsatz von 990,3 Mio. Dollar erwirtschaftet, der um 42 Prozent über dem Vorjahreswert lag. Der Nettogewinn erhöhte sich auf 230,1 Mio. Dollar bzw. 44 Cents je Aktie, nachdem der Konzern im Vorjahresquartal einen Nettogewinn von 136 Mio. Dollar bzw. 26 Cents je Aktie erzielt hatte. Ohne Berücksichtigung von Sondereffekten lag das Nettoergebnis bei 54 Cents je Aktie. Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 49 Cents sowie einen Umsatz von 985,9 Mio. Dollar prognostiziert. Der Unternehmensausblick enttäuschte indes. Adobe Systems stellt für das vierte Quartal einen Umsatz zwischen 950 Mio. Dollar und 1 Mrd. Dollar sowie ein bereinigtes EPS zwischen 48 und 54 Cents in Aussicht. Darüber hinaus wurde die Adobe-Aktie von der Bank of America, Credit Suisse sowie der UBS herabgestuft.

Einem Pressebericht zufolge will der kanadische BlackBerry-Hersteller Research In Motion Ltd. (RIM) einen Tablet-PC mit neuer Software auf den Markt bringen. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, soll der Tablet-PC voraussichtlich den Namen "BlackPad" tragen und im November auf den Markt kommen. Das Gerät, das sich an Geschäftskunden richten wird, soll dem Bericht zufolge mit einer neuartigen Software ausgestattet werden, die von QNX Software Systems entwickelt wurde. Das Softwareunternehmen hatte RIM vor einigen Monaten von Harman International Industries Inc. übernommen. Die Aktie von Research In Motion verzeichnete einen Aufschlag von 1 Prozent. Das Verlagshaus New York Times (The New York Times) hat eine Gewinnprognose für das dritte Quartal 2010 veröffentlicht. Der Konzern rechnet mit einem um Sondereffekte bereinigten Ergebnis je Aktie zwischen 3 und 5 Cents bei einem Umsatzrückgang von 2 bis 3 Prozent. Die Analystenschätzung lautet derweil auf ein EPS von 4 Cents pro Aktie. Einschließlich verschiedener Sondereffekte geht das Unternehmen hingegen von einem Verlust aus dem fortgeführten Geschäft in Höhe von 5 bis 7 Cents je Aktie aus. Die New York Times-Aktie reagierte mit einem Minus von 6,5 Prozent.

Der Lebensmittelkonzern General Mills , der weltweit zweitgrößte Hersteller von Frühstückscerealien, meldete am heute, dass sein Gewinn im ersten Quartal um 12 Prozent gestiegen ist, was mit einer starken Nachfrage nach Cerealien und Snacks zusammenhängt. Die Erwartungen wurden geschlagen. Die Jahresprognose wurde indes bestätigt. Die Aktie von General Mills gewann daraufhin 2,7 Prozent.

Anteile von CarMax legten sogar um mehr als 8 Prozent zu. Der Gebrauchtwagenhändler konnte im zweiten Geschäftsquartal ein Gewinnwachstum von 103,0 Mio. Dollar bzw. 46 Cents je Aktie auf 107,9 Mio. Dollar bzw. 48 Cents je Aktie verzeichnen. Die Umsatzerlöse erhöhten sich um 13 Prozent auf 2,34 Mrd. Dollar. Analysten hatten zuvor nur ein EPS von 40 Cents sowie einen Umsatz von 2,26 Mrd. Dollar erwartet.

Papiere von Cintas gaben um knapp 2 Prozent nach. Der größte US-Hersteller von Uniformen meldete gestern nach Börsenschluss, dass sein Gewinn im ersten Quartal um gut 13 Prozent auf 61,3 Mio. Dollar bzw. 40 Cents pro Aktie gestiegen ist. Der Umsatz des Konzerns erhöhte sich im Berichtszeitraum um 3,6 Prozent auf 923,9 Mio. Dollar. Analysten waren im Vorfeld lediglich von einem Gewinn von 28 Cents pro Aktie bei einem Umsatz von 915 Mio. Dollar ausgegangen.

Der US-Pharmakonzern Abbott Laboratories hat den teilweisen Rückruf seiner Babynahrung Similac angekündigt, gleichzeitig aber die Gewinnprognose für das laufende Quartal und das Gesamtjahr bestätigt. Demnach wird man bestimmte Produktvarianten der Babynahrung Similac freiwillig vom Markt nehmen, weil man festgestellt hat, dass diese nicht die hohen Qualitätsstandards des Unternehmens erfüllen. Aufgrund des Rückrufs rechnet der Konzern mit einer Einmalbelastung im laufenden dritten Quartal. Dennoch hat Abbott seine Gewinnprognose bestätigt. Für das laufende dritte Quartal erwartet der Pharmakonzern weiterhin ein Ergebnis von 1,03 bis 1,05 Dollar je Aktie. Für das Gesamtjahr 2010 geht das Unternehmen unverändert von einem Gewinn zwischen 4,13 und 4,18 Dollar je Aktie aus. Die Abbott-Aktie schloss mit leichten Abschlägen von 0,3 Prozent. (22.09.2010/ac/n/m)

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