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30.09.2011 22:33

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Wall Street Schluss: US-Börsen schließen schwach, positive Konjunkturdaten verpuffen

Advanced Micro Devices (AMD) zu myNews hinzufügen Was ist das?


New York (aktiencheck.de AG) - Schwache Vorgaben aus Europa und Sorgen vor einer Wachstumsabschwächung in China drückten die Kurse in New York am letzten Handelstag der Woche deutlich ins Minus. Überraschend positiv ausgefallene Konjunkturdaten sorgten nur kurz für eine Stabilisierung. Der Dow Jones verlor 2,16 Prozent auf 10.913,38 Punkte, während der NASDAQ Composite um 2,63 Prozent auf 2.415,40 Zähler zurückfiel. Der S&P 500 gab um 2,50 Prozent auf 1.131,42 Punkte nach.

Die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager ermittelte heute für September 2011 einen überraschenden Anstieg beim saisonbereinigten Konjunktur-Index. So lag der Einkaufsmanager-Index bei 60,4 Punkten, nach 56,5 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Wert von 54,0 Punkten prognostiziert. Zudem hat sich die Stimmung der US-Verbraucher im September gegenüber dem Vormonat verbessert. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Michigan von heute. So kletterte der Gesamtindex auf revidiert 59,4 Punkte (vorläufig: 57,8 Punkte), nachdem im Vormonat nur ein Stand von 55,7 Punkten ausgewiesen worden war. Volkswirte waren zuvor von einem Wert von 57,5 Punkten ausgegangen.

Die saisonbereinigten persönlichen Einkommen sind nach Angaben des US-Handelsministeriums im August 2011 leicht gesunken, während die Ausgaben gewachsen sind. So reduzierten sich die persönlichen Einkommen um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonatsniveau, während im Vormonat ein Plus von revidiert 0,1 (vorläufig: +0,3) Prozent verbucht worden war. Ferner zogen die persönlichen Konsumausgaben um 0,2 Prozent an, während sie im Vormonat um 0,7 (vorläufig: +0,8) Prozent geklettert waren. Volkswirte hatten im Vorfeld Zuwächse von 0,1 Prozent bei den Einkommen und 0,2 Prozent bei den Konsumausgaben prognostiziert.

Die Aktie von Eastman Kodak Co. , die bereits in den letzten Tagen unter Druck gestanden hatte, brach heute nochmals um 54 Prozent auf nur noch 78 Cents ein. Einem Pressebericht zufolge könnte dem US-Fotokonzern die Insolvenz drohen. Das berichtete das "Wall Street Journal". Dem Artikel zufolge hat der angeschlagene Konzern eine Gruppe von Anwälten engagiert, die sich auf Restrukturierungen spezialisiert haben. Darunter ist auch Jones Day, ein Anwalt, der Unternehmen, die in finanziellen Schwierigkeiten stecken, bei einem Gang in die Insolvenz oder möglichen anderen Alternativen berät. Zuvor hatten in dieser Woche bereits Gerüchte über Liquiditätsprobleme am Markt kursiert, nachdem Eastman Kodak eine Kreditlinie über 160 Mio. US-Dollar in Anspruch genommen hatte.

Unter den Einzelwerten standen daneben auch die Titel von Micron Technology im Blick, nachdem der Speicherchip-Hersteller am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Geschäftsquartal 2010/11 vorgelegt hat. Dabei wurde aufgrund sinkender Margen ein Verlust ausgewiesen, womit auch die Analystenerwartungen verfehlt wurden. Der Nettoverlust belief sich auf 135 Mio. US-Dollar bzw. 14 Cents je Aktie, nach einem Nettogewinn von 342 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz ging von 2,49 Mrd. US-Dollar auf 2,14 Mrd. US-Dollar zurück. Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 1 Cent und einen Umsatz von 2,11 Mrd. US-Dollar erwartet. Die Aktie rutschte um 14,1 Prozent ab.

Auch Papiere von AMD (Advanced Micro Devices (AMD)) verzeichneten weitere Verluste und gaben um 4,3 Prozent nach. Der Hersteller von Mikroprozessoren hatte die Investorengemeinde am Mittwoch nach Börsenschluss mit einer Gewinn- und Umsatzwarnung schockiert. Daraufhin war das Papier bereits gestern um 13,7 Prozent eingebrochen.

Im Sinkflug befanden sich auch die Aktien der amerikanischen Fluggesellschaften. Hintergrund der deutlichen Einbußen im gesamten Sektor war die Angst vor einem erneuten Abrutschen der amerikanischen Wirtschaft in die Rezession. Im dritten Quartal verlor der NYSE Arca Airline Index, in dem die Aktien von 15 Fluggesellschaften enthalten sind, gut 27 Prozent an Wert und verzeichnete damit den ersten Quartalsverlust seit dem ersten Quartal 2009. Die Aktie der US Airways Group Inc. rutschte heute um 9,8 Prozent ab. Anteilscheine des Billigfliegers Southwest Airlines Co. gaben um 6,8 Prozent nach. Papiere von United Continental verloren 5,6 Prozent. (30.09.2011/ac/n/m)

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