New York (aktiencheck.de AG) - Angesichts der anhaltenden Schuldenkrise in Europa war die Stimmung an der Wall Street auch am Dienstag gedämpft. Die US-Indizes konnten sich zu Beginn zwar ein wenig von ihren Vortagesverlusten erholen, gingen letztlich aber mit leichten Abschlägen in den Feierabend. Der Dow Jones verlor 0,20 Prozent zu auf 12.356,21 Punkte. Der S&P 500 sank um 0,08 Prozent auf 1.316,28 Zähler. Der NASDAQ Composite gab um 0,46 Prozent auf 2.746,16 Punkte nach.
Was Konjunkturdaten angeht, war der Terminkalender heute relativ leer. Lediglich die Verkäufe neuer Häuser standen zur Veröffentlichung an. Demnach hat sich die saisonbereinigte Zahl der US-Verkäufe neuer Häuser im April 2011 erhöht. Wie das Commerce Department mitteilte, lag die Zahl im Berichtszeitraum bei 323.000 Häusern, während Volkswirte nur einen Wert von 300.000 erwartet hatten. Für den Vormonat war eine Zahl von revidiert 301.000 (vorläufig: 300.000) Häusern ermittelt worden.
AutoZone (AutoZone) rückten um 6,0 Prozent vor, nachdem der Konzern im dritten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten konnte. So lag der Umsatz mit 1,98 Mrd. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 1,82 Mrd. US-Dollar. Unter dem Strich wurde beim Nettogewinn ein Anstieg auf 227,4 Mio. US-Dollar bzw. 5,39 US-Dollar je Aktie ausgewiesen, nach 202,7 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor ein EPS von 4,99 US-Dollar bei einem Umsatz von 1,92 Mrd. US-Dollar erwartet.
Dagegen verschlechterten sich Medtronic um 0,9 Prozent. Der Medizintechnikhersteller musste für das vierte Quartal einen Gewinnrückgang vermelden. Zurückzuführen war dies vor allem auf Restrukturierungsbelastungen. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis verfehlt. Der Nettogewinn belief sich auf 776 Mio. US-Dollar bzw. 72 Cents pro Aktie, nach 954 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Auf bereinigter Basis lag der Gewinn bei 90 Cents (Vorjahr: 89 Cents) pro Aktie. Der Umsatz nahm um 2 Prozent auf 4,29 Mrd. US-Dollar zu. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 93 Cents pro Aktie und Erlösen in Höhe von 4,29 Mrd. US-Dollar ausgegangen.
Die Aktie von Deere & Co. (DeereCo (John Deere)) legte um 0,5 Prozent zu. Der Landmaschinenhersteller hat eine Dividendenerhöhung angekündigt. Die Quartalsdividende steigt von bislang 35 Cents je Aktie um 17 Prozent auf nunmehr 41 Cents je Aktie. Dies ist bereits die neunte Dividendenerhöhung seit 2004.
Papiere von Sears Holdings Corp. verloren 2,5 Prozent. Die Ratingagentur Standard & Poor's hat ihre Einschätzung für den amerikanischen Einzelhandelskonzern abgesenkt. Demnach wurde das Kreditrating von BB- auf B+ gesenkt. Anleihen des Betreibers der Sears-Kaufhäuser und der Kmart-Discountgeschäfte werden damit als spekulativ eingestuft. Der Ausblick ist negativ. Als Gründe für die Rating-Abstufung nannte Standard & Poor's den intensiven Wettbewerb und eine schwache Konsumentennachfrage in einer labilen wirtschaftlichen Erholung. Vor diesem Hintergrund geht die Agentur davon aus, dass die Umsätze weiter unter Druck bleiben werden.
Die Aktie von Jackson Hewitt Tax Service Inc. brach um 65 Prozent ein. Das zweitgrößte Steuerberatungsunternehmen in den USA, hat Gläubigerschutz nach "Chapter 11" beantragt, nachdem man sich mit den Gläubigern über eine Restrukturierung geeinigt hatte. In seinem Antrag beim Konkursgericht in Wilmington wies Jackson Hewitt Vermögenswerte in Höhe von 388,6 Mio. US-Dollar sowie Verbindlichkeiten von 444,8 Mio. US-Dollar aus. Durch die Restrukturierung, über die man sich nach monatelangen Verhandlungen geeinigt hat, sollen der hohe Schuldenberg abgetragen und die Zinslast verringert werden. Die Aktien werden im Zuge des Konzernumbaus von der Börse genommen.
Aktien von Sanderson Farms gaben um 1,9 Prozent nach, nachdem der Lebensmittelhersteller im zweiten Quartal einen Verlust hinnehmen musste. Indes schießen die Papiere von GT Solar International um 11,1 Prozent nach oben, nachdem der Solartechnikkonzern im vierten Quartal mit einem deutlichen Ergebnisanstieg aufwarten konnte. Schließlich konnte der Restaurantbetreiber Cracker Barrel Old Country Store im dritten Quartal dank positiver Einmaleffekte einen Gewinnanstieg ausweisen. Allerdings wurden die Erwartungen der Analysten verfehlt. Der Anteilsschein bricht um 7,8 Prozent ein.
Der Energiekonzern El Paso Corp. verlautbarte, dass sein Board die Genehmigung für einen Plan erteilt hat, der die Aufspaltung des Konzerns in zwei separate, börsennotierte Gesellschaften bis Ende 2011 vorsieht. Zudem wurde der Ausblick für 2011 nach oben korrigiert. Die Aktie konnte vor diesem Hintergrund deutlich um 6,5 Prozent zulegen.
Bereits gestern nach Börsenschluss gab Avon Products bekannt, dass man Kimberly A. Ross zum Executive Vice President und CFO bestellt hat. Ross (46) ist derzeit noch Executive Vice President, CFO und Mitglied des Executive Board beim niederländische Einzelhandelskonzern Ahold . Die Aktie des Kosmetikkonzerns verbesserte sich um 0,9 Prozent. (24.05.2011/ac/n/m)