21.02.2012 22:20
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Wall Street Schluss: US-Börsen schließen uneinheitlich, Wal-Mart gibt nach Zahlen nach

New York (www.aktiencheck.de) - Nachdem sich die Indizes an der Wall Street am Freitag uneinheitlich in das verlängerte Wochenende verabschiedet hatten, präsentierten sie sich auch zum Auftakt der neuen Handelswoche unentschlossen. Das nunmehr beschlossene neue Hilfspaket für Griechenland konnte keine nachhaltigen Impulse liefern. Der Dow Jones , der im Verlauf erstmals seit Mai 2008 über die runde 13.000er-Marke geklettert war, schloss mit einem Plus von 0,12 Prozent bei 12.965,69 Punkten. Dagegen verlor der NASDAQ Composite 0,11 Prozent auf 2.948,57 Zähler. Für den S&P 500 ging es um 0,07 Prozent auf 1.362,21 Punkte nach oben.

Auf der Konjunkturseite ermittelte die Federal Reserve Bank of Chicago für Januar 2012 einen Rückgang beim National Activity Index gegenüber dem Vormonat. So hat sich der Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) auf +0,22 Punkte verschlechtert, nachdem für Dezember ein Wert von revidiert +0,54 Punkten ausgewiesen worden war. Im Drei-Monats-Durchschnitt, der monatliche Schwankungen ausgleicht, wurde beim CFNAI ein Wert von +0,14 Punkten ausgewiesen, nach revidiert +0,06 Zählern im Dezember.

Auf Unternehmensseite standen heute vor allem die beiden Einzelhändler Wal-Mart (Wal-Mart Stores) und Home Depot mit ihren jüngsten Zahlenwerken im Fokus der Börsianer. Der größte Einzelhändler der Welt gab bekannt, dass er im vierten Quartal einen geringeren Gewinn erzielt hat. Das Ergebnis aus dem laufenden Geschäft konnte indes gesteigert werden. Dabei profitierte der Konzern von einer positiven Entwicklung der vergleichbaren Umsätze, sowohl bei Walmart U.S. als auch bei Sam`s Club. Die Erwartungen wurden, bereinigt um Sondereffekte, jedoch knapp verfehlt. Die Aktie von Wal-Mart gab vor diesem Hintergrund 3,9 Prozent ab und war damit der größte Verlierer im Dow Jones. Dagegen meldete die weltgrößte Baumarktkette, dass ihr Gewinn im vierten Quartal angesichts von Kostensenkungen und eines soliden Umsatzwachstums deutlich gestiegen ist. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Papiere von Home Depot rückten um 0,5 Prozent vor.

Der weltgrößte Buchhändler Barnes & Noble (BarnesNoble) gab heute bekannt, dass er im dritten Quartal einen geringeren Gewinn ausweisen musste, was mit Sondereffekten zusammenhängt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Die Aktie rutschte nach positivem Auftakt ins Minus und verlor 4,5 Prozent. Daneben meldete mit Macy`s (Macys) ein weiteres Schwergewicht seine Quartalszahlen. Die Kaufhauskette, die auch die Bloomingdale`s-Geschäfte betreibt, konnte im vierten Quartal ihren Gewinn steigern und die Analystenprognose übertreffen. Auch der Lebensmittelkonzern Kraft Foods hat für das vierte Quartal einen Gewinnanstieg ausgewiesen. Während Anteilscheine von Macy`s um 1,2 Prozent anzogen, legten die von Kraft Foods um 1,4 Prozent zu.

Die Aktie des Ölserviceunternehmens Weatherford International brach um 13,7 Prozent ein. Wie das Unternehmen mitteilte, stieg der Umsatz im vierten Quartal nach vorläufigen Zahlen um 27 Prozent auf den neuen Rekordwert von 3,71 Mrd. US-Dollar. Der Vorsteuergewinn wurde mit 254 Mio. US-Dollar gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn belief sich auf 352 Mio. US-Dollar. Der Betriebsgewinn stieg von 294 Mio. US-Dollar im Vorjahr um 38 Prozent auf 405 Mio. Dollar. Ein Ergebnis je Aktie wurde nicht bekanntgegeben. Dabei stellte das Unternehmen die eigene Buchhaltungspraxis in Frage und kündigte eine Prüfung bereits vorgelegter Bilanzen an. Analysten hatten zuvor ein EPS von 33 Cents bei Umsatzerlösen von 3,58 Mrd. US-Dollar erwartet.

Die Aktie des US-Automobilzulieferers Genuine Parts verlor 2,8 Prozent. Im vierten Quartal lag der Umsatz mit 3,01 Mrd. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 2,81 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn lag mit 135,0 Mio. US-Dollar bzw. 86 Cents je Aktie über dem Vorjahreswert von 118,7 Mio. US-Dollar bzw. 75 Cents je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 83 Cents bei Umsatzerlösen von 3,05 Mrd. US-Dollar erwartet. Darüber hinaus kündigte das Unternehmen eine Dividendenerhöhung an. Das Board of Directors hat beschlossen, die Quartalsdividende von bislang 45 Cents je Aktie um 10 Prozent auf nunmehr 49,5 Cents je Aktie anzuheben. Die jährliche Ausschüttung steigt durch diese Anhebung auf 1,98 US-Dollar je Aktie. Zum aktuellen Kurs errechnet sich daraus eine Dividendenrendite von 3,1 Prozent.

Titel von RadioShack rutschten um 7,9 Prozent ab. Der drittgrößte US-Elektronikhändler meldete, dass sein Gewinn im vierten Quartal angesichts rückläufiger Bruttomargen drastisch gesunken ist. Dabei hatte der Konzern im Mobility-Bereich unter einem Trend hin zum Verkauf geringmargiger Smartphones und Mobilfunkgeräte zu leiden. Gleichzeitig ist der Anteil der Umsätze im Mobility-Bereich am Gesamtumsatz gestiegen. Die Erwartungen wurden jedoch erfüllt.

Darüber hinaus meldete der Einzelhandelskonzern Saks für das vierte Quartal einen Gewinnanstieg. Der Medizintechnikhersteller Medtronic erklärte, dass sein Gewinn im dritten Quartal leicht verbessert werden konnte. Während Saks um 3,5 Prozent zulegten, verbilligten sich Medtronic um 2,4 Prozent.

Eine interessante Nachricht gab es schließlich aus dem Pharmasektor. Demnach plant Pfizer offenbar einen teilweisen Börsengang ihrer Tiergesundheitsssparte. Laut einem Zeitungsbericht vom Wochenende wurden mit Banken bereits Gespräche über ein IPO geführt, bei dem im Herbst dieses Jahres bis zu 19,9 Prozent der Anteile der Sparte an die Börse gebracht werden sollen. Mit dem IPO wolle der weltgrößte Pharmahersteller rund 3 Mrd. US-Dollar erlösen, hieß es. Papiere von Pfizer gewannen 0,2 Prozent. (21.02.2012/ac/n/m)

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