New York (aktiencheck.de AG) - Die Hoffnung darauf, dass das griechische Parlament am Mittwoch das Sparpaket der Regierung durchwinken wird, sorgte an der Wall Street zum Wochenauftakt für freundliche Stimmung. Die Indizes gingen mit deutlichen Aufschlägen in den Feierabend. Der Dow Jones gewann 0,91 Prozent und schloss mit 12.043,56 Punkten wieder über der runden 12.000er-Marke. Der S&P 500 stieg um 0,92 Prozent auf 1.280,10 Zähler. Der NASDAQ Composite verbesserte sich um 1,33 Prozent auf 2.688,28 Punkte.
Die saisonbereinigten persönlichen Einkommen sind im Mai 2011 nach Angaben des US-Handelsministeriums leicht angewachsen. So erhöhten sich die persönlichen Einkommen um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonatsniveau, während im Vormonat ein Plus von revidiert 0,3 (vorläufig: 0,4) Prozent verbucht worden war. Ferner blieben die persönlichen Konsumausgaben unverändert, nachdem sie im Vormonat um 0,3 (vorläufig: 0,4) Prozent gestiegen waren. Volkswirte hatten im Vorfeld Zuwächse von 0,4 Prozent bei den Einkommen und 0,1 Prozent bei den Konsumausgaben prognostiziert.
Die Ratingagentur Moody's Investors Service hat ihr Rating für den amerikanischen Softwarekonzern Oracle Corp. angehoben. Wie die Agentur mitteilte, wird das Rating für langfristige Verbindlichkeiten von A2 auf A1 erhöht. Als Grund für die Heraufstufung nannte Moody's die gute Integration von Zukäufen und einen starken Cashflow. Die Ratingagentur teilte weiterhin mit, der Ausblick sei stabil. Die Aktie von Oracle gewann daraufhin 1,4 Prozent.
Die Aktie von Best Buy Co. Inc. gab hingegen um 3,6 Prozent nach. Die Ratingagentur Fitch hat ihre Einschätzung für die Kreditwürdigkeit des größten US-Elektronikhändlers um zwei Stufen gesenkt. So wurde die Kreditwürdigkeit des Konzerns von BBB+ auf BBB- gesenkt. Dies ist die niedrigste Bonitätsstufe, die noch als Investment-Grade gilt. Der Ausblick wurde mit stabil angegeben. Als Grund für die Abstufung nannte Fitch die schleppende Entwicklung bei den vergleichbaren Umsätzen sowie die im Vergleich mit Mitbewerbern schwache Geschäftsentwicklung.
Neuigkeiten gab es auch von der Akquisitionsfront. Stanley Black & Decker (Stanley BlackDecker) hat eine Übernahmeofferte für die schwedische Niscaya Group (Securitas Systems A b) in Höhe von 18,00 Schwedische Kronen (SEK) je Aktie unterbreitet, was einem Aufschlag von 24 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs der Aktie entspricht. Die Offerte bewertet den auf Sicherheits- und Überwachungstechnik spezialisierten Konzern mit insgesamt 7,6 Mrd. SEK (rund 1,2 Mrd. US-Dollar). Wie es heißt, habe das Board of Directors des schwedischen Konzerns das Übernahmeangebot den Aktionären einstimmig zur Annahme empfohlen. Im Zuge der Übernahme erwartet man neben Synergien in Höhe von 80 Mio. US-Dollar im ersten Jahr einen positiven Ergebnisbeitrag zum um Einmaleffekte bereinigten Konzernergebnis in Höhe von 20 Cents je Aktie. Im zweiten Jahr nach Abschluss der Übernahme erhofft sich der US-Konzern vor Einmaleffekten einen positiven Ergebnisbeitrag in Höhe von 45 Cents je Aktie. Die Aktie des Werkzeug- und Industriekonzerns rückte um 0,3 Prozent vor.
Ferner wird Dexia sein türkisches Lebensversicherungsgeschäft an MetLife verkaufen. Die Titel des größten Lebensversicherers in den USA legten um 0,9 Prozent zu. Schließlich hat S1 eine Vereinbarung zur Übernahme der in Israel ansässigen Fundtech geschlossen. Das Gesamtvolumen der Übernahmeofferte wurde auf rund 700 Mio. US-Dollar beziffert. Das Papier von S1 verlor nach anfänglichen Gewinnen 3,7 Prozent.
Libbey (Libbey) kletterten um 3,2 Prozent, nachdem das Unternehmen eine Veränderung an der Konzernspitze bekannt gegeben hat. So wurde Stephanie A. Streeter zum neuen CEO des auf Glasprodukte spezialisierten Herstellers ernannt. Streeter war zuvor unter anderem als CEO der Banta Corp. tätig und sitzt derzeit im Board of Directors des Reifenherstellers Goodyear (Goodyear TireRubber) und des Einzelhändlers Kohl`s . Sie tritt die Nachfolge von John F. Meier an, der bereits im Februar dieses Jahres angekündigt hatte, im Laufe des Jahres in den Ruhestand treten zu wollen. (27.06.2011/ac/n/m)