New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes schlossen den Freitagshandel ohne klare Richtung ab. Der Dow Jones gewann 0,01 Prozent auf 13.328,08 Zähler. Der NASDAQ Composite präsentierte sich mit einem Minus von 0,17 Prozent bei 3.044,11 Zählern, während der S&P 500 einen Abschlag von 0,24 Prozent auf 1.429,44 Punkte verzeichnete.
Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, haben sich die amerikanischen Erzeugerpreise im September 2012 mit abgebremstem Tempo erhöht. Binnen Monatsfrist zogen die Preise um 1,1 Prozent an. Bereinigt um die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel- und Energiepreise blieben die Preise in der Kernrate unverändert. Volkswirte hatten im Vorfeld Preissteigerungen um 0,8 bzw. 0,2 Prozent prognostiziert. Im August waren die Erzeugerpreise im Vormonatsvergleich um 1,7 Prozent gestiegen. Für die Kernrate war im August ein Anstieg von 0,2 Prozent verzeichnet worden. Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Oktober gegenüber dem Vormonat verbessert. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Michigan. So stieg der Gesamtindex auf 83,1 Punkte, nachdem im Vormonat noch ein Stand von 78,3 Punkten ermittelt worden war. Volkswirte hatten einen Wert von 78,5 Punkten erwartet.
Im Fokus standen heute die jüngsten Zahlenwerke zweier großer Kreditinstitute. Zunächst meldete die größte US-Bankgesellschaft JPMorgan (JPMorgan ChaseCo), dass ihr Gewinn im dritten Quartal gestiegen ist, was mit deutlich geringeren Rückstellungen für Kreditausfälle und einer starken Performance in allen Geschäftsbereichen zusammenhängt. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Daneben konnte der Konkurrent Wells Fargo (Wells FargoCo) im dritten Quartal 2012 dank eines starken Hypothekengeschäfts ein Rekordergebnis erzielen und ebenfalls die Erwartungen übertreffen. Während die Aktie von JPMorgan 1,2 Prozent verloren, verbilligten sich die von Wells Fargo um 2,7 Prozent.
Papiere von AMD (Advanced Micro Devices (AMD)) brachen um 14,1 Prozent ein. Das Unternehmen hat gestern nach Börsenschluss seine Umsatzprognose für das dritte Quartal nach unten revidiert. Demnach erwartet der weltweit zweitgrößte Chip-Hersteller gegenüber dem zweiten Quartal des laufenden Fiskaljahres einen Umsatzrückgang von rund 10 Prozent. Zuvor hatte AMD erklärt, dass die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorquartal voraussichtlich um 1 Prozent (plus oder minus 3 Prozent) sinken werden. Als Grund für die Kürzung der Umsatzprognose verwies AMD vor allem auf die schwächer als erwartete Nachfrage in sämtlichen Produktgruppen als Folge des schwierigen makroökonomischen Umfelds. Die Bruttomarge wird nun bei rund 31 Prozent (zuvor: 44 Prozent) erwartet. Analysten gehen für das dritte Quartal von einem Ergebnis pro Aktie von 1 Cent und einem Umsatz von 1,38 Mrd. US-Dollar aus. Der Konzern wird die Geschäftszahlen für das dritte Quartal am 18. Oktober 2012 vorlegen.
Indes will der Reinigungshersteller Ecolab das in Privatbesitz befindliche Spezialchemie-Unternehmen Champion Technologies erwerben. Konzernangaben zufolge hat die Übernahme ein Volumen von 2,2 Mrd. US-Dollar. Der Kaufpreis soll mittels einer Barzahlung in Höhe von 1,7 Mrd. US-Dollar zuzüglich der Ausgabe von acht Millionen Ecolab-Aktien erfolgen. Bis zum Ende dieses Jahres soll die Transaktion, die ab 2013 einen Ergebnisbeitrag leisten wird, abgeschlossen sein. Anteilsscheine von Ecolab stiegen um 4,1 Prozent.
Das amerikanische Internet-Medienunternehmen Travelzoo gab einige vorläufige Eckdaten für seine Geschäftsergebnisse für das dritte Quartal bekannt. Demnach sollen die Umsätze zwischen 35,0 und 35,5 Mio. US-Dollar liegen, nach 38,7 Mio. US-Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum. Beim Gewinn je Aktie geht man auf Unternehmensseite von einem Wert von 20 bis 22 Cents aus. Vor einem Jahr lag das EPS noch bei 28 Cents. Die Analystenschätzungen bewegen sich im Schnitt bei Umsätzen von 38,9 und einem EPS von 27 Cents. Die Travelzoo-Aktie schloss daraufhin im US-Handel 14,8 Prozent schwächer. Gleichzeitig gab der US-Fotokonzern Eastman Kodak bekannt, dass er nun bereit sei, mit wichtigen Gläubigern über einen Plan für eine Umstrukturierung der Schulden zu verhandeln. Auf Unternehmensseite rechnet man damit, in der ersten Jahreshälfte 2013, aus dem Gläubigerschutz nach Chapter 11 austreten zu können. Die Kodak-Aktie schoss aus diesem Grund 5,0 Prozent nach oben. (12.10.2012/ac/n/m)