15.11.2012 22:18
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Wall Street Schluss: US-Indizes geben weiter nach, Philly-Fed-Index belastet

New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes sind nach freundlichem Auftakt auch am Donnerstag mit leichten Einbußen in den Feierabend. Neben dem Zahlenwerk des Einzelhandelsgiganten Wal-Mart drückte insbesondere ein unerwartet schwacher Philadelphia-Fed-Index auf die Stimmung. Der Dow Jones verlor 0,23 Prozent auf 12.542,46 Punkte und beendete damit den siebten Handelstag in Serie im Minus. Der NASDAQ Composite gab um 0,35 Prozent auf 2.836,94 Zähler nach, während der S&P 500 einen Abschlag von 0,16 Prozent auf 1.353,33 Punkte verzeichnete.

Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 10. November 2012 verschlechtert. So erhöhte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gegenüber der Vorwoche um 78.000 auf 439.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 388.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 355.000 auf 361.000 nach oben korrigiert.

Dagegen ermittelte die Federal Reserve Bank of New York für Oktober 2012 eine Verbesserung bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe des Distrikts New York. So erhöhte sich der Empire State Manufacturing Index auf -5,2 Punkte, wogegen Volkswirte mit einem Rückgang auf -8,5 Zählern gerechnet hatten. Für den Vormonat war ein Wert von -6,2 Punkten gemeldet worden.

Schließlich sind die US-Verbraucherpreise im Oktober 2012 mit abgebremstem Tempo angewachsen. Demnach erhöhte sich der Verbraucherpreisindex gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent, während er im September noch um 0,6 Prozent geklettert war. Volkswirte hatten eine Preissteigerung um 0,1 Prozent prognostiziert. Die um die volatilen Nahrungsmittel- und Energiepreise bereinigte Kernrate lag um 0,2 Prozent über dem Vormonatsniveau, nachdem sie im September um 0,1 Prozent angestiegen war. Volkswirte waren hier von einem Plus von 0,1 Prozent ausgegangen.

Der an den US-Finanzmärkten viel beachtete Geschäftsklimaindex der Fed-Regional-Notenbank von Philadelphia hat sich im November 2012 deutlicher als erwartet verschlechtert. Demnach ist der Index von +5,7 Punkten im Vormonat auf nun -10,7 Punkte gesunken. Volkswirte waren im Vorfeld von einem Stand von 0,0 Punkten ausgegangen.

Bereits gestern nach Börsenschluss legte NetApp Zahlen vor. Der Technologiekonzern hat im zweiten Fiskalquartal 2012/2013 trotz höherer Umsätze einen Gewinnrückgang verzeichnet. Die Gewinnerwartungen wurden jedoch übertroffen. Zudem überzeugte der Ausblick. Darüber hinaus kündigte NetApp die Übernahme des nicht börsennotierten Speicherspezialisten CachelQ Inc. an. Finanzielle Details wurden nicht veröffentlicht. Weiterhin teilte der Konzern mit, dass das laufende Aktienrückkaufprogramm um 1,5 Mrd. US-Dollar ausgeweitet wird. Die NetApp-Aktie verbesserte sich um 11,2 Prozent und war damit der größte Gewinner im Technologieindex Nasdaq 100.

Ebenfalls gestern Abend meldete der Einzelhändler Williams-Sonoma seine Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal. Aufgrund überraschend hoher Umsätze konnten die Analystenerwartungen sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn übertroffen werden. Jedoch enttäuschte der Konzern beim Ausblick für das Gesamtjahr. Williams-Sonoma verloren 3,7 Prozent. Die Zoohandelskette PetSmart (PETsMART) gab ebenfalls nachbörslich die Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal bekannt. Dabei konnten sowohl die Analystenerwartungen beim Umsatz als auch beim Gewinn übertroffen werden. PetSmart gewannen 4,1 Prozent hinzu.

Heute zieht Wal-Mart (Wal-Mart Stores) die Aufmerksamkeit der Börsianer auf sich. Der weltgrößte Einzelhändler gab bekannt, dass sie im dritten Quartal angesichts eines leichten Umsatzwachstums einen höheren Gewinn erzielt hat. Die Erwartungen wurden damit knapp geschlagen. Dabei profitierte der Konzern von einer soliden Entwicklung der vergleichbaren Umsätze, jedoch blieb das US-Geschäft hinter den Marktschätzungen zurück. Die Jahresplanung wurde indes konkretisiert. Aktien von Wal-Mart büßten vor diesem Hintergrund 3,7 Prozent ein.

Daneben erklärte der Medienkonzern Viacom (Viaco b), dass sich sein Gewinn im vierten Quartal erhöht hat, was mit Kostensenkungen zusammenhängt. Die Erwartungen konnten auf bereinigter Basis geschlagen werden. Der Umsatz ging jedoch klar zurück, was auf eine deutlich schwächere Entwicklung im Bereich Filmed Entertainment zurückzuführen ist. Viacom rückten um 2,6 Prozent vor.

Papiere von GameStop (Gamestop a) konnten gegen den Markt um 4,3 Prozent zulegen. Der größte Videospiele-Händler in den USA meldete, dass er im dritten Quartal einen Verlust ausweisen musste, was vor allem auf eine hohe Goodwill-Abschreibung zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden jedoch auf bereinigter Basis geschlagen. Zudem wurde die Jahresprognose bestätigt.

Target , der zweitgrößte Discount-Händler in den USA, konnte im dritten Quartal die Analystenschätzungen auf bereinigter Basis übertreffen. Insgesamt zeigte sich der Konzern mit dem Ergebnis äußerst zufrieden und verwies dabei auf die starke operative Entwicklung in allen Segmenten. Indes konnte der Einzelhandelskonzern Children`s Place (Childrens Place Retail Stores) im dritten Quartal dank höherer Umsatzerlöse einen Gewinnanstieg ausweisen und dabei auf bereinigter Basis die Analystenschätzungen erfüllen. Profitieren konnte der Einzelhandelskonzern vor allem von der starken Entwicklung im Online-Segment. Im Anschluss wurde jedoch die Jahresprognose gesenkt. Während Target um 1,8 Prozent stiegen, brachen Children`s Place um 14,2 Prozent ein.

Der Einzelhandelskonzern Ross Stores präsentierte die Geschäftszahlen für das dritte Quartal. Dabei konnte der Konzern die Markterwartungen erfüllen. Neben höheren Umsatzerlösen profitierte der Konzern auch von Kostensenkungsmaßnahmen. Zudem konnten die Margen weiter verbessert werden. Die Einzelhandelskette Stage Stores meldete, dass sie ihren Verlust im dritten Quartal reduzieren konnte, was mit einem Anstieg der vergleichbaren Umsätze, verbesserten Margen und Kostensenkungen zusammenhängt. Damit wurden die Erwartungen geschlagen. Zudem wurde die Jahresplanung angehoben. Während Ross Stores 1,4 Prozent verloren, verbilligten sich Stage Stores um 1,0 Prozent.

Zu guter Letzt gab es noch eine wichtige Personalie bei McDonald`s (McDonalds). So hat die Schnellrestaurantkette eine Veränderung an der Spitze ihrer US-Sparte angekündigt. Demnach wurde Jeff Stratton, derzeit Global Chief Restaurant Officer, mit Wirkung zum 1. Dezember zum neuen Preisident von McDonald´s USA ernannt. Stratton tritt dabei die Nachfolge von Jan Fields an, die nach 35 Jahren aus dem Unternehmen ausscheidet. Titel des weltgrößten Fastfood-Konzerns gaben 0,7 Prozent ab. (15.11.2012/ac/n/m)

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17.01.2017McDonalds neutralMorgan Stanley
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