New York (aktiencheck.de AG) - Nach den deutlichen Abschlägen des Vortags verzeichneten die amerikanischen Börsen zum Wochenausklang weitere Abschläge, konnten sich von ihren Tagestiefs aber deutlich entfernen. Der Dow Jones Industrial Average schloss mit einem Minus von 0,56 Prozent bei 10.213,62 Punkten. Der S&P 500 verlor 0,37 Prozent auf 1.071,69 Zähler. Der NASDAQ Composite ging sogar mit einem minimalen Plus von 0,04 Prozent bei 2.179,76 Punkten aus dem Handel.
Im Blickpunkt der Anleger standen die jüngsten Zahlen der Computerkonzerne Dell und Hewlett-Packard , die beide gestern nach Börsenschluss ihre Ergebnisse veröffentlicht haben. Dabei konnte Dell, der drittgrößte PC-Hersteller der Welt, im zweiten Quartal deutliche Zugewinne bei Umsatz und Gewinn erzielen und die Erwartungen der Analysten jeweils übertreffen. Zudem wurde der Ausblick bestätigt. Die Aktie von Dell verzeichnete ein leichtes Plus von 0,3 Prozent.
Indes konnte HP im dritten Fiskalquartal ebenfalls Umsatz und Gewinn steigern, wobei die Ergebniserwartungen erfüllt wurden. Darüber hinaus wurde die Planung für das vierte Quartal bzw. für das Gesamtjahr bekräftigt. Die HP-Aktie gab gut 2 Prozent ab.
Der US-Halbleiterhersteller Marvell Technology Group Ltd. meldete am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das zweite Quartal. Der Umsatz stieg auf 896,5 Mio. Dollar, nach 640,6 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Dies entspricht einem Anstieg um 40 Prozent. Der Nettogewinn belief sich auf 219,8 Mio. Dollar oder 33 Cents je Aktie, nach 58,5 Mio. Dollar bzw. 9 Cents je Aktie im Vorjahr. Auf bereinigter Basis wurde ein EPS von 40 Cents erzielt. Analysten hatten im Vorfeld einen Umsatz von 906,6 Mio. Dollar und ein EPS von 40 Cents prognostiziert. Darüber hinaus kündigte das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm an. Demnach sollen eigene Anteilscheine im Wert von bis zu 500 Mio. Dollar zurückgekauft werden. Die Marvell-Aktie verbesserte sich gegen den Trend um mehr als 8 Prozent.
Papiere von Tyco International Ltd. gewannen mehr als 5 Prozent. Die Aktie des Mischkonzerns wird am kommenden Donnerstag in den Aktienindex S&P 500 aufgenommen und ersetzt dort die Papiere von Smith International Inc. . Die Übernahme des Ölfeld-Servicedienstleisters durch den größeren Konkurrenten Schlumberger N.V. (Ltd.) soll an diesem Tag abgeschlossen werden. Die Aktien von Smith International und Schlumberger verloren jeweils gut 2 Prozent.
Die Aktie von Salesforce.com Inc. (Salesforcecom) machte einen Sprung um über 17 Prozent nach oben. Der Technologiekonzern konnte im zweiten Quartal die Erwartungen übertreffen. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 25 Prozent auf 394,4 Mio. Dollar. Das Einmaleffekte bereinigte EPS belief sich auf 29 Cents und lag damit zwei Cents über den Erwartungen. Überzeugend fiel vor allem der Ausblick aus: Während Analysten für das dritte Quartal ein EPS von 29 Cents und einen Umsatz von 393,8 Mio. Dollar prognostizieren, stellt das Unternehmen selbst stellt ein Ergebnis von 30 bis 31 Cents bei Erlösen zwischen 408 und 410 Mio. Dollar in Aussicht.
Ansonsten meldete gestern Gap nachbörslich seine Zahlen für das zweite Geschäftsquartal. Die Bekleidungskette hat dabei die Erwartungen der Analysten übertroffen. Zudem wurde der Ausblick bestätigt und ein 750 Mio. Dollar schweres Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Gap-Papiere verbilligten sich um 2 Prozent.
Schließlich gab der Schuhhändler Foot Locker eine Gewinnsteigerung für das zweite Geschäftsquartal bekannt. Dabei wurden die Analystenschätzungen geschlagen. Titel von Foot Locker verloren fast 5 Prozent.
Heute teilte der Nahrungsmittelhersteller Hormel Foods mit, dass er seinen Gewinn im dritten Geschäftsquartal dank eines starken Kühlkostgeschäfts klar verbessern konnte. Die Erwartungen der Analysten wurden damit in den Schatten gestellt. Zudem hat der Konzern seine Jahresprognose nach oben korrigiert. Vor diesem Hintergrund verzeichnete die Hormel-Aktie marginale Zugewinne von 0,2 Prozent.
Daneben verbuchte der Nahrungsmittelhersteller J.M. Smucker (J M Smucker) im ersten Quartal trotz eines Umsatzes auf Vorjahresniveau einen leichten Gewinnanstieg. Auf bereinigter Basis konnten die Erwartungen klar geschlagen werden. Am Ergebnisausblick wurde festgehalten, während man beim Umsatz ein leicht über der ursprünglichen Prognose liegendes Wachstum erwartet. Der Anteilsschein von J.M. Smucker verteuerte sich um 2,8 Prozent.
AnnTaylor Stores (AnnTaylor Stores) konnte im zweiten Quartal 2010 wieder ein positives Ergebnis erzielen. Die Erwartungen hat der Einzelhändler allerdings knapp verfehlt. Die Aktien gewannen dennoch rund 3 Prozent. (20.08.2010/ac/n/m)