04.12.2012 22:22
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Wall Street Schluss: US-Indizes schließen mit leichten Einbußen, Einigung im Haushaltsstreit nicht in Sicht

New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes haben am Dienstag nach einem relativ ruhigen Handel mit leichten Einbußen geschlossen. Wichtige Konjunkturdaten standen nicht an. Daher rückten wieder die Sorgen um die "fiskalische Klippe", also die Frage nach dem US-Haushalt, in den Vordergrund. Der Dow Jones verlor 0,11 Prozent auf 12.951,47 Punkte. Der NASDAQ Composite gab um 0,18 Prozent auf 2.996,69 Zähler nach, während der S&P 500 mit einem Abschlag von 0,17 Prozent bei 1.407,5 Punkten aus dem Handel ging.

Eine Einigung im US-Haushaltsstreit ist weiterhin nicht in Sicht. Die Demokraten haben einen Plan zum Schuldenabbau, den die Republikaner vorgelegt haben, abgelehnt. Der Haushaltsentwurf der Republikaner sieht Einsparungen von 2,2 Bio. US-Dollar innerhalb der kommenden zehn Jahre vor und enthält neben massiven Ausgabenkürzungen auch höhere Steuereinnahmen - jedoch keine höheren Steuersätze für Reiche, wie sie von der demokratischen Partei Präsident Obamas gefordert werden. Obama lehnte den Vorschlag der Republikaner daher als "unausgewogen" ab.

Im Blickpunkt standen Papiere von Baxter (Baxter International), die 0,9 Prozent nachgaben. Der Generika-Hersteller kündigte einen milliardenschweren Zukauf an. Demnach wurde eine Vereinbarung zur Übernahme der schwedischen Gambro AB geschlossen. Das nicht börsennotierte Unternehmen mit Sitz in Lund ist vor allem auf die Entwicklung und den Vertrieb von Dialyse-Produkten sowie auf Therapien für Patienten mit akuten oder chronischen Nierenleiden spezialisiert. Durch den Zukauf will Baxter seine Marktposition im internationalen Dialyse-Geschäft weiter ausbauen. Insgesamt lässt sich Baxter die Akquisition rund 4,0 Mrd. US-Dollar kosten.

Der US-Online-Video-Verleiher Netflix Inc. hat einen exklusiven Lizenzvertrag mit dem Medien- und Entertainment-Konzern Walt Disney Co. geschlossen. Demnach erhält Netflix ab 2016 die exklusiven Rechte an Neuproduktionen von Disney. Der mehrjährige Kooperationsvertrag umfasst auch bereits existierende Disney-Filme. Diese werden bereits ab dem kommenden Jahr für alle Netflix-Abonnenten zur Verfügung stehen. Die Aktie von Netflix machte daraufhin einen Sprung um 14,2 Prozent nach oben und war damit der größte Gewinner im Nasdaq 100. Papiere von Walt Disney gingen unverändert aus dem Handel.

Im Blick der Börsianer befand sich auch Big Lots . Der Einzelhändler gab bekannt, dass er im dritten Quartal einen Verlust nach einem Vorjahresgewinn erwirtschaftet hat. Dabei hatte der Konzern vor allem unter einer schwachen Umsatzentwicklung in den USA zu leiden. Die Erwartungen wurden jedoch geschlagen. Zudem wurde die Jahresplanung angehoben. Aktien von Big Lots gewannen 11,5 Prozent hinzu.

Daneben meldete die größte US-Autoteilekette AutoZone , dass sie ihren Gewinn im ersten Quartal gesteigert hat, was auf verbesserte Margen und ein solides Umsatzplus zurückzuführen ist. Zudem wurde die Akquisition des Online-Händlers AutoAnything angekündigt. AutoZone büßten 3,0 Prozent ein.

Indes präsentierte der Baukonzern Toll Brothers die Geschäftszahlen für das vierte Quartal. Dabei konnte das Unternehmen angesichts hoher steuerlicher Einmaleffekte mit einem deutlichen Gewinnanstieg aufwarten. Toll Brothers gaben um 1,8 Prozent nach.

Anteilsscheine von QUALCOMM schlossen mit einem kleinen Plus von 0,1 Prozent. Der japanische Technologiekonzern Sharp gab bekannt, dass er mit Pixtronix, einer Tochter des US-Spezialisten für Mobilfunktechnologie, ein Abkommen hinsichtlich der Entwicklung von Pixtronix MEMS-Displays geschlossen hat. Zudem haben Sharp und QUALCOMM eine Kapitalbeteiligung vereinbart. Dabei wird QUALCOMM bis zu 9,9 Mrd. Japanische Yen - umgerechnet 120 Mio. US-Dollar - in Sharp investieren.

Der Restaurantbetreiber Darden Restaurants hat seine Ergebnisprognose für das zweite Quartal konkretisiert und einen schwachen Ausblick für das laufende Fiskaljahr gegeben. Titel von Darden brachen vor diesem Hintergrund um 9,6 Prozent ein.

Zu guter Letzt gab es noch Neuigkeiten aus Kanada. Die Bank of Montreal , die viertgrößte Bankgesellschaft des Landes, teilte mit, dass sich ihr Gewinn im vierten Quartal deutlich erhöht hat. Dabei profitierte man einer starken Entwicklung im Bereich Wholesale Banking und geringeren Rückstellungen für Kreditausfälle. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Ebene geschlagen. Titel der Bank of Montreal zogen in New York um 0,5 Prozent an. (04.12.2012/ac/n/m)

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