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28.07.2010 22:20

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Wall Street Schluss: US-Indizes schließen nach Beige Book im Minus

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New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen haben ihre anfänglich nur leichten Einbußen nach der Veröffentlichung des Beige Book ein wenig ausgebaut und sind mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Dow Jones Industrial Average (ISIN US2605661048/ WKN 969420) verlor 0,38 Prozent auf 10.497,88 Zähler. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) büßte 0,69 Prozent auf 1.106,13 Zähler ein. Der Nasdaq Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) gab 1,04 Prozent auf 2.264,56 Punkte nach.

Am Abend veröffentlichte die US-Notenbank Federal Reserve das jüngste Beige Book, das deutlich pessimistischer ausfiel als der letzte Konjunkturbericht im Juni. Wie die Fed erklärte, nehme die Wirtschaftsaktivität insgesamt weiter zu, allerdings nicht mehr so robust wie bisher. In einigen Regionen habe sich das Wachstum in den vergangenen Wochen verlangsamt. Der Großteil der zwölf regionalen Notenbanken meldete weitere, wenn auch nur moderate, Verbesserungen in der wirtschaftlichen Aktivität. Zwei Notenbanken aus den Bezirken Cleveland und Kansas City meldeten ein konstantes Wachstum. Die regionalen Notenbanken von Atlanta und Chicago berichteten über ein deutlich verringertes Wachstum.

Auch die zuvor veröffentlichten Konjunkturdaten lagen unter den Erwartungen. Der US-Auftragseingang langlebiger Güter ist im Juni um 1,0 Prozent zurückgegangen, während Volkswirte eine Zunahme um 1,0 Prozent prognostiziert hatten. Die Auftragsentwicklung langlebiger Güter dient als Signal für die Investitionsneigung der Unternehmen. Am Abend wird noch das Beige Book, der Konjunkturbericht der regionalen Notenbanken veröffentlicht.

Der Flugzeughersteller Boeing (The Boeing) konnte im zweiten Quartal nicht das Vorjahresergebnis erreichen. Der Umsatz fiel deutlich um 9 Prozent auf 15,57 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn schrumpfte um 21 Prozent auf 787 Mio. Dollar bzw. 1,06 Dollar pro Aktie. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,01 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 16,13 Mrd. Dollar ausgegangen. Die Aktie verlor fast 2 Prozent ab.

Wie der Rüstungskonzern General Dynamics bekannt gab, konnte er im zweiten Quartal einen Umsatz- und Ergebnisanstieg ausweisen. Die Erlöse lagen mit 8,10 Mrd. Dollar leicht über dem Vorjahreswert. Der Nettogewinn konnte auf 648 Mio. Dollar bzw. 1,67 Dollar je Aktie verbessert werden, nachdem einem Überschuss von 618 Mio. Dollar bzw. 1,60 Dollar je Aktie im Vorjahr. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft lag bei 1,68 Dollar je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,61 Dollar sowie einen Umsatz von 8,33 Mrd. Dollar erwartet. Der Wert schloss praktisch unverändert.

Die Drugstore-Kette CVS Caremark hat im zweiten Quartal einen geringeren Umsatz und Gewinn ausgewiesen. Unternehmensangaben zufolge reduzierten sich die Umsatzerlöse um 3,5 Prozent auf 24,01 Mrd. Dollar. Der den Aktionären zuzurechnende Nettogewinn fiel um 7 Prozent auf 821 Mio. Dollar bzw. 60 Cents pro Aktie. Vor Einmaleffekten lag das EPS aus dem laufenden Geschäft bei 65 Cents. Analysten waren im Vorfeld von einem EPS von 68 Cents und einem Umsatz von 24,13 Mrd. Dollar ausgegangen. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde leicht gesenkt. Die Aktie verbessertet sich um 3 Prozent.

Wie der Mobilfunkbetreiber Sprint Nextel bekannt gab, hat sich sein Verlust im zweiten Quartal verdoppelt, was auf rückläufige Umsätze und Sonderbelastungen zurückzuführen ist. Der Nettoverlust belief sich demnach auf 760 Mio. Dollar bzw. 25 Cents pro Aktie. Vor Einmaleffekten lag der jüngste Verlust bei 15 Cents pro Aktie. Der Umsatz lag mit 8,03 Mrd. Dollar um rund 1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Analysten waren im Vorfeld von einem Verlust von 20 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 8,03 Mrd. Dollar ausgegangen. Anteilscheine Sprint Nextel legten zeitweise deutlich zu, schlossen aber knapp im Minus.

Anteile des Kabelnetzbetreibers Comcast verbesserten sich um gut 1 Prozent. Der Gewinn des Konzerns ist im zweiten Quartal gesunken, was vor allem auf Kosten in Zusammenhang mit der NBC Universal-Transaktion und steuerliche Einmalerträge im Vorjahr zurückzuführen ist. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen übertroffen. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 884 Mio. Dollar, nach 967 Mio. Dollar im Vorjahr. Vor Einmaleffekten lag der Gewinn bei 33 Cents pro Aktie. Der Umsatz kletterte um 6,1 Prozent auf 9,53 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 32 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 9,29 Mrd. Dollar ausgegangen.

Der Papier- und Forstproduktehersteller International Paper verbuchte im zweiten Quartal einen deutlichen Ergebnisanstieg beim bereinigten Konzernergebnis. Der Umsatz lag mit 6,12 Mrd. Dollar über dem Vorjahreswert von 5,80 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn nach Anteilen Dritter lag bei 93 Mio. Dollar, nach einem Nettogewinn von 136 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Um Einmaleffekte bereinigt lag der Gewinn je Aktie mit 42 Cents deutlich über dem Vorjahreswert von 20 Cents. Analysten hatten zuvor ein EPS von 41 Cents bei Umsatzerlösen von 6,19 Mrd. Dollar erwartet. International Paper rutschten um mehr als 5 Prozent ab.

Der nach Mitgliederzahlen größte Krankenversicherer in den USA, WellPoint , meldete, dass er im zweiten Quartal einen leichten Gewinnanstieg verbuchen konnte. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen geschlagen. Der Ausblick wurde erhöht. WellPoint verloren dennoch knapp 4 Prozent.

Die Aktie von Newmont Mining gab um knapp 1 Prozent nach. Die Umsatzerlöse des Goldminenbetreibers stiegen im abgelaufenen Quartal auf 2,15 Mrd. Dollar, nach 1,60 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn verbesserte sich deutlich auf 382 Mio. Dollar, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettogewinn von 162 Mio. Dollar ausgewiesen hatte. Bereinigt lag der Gewinn je Aktie bei 77 Cents. Analysten hatten zuvor ein EPS von 84 Cents bei Umsatzerlösen von 2,22 Mrd. Dollar erwartet.

Das Ergebnis von ConocoPhillips profitierte im zweiten Quartal von gestiegenen Verkaufspreisen und konnte die Analystenschätzungen übertreffen. Wie der drittgrößte US-Ölkonzern bekannt gab, erhöhte sich der Nettogewinn von 0,86 Mrd. Dollar auf 4,16 Mrd. Dollar. Bereinigt um Sondereffekte betrug der Gewinn je Aktie 1,67 (Vorjahr: 0,66) Dollar. Analysten hatten ein EPS von 1,56 Dollar erwartet. Weiteren Angaben zufolge veräußert ConocoPhillips rund 64,6 Millionen Anteile des russischen Ölkonzerns LUKoil Oil Company (LUKoil Oil Company (Spons ADRS)) für 3,44 Mrd. Dollar an LUKoil zurück. ConocoPhillips schlossen nahezu unverändert. (28.07.2010/ac/n/m)

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