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05.12.2012 22:15

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Wall Street-Schluss: Uneinheitlich, Citigroup im Fokus

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New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes gingen am Mittwoch angesichts gemischter Konjunkturdaten mit uneinheitlichen Tendenzen aus dem Handel. Im Blick standen zudem die anhaltenden Sorgen im Zusammenhang mit dem US-Haushaltsstreit. So sollen Demokraten einen Plan zum Schuldenabbau, den die Republikaner vorgelegt haben, abgelehnt haben. Der Dow Jones gewann 0,64 Prozent auf 13.034,41 Zähler. Der NASDAQ Composite präsentierte sich mit einem Minus von 0,77 Prozent bei 2.973,70 Zählern, während der S&P 500 einen Aufschlag von 0,16 Prozent auf 1.409,28 Punkte verzeichnete.

Die US-Beschäftigung hat sich nach Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) im November 2012 erneut deutlich erhöht, wobei der Zuwachs schwächer ausfiel als erwartet. So stieg die Beschäftigtenzahl im Privatsektor gegenüber dem Vormonat um 118.000, während Volkswirte ein Plus von 125.000 prognostiziert hatten. Hierbei wuchs die Zahl um 114.000 im Dienstleistungsbereich und um 4.000 im Produzierenden Gewerbe. Für Oktober war insgesamt ein revidierter Anstieg um 157.000 (vorläufig: 158.000) ermittelt worden. Indes hat sich die US-Produktivität im dritten Quartal 2012 nach Angaben des US-Arbeitsministeriums stärker erhöht als zunächst gemeldet. Demnach stieg die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vorquartal um revidiert 2,9 Prozent (vorläufig: +1,9 Prozent). Volkswirte hatten im Vorfeld einen Anstieg um 2,7 Prozent prognostiziert, wogegen im zweiten Quartal 2012 ein Plus von 1,9 Prozent ermittelt worden war. Die Lohnstückkosten fielen im Vorquartalsvergleich um revidiert 1,9 Prozent, nachdem zunächst lediglich ein Minus von 0,1 Prozent gemeldet worden war. Im Vorquartal waren die Lohnstückkosten um revidiert 0,5 Prozent (vorläufig: +1,7 Prozent) zurückgegangen. Schließlich ermittelte die Mortgage Bankers Association of America (MBA) für die Woche zum 30. November einen Anstieg bei der Zahl der Hypothekenanträge. So erhöhte sich der entsprechende Index gegenüber der vorangegangenen Woche um 4,5 Prozent. Die Geschäftsaktivitäten des Dienstleistungssektors haben sich im November 2012 im Vergleich zum Vormonat stärker entwickelt. So stieg der ISM-Service-Index auf 54,7 Zähler, nach 54,2 Zählern im Vormonat. Volkswirte hatten hingegen einen Rückgang auf 53,7 Punkte prognostiziert. Der Auftragseingang für Industriegüter ist im Oktober 2012 gestiegen. Demnach kletterte der US-Auftragseingang für Industriegüter um 0,8 Prozent, während Marktbeobachter hier ein Minus von 0,1 Prozent erwartet hatten. Für den Vormonat wurde hier ein Plus von revidiert 4,5 Prozent ausgewiesen. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren lag die Zahl der Bestellungen um 0,5 Prozent (vorläufig: unverändert) über dem Vormonatsniveau, gegenüber einem Anstieg um 9,1 Prozent im September.

Für Furore sorgte heute die Großbank Citigroup . Diese kündigte eine Reihe von Maßnahmen zur weiteren Reduzierung der Kosten sowie zur Steigerung der Produktivität an. Dies führe zu einer erhöhten Geschäftseffizienz, verschlankten Aktivitäten und einem optimierten Consumer Footprint. Dabei wird die Großbank im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen insgesamt mehr als 11.000 Arbeitsplätze weltweit abbauen. In diesem Zusammenhang werden für das vierte Quartal 2012 Sonderbelastungen in Höhe von ca. 1 Mrd. US-Dollar vor Steuern erwartet, während weitere rund 100 Mio. US-Dollar an Sonderbelastungen im ersten Halbjahr 2013 verbucht werden dürften. Insgesamt rechnet der Finanzkonzern für 2013 mit Kosteneinsparungen in Höhe von 900 Mio. US-Dollar, wobei ab 2014 jährliche Einsparungen in Höhe von mehr als 1,1 Mrd. US-Dollar erwartet werden. Indes geht man davon aus, durch die geplanten Kürzungen jährliche Umsatzeinbußen von weniger als 300 Mio. US-Dollar zu verzeichnen. Die Aktie der Citigroup legte 6,3 Prozent zu.

Im Fokus stand heute zudem Freeport-McMoRan (Freeport-McMoRan CopperGold). Der Minenbetreiber kündigte zwei milliardenschwere Akquisitionen an. Demnach wurde eine Vereinbarung zur Übernahme der McMoRan Exploration Co. geschlossen. Insgesamt lässt sich Freeport-McMoRan die Übernahme der noch nicht in seinem Besitz befindlichen McMoRan Exploration-Anteile rund 2,1 Mrd. US-Dollar kosten. Außerdem kündigte der Konzern die Übernahme des Öl- und Erdgaskonzerns Plains Exploration & Production Co. (Plains ExplorationProduction) an. Das Gesamtvolumen der Übernahme wurde auf rund 6,4 Mrd. US-Dollar in bar und eigenen Aktien beziffert. Durch die beiden Übernahmen will Freeport-McMoRan zu einem der führenden Rohstoff-Konzerne in Nordamerika aufsteigen und sein Portfolio weiter diversifizieren. Neben Kupfer- und Gold-Assets soll dabei auch das Öl- und Erdgasgeschäft künftig eine wichtige Rolle spielen. Titel von Freeport-McMoRan brachen vor diesem Hintergrund um 16 Prozent ein.

Daneben meldete Brown-Forman (Brown-Forman b), ein Hersteller alkoholischer Getränke, einen Gewinnanstieg für das zweite Quartal. Dabei konnten die Analystenschätzungen übertroffen werden. Insgesamt konnte sich der Konzern in einem schwieriger werdenden Marktumfeld gut behaupten. Gleichzeitig gelang es, die Margen weiter zu verbessern. Im Anschluss wurde außerdem die Gewinnprognose für das laufende Fiskaljahr angehoben. Aktien von Brown-Forman gaben 0,3 Prozent nach.

Papiere von Starbucks tendierten 0,7 Prozent leichter. Die Kaffeehauskette gab bekannt, dass sie beschlossen hat, ihre weltweiten Wachstumspläne bis 2017 zu beschleunigen. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, geht der Konzern davon aus, in der Americas-Region in den nächsten fünf Jahren mehr als 3.000 Filialen zu eröffnen. Tausende weitere Filialen sollen in diesem Zeitraum modernisiert werden. Daneben rechnet man für die Region China und Asien/Pazifik damit, dort bis Ende 2013 rund 4.000 Niederlassungen zu haben, darunter 1.000 in China, 1.000 in Japan, 500 in Korea sowie die erste Starbucks-Filiale in Vietnam. Dabei dürfte China in 2014 der größte Markt für Starbucks außerhalb der USA werden. Im Reich der Mitte befindet man sich den Angaben zufolge auf Kurs, bis 2015 insgesamt 1.500 Filialen in 70 Städten zu zählen.

Die Drugstore-Kette Walgreen musste für November 2012 einen klaren Rückgang bei den Same-Store Sales ausweisen. Auch im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres gingen die vergleichbaren Umsätze deutlich zurück. Titel von Walgreen verteuerten sich um 3,8 Prozent.

Zu guter Letzt konnte der Automobilhersteller Ford (Ford Motor) im November beim Absatz in China einen deutlichen Anstieg verzeichnen. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, wurden im Berichtszeitraum insgesamt 67.505 Fahrzeuge im Reich der Mitte verkauft, was zum Vorjahresmonat einem Plus von 56 Prozent entspricht. Dabei profitierte der Konzern von starken Verkaufszahlen beim Ford-Modell Focus. Für Ford-Aktien ging es um 4,1 Prozent nach oben. (05.12.2012/ac/n/m)

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