New York (www.aktiencheck.de) - Die US-Leitindizes mussten am Mittwoch mit uneinheitlichen Tendenzen aus dem Handel gehen. Dabei belasteten vor allem Unsicherheiten in Zusammenhang mit der Schuldenkrise in der Eurozone das Handelsgeschehen. Nach den zuletzt deutlichen Kursaufschlägen stieg außerdem die Bereitschaft zu Gewinnmitnahmen. Der Dow Jones gewann am Ende 0,05 Prozent auf 13.175,64 Zähler. Der NASDAQ Composite präsentierte sich mit einem Minus von 0,15 Prozent bei 3.011,25 Zählern, während der S&P 500 einen Aufschlag von 0,06 Prozent auf 1.402,22 Punkte zeigte.
Die vorbörslich veröffentlichten Daten zur Entwicklung der Arbeitsproduktivität und der Arbeitskosten sorgt derzeit für wenig Impulse: Die US-Produktivität hat sich im zweiten Quartal nach Angaben des Arbeitsministeriums erhöht. Demnach wuchs die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vorquartal um 1,6 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Anstieg um 1,5 Prozent prognostiziert, nachdem im ersten Quartal ein Minus von revidiert 0,5 (vorläufig: -0,9) Prozent ermittelt worden war. Die Lohnstückkosten kletterten derweil im Vorquartalsvergleich um 1,7 Prozent, nach einem Anstieg um revidiert 5,6 (vorläufig: +1,3) Prozent im ersten Quartal.
Im Blick standen vor allem Anteilsscheine des US-Medienkonzerns Walt Disney , der am Vorabend nach Börsenschluss die Geschäftszahlen für das dritte Quartal veröffentlicht hatte. Dabei konnte der Traditionskonzern zwar das beste Quartalsergebnis der Geschichte einfahren, die Erwartungen der Marktteilnehmer wurden indessen nur teilweise erfüllt. Die Aktie gewann 1,4 Prozent. Auch der der Obstproduzent Chiquita (Chiquita Brands International) präsentierte am Vorabend nach Börsenschluss das Zahlenwerk für das zweite Quartal. Dabei verzeichnete der Konzern vor allem aufgrund von negativen Wechselkurseffekten einen Rückgang bei Umsatz und Ergebnis. Bis zum Abend verteuerte sich das Papier um 6,4 Prozent. Das Online-Reiseportal priceline.com (Pricelinecom) konnte ferner im zweiten Quartal dank der soliden Entwicklung im Kerngeschäft sowie im Bereich Autovermietung mit einem Ergebnisanstieg aufwarten. Der Ausblick für das dritte Quartal fiel indessen unterhalb der Markterwartungen aus, was für deutliche Abschläge von 17,3 Prozent sorgte.
Für Furore sorgt heute der IT-Konzern Hewlett-Packard (Hewlett-Packard (HP)), nachdem dieser seine Prognose für das laufende Fiskaljahr nach oben revidiert hat. So erwartet man für das dritte Quartal einen bereinigten Gewinn von 1,00 US-Dollar je Aktie, nachdem man hier zuvor ein bereinigtes EPS von 94 bis 97 Cents je Aktie in Aussicht gestellt hatte. Nach Angaben des Konzerns werde man für das dritte Quartal Wertberichtigungen in Höhe von 8 Mrd. US-Dollar in Zusammenhang mit dem derzeitigen Aktienkurs sowie der aktuellen Geschäftsentwicklung im Services-Segment ausweisen. Außerdem werden die Belastungen mit der Umsetzung des eingeleiteten Restrukturierungsprogramms im dritten Quartal mit 1,5 bis 1,7 Mrd. US-Dollar vor Steuern zu Buche schlagen, so der Konzern. Zuvor hatte man hier negative Einmaleffekte in Höhe von rund 1 Mrd. US-Dollar vor Steuern veranschlagt. Inklusive der zu erwartenden Wertberichtigungen sowie der weiteren restrukturierungsbedingten Einmalbelastungen erwartet Hewlett-Packard für das dritte Quartal einen Verlust im Bereich von 4,31 bis 4,49 US-Dollar je Aktie. In der Folge gewann der Titel 2,4 Prozent.
Daneben ging auch am heutigen Mittwoch die Quartalszahlensaison wieder in eine neue Runde: Im Blickfeld der Investoren standen dabei vor allem auch die Aktien von Macy`s (Macys), die sich um 2,7 Prozent verteuerten. Die Kaufhauskette konnte im zweiten Quartal 2012 ihren Gewinn steigern und die Analystenprognose übertreffen. Zudem wurde der Ausblick für 2012 angehoben.
Ralph Lauren (Ralph Lauren a) verschlechterten sich um 1,1 Prozent. Der Modekonzern konnte zwar im ersten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten und die Analystenerwartungen übertreffen. Der Ausblick auf das laufende Quartal fiel aber eher verhalten aus. Der Lebensmittelhersteller Ralcorp Holdings konnte daneben mit seinem Zahlenausweis zum abgelaufenen Quartal nicht überzeugen. Zwar verzeichnete man dank erfolgreich integrierter Zukäufe einen deutlichen Ergebnisanstieg. Beim Umsatz konnte man ebenfalls zulegen. Allerdings wurden die Gewinnerwartungen der Analysten nicht erreicht. Die Aktie zeigte sich kaum verändert.
Für die Anteilsscheine des Energieversorgers PPL ging es daneben um 2,3 Prozent nach oben. Das Unternehmen verzeichnete im zweiten Quartal einen Gewinnanstieg und übertraf die Erwartungen der Analysten.
Nicht so gut lief es im abgelaufenen Quartal für den IT-Dienstleister Computer Sciences . So musste man einen deutlichen Gewinnrückgang ausweisen. Jedoch war der Rückgang nicht ganz so stark wie von Analysten erwartet. Der Titel rückte daraufhin um 15,7 Prozent vor.
McDonald`s (McDonalds) verloren nach Umsatzzahlen für den Monat Juli 1,7 Prozent an Wert. Die Schnellrestaurantkette wies bei den vergleichbaren Filialumsätzen bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, im Berichtszeitraum einen unveränderten Wert aus. Auf Konzernebene wurde bei den Umsatzerlösen im Berichtsmonat von Rückgang um 3,2 Prozent verbucht, während man auf wechselkursbereinigter Basis ein Umsatzplus von 2,3 Prozent vorzuweisen hatte. (08.08.2012/ac/n/m)