New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street präsentierte sich am Montag mit uneinheitlichen Tendenzen. Nach der guten Performance der vergangenen Wochen gönnten sich die Anleger erst einmal eine Verschnaufpause. Im Fokus stand zudem der heute vorgelegte Entwurf des US-Haushalts, der drastische Einsparungen vorsieht. Der Dow Jones fiel um 0,04 Prozent auf 12.268,19 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,28 Prozent auf 2.817,18 Punkte vorrückte. Der S&P 500 verbesserte sich um 0,24 Prozent auf 1.332,32 Punkte.
Die Aktie von Wal-Mart (Wal-Mart Stores) musste zu Wochenbeginn mit Abschlägen zu kämpfen. Hintergrund war eine negative Analyse der US-Bank JPMorgan Chase (JPMorgan ChaseCo), in der die Aktie des weltweit führenden Einzelhandelskonzerns von zuletzt "overweight" auf "neutral" abgestuft wurde. Die Aktie von Wal-Mart verlor am Ende 1,6 Prozent und drückte so den Dow Jones ins Minus.
MGM Resorts (MGM Resorts International) verloren 3,0 Prozent an Wert, nachdem der weltweit zweitgrößte Kasinobetreiber heute die Geschäftszahlen für das vierte Quartal vorlegte. Der Umsatz stieg leicht auf 1,47 Mrd. US-Dollar, nach zuvor 1,45 Mrd. US-Dollar. Beim Nettoergebnis wurde ein Verlust von 139,2 Mio. US-Dollar bzw. 29 Cents je Aktie verzeichnet, nach einem Nettoverlust von 433,9 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor einen Verlust von 22 Cents je Aktie sowie einen Umsatz von 1,50 Mrd. US-Dollar erwartet. Diebold rückten derweil um 2,9 Prozent vor. Der auf Geldautomaten und Sicherheitssysteme spezialisierte Konzern konnte im vierten Quartal auf bereinigter Basis die Gewinnerwartungen der Analysten schlagen. Valspar (The Valspar) fuhr indes im ersten Geschäftsquartal ein Ergebnis auf Vorjahresniveau ein. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis übertroffen. Die Aktie des Chemiekonzerns verbilligte sich um 0,3 Prozent.
Lockheed Martin (Lockheed Martin) gaben um 0,9 Prozent nach. Der Rüstungskonzern und die zur indischen Tata Group gehörende Tochter Tata Advanced Systems wollen bei der Herstellung von Flugzeugteilen zusammenarbeiten. Den Angaben zufolge soll das Joint Venture in Indien Teile für die C-130, eine Frachtmaschine für militärische und zivile Zwecke, produzieren. Die Flugzeuge sollen dann zusammengesetzt und weltweit zu Lockheed Martins Kunden exportiert werden. Im Blick standen heute zudem die Aktien von Dynegy , die sich um 2,5 Prozent verteuerten. Die vom Milliardär Carl Icahn kontrollierte Icahn Enterprises LP (IEP) hat die Frist zur Annahme ihrer Übernahmeofferte für den Stromerzeuger verlängert. Compass Minerals (Compass Minerals International) legten um 1,4 Prozent zu, nachdem der Salz- und Düngemittelhersteller eine Dividendenerhöhung bekannt gegeben hat.
Neuigkeiten gibt es auch von der Akquisitionsfront. Der Mischkonzern General Electric (General Electric (GE)) verlautbarte bereits am Sonntag, dass GE Oil & Gas die Well Support-Division der britischen John Wood Group für rund 2,8 Mrd. US-Dollar übernehmen wird. Den Angaben zufolge beschäftigt die John Wood-Sparte 3.800 Mitarbeiter an mehr als 20 Standorten weltweit und besteht aus den drei Geschäftsbereichen ESP (Electric Submersible Pumps), Pressure Control und Logging Services. Im Jahr 2010 erzielte sie einen Umsatz von 947 Mio. US-Dollar (+16 Prozent) und ein EBITDA von 166 Mio. US-Dollar (+55 Prozent). Für 2011 wird ein Umsatz von 1,1 Mrd. US-Dollar sowie ein EBITDA von rund 200 Mio. US-Dollar angestrebt. Der Anteilsschein von General Electric verbesserte sich um 0,8 Prozent. Indes hat Emergency Medical Services , ein Anbieter von notfallmedizinischen Diensten, der Übernahme durch die Private Equity-Gesellschaft Clayton, Dubilier & Rice, LLC (CD&R) zugestimmt. Den Angaben zufolge erhalten Emergency Medical-Aktionäre im Rahmen der Übernahme 64,00 Dollar in bar für jeden ihrer Anteilsscheine. Damit erhalten sie einen Betrag, der unter dem letzten Schlusskurs vom Freitag (70,66 US-Dollar) liegt. Das Gesamtvolumen der Transaktion liegt damit bei 3,2 Mrd. US-Dollar. Das Board von Emergency Medical hat der Akquisition bereits zugestimmt und empfiehlt es den Aktionären zur Annahme. Die Aktie brach angesichts des Abschlags um knapp 11 Prozent ein. (14.02.2011/ac/n/m)