New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen standen am Donnerstag unter dem Eindruck einer wahren Schwemme von Quartalszahlen und positiver Daten vom US-Arbeitsmarkt. Der Dow Jones verlor am Ende 0,11 Prozent auf 11.113,95 Punkte, während sich der NASDAQ Composite um 0,16 Prozent auf 2.507,37 Punkte verbesserte. Der S&P 500 stieg um 0,11 Prozent auf 1.183,79 Zähler.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 23. Oktober nach Angaben des US-Arbeitsministeriums verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 21.000 auf 434.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 458.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 452.000 auf 455.000 nach oben korrigiert.
Bereits gestern nach Börsenschluss meldeten mit Allstate, Symantec und Visa drei Schwergewichte ihre Zahlen zum abgelaufenen Quartal. Visa konnte im vierten Fiskalquartal 2009/10 die Gewinnerwartungen treffen. Der Nettogewinn erhöhte sich von 514 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum auf nunmehr 774 Mio. Dollar. Der Titel fiel um 4,3 Prozent. Der Versicherungskonzern Allstate konnte den Gewinn im dritten Quartal zwar steigern, gleichzeitig wurden die Erwartungen aber verfehlt. Die Aktie notierte am Ende mit einem Abschlag von 6,3 Prozent. Dagegen verteuerten sich Symantec um 4,1 Prozent. Der Hersteller von Sicherheits-Software musste im zweiten Quartal zwar einen Gewinnrückgang ausweisen, konnte die Erwartungen auf bereinigter Basis aber schlagen.
Heute brach eine wahre Zahlenschwemme über die US-Märkte ein. Exxon Mobil rückten um 0,8 Prozent vor. Der Ölgigant konnte im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnanstieg ausweisen. Der Umsatz stieg auf 95,30 Mrd. Dollar. Gleichzeitig verbesserte sich der Nettogewinn auf 7,35 Mrd. Dollar bzw. 1,44 Dollar je Aktie, nach 4,73 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Damit wurden die Analystenschätzungen übertroffen. Der größte US-Chemiekonzern Dow Chemical konnte im dritten Quartal einen deutlichen Anstieg beim bereinigten Konzernergebnis ausweisen und die Analystenschätzungen übertreffen. So verbesserten sich die Umsatzerlöse auf 12,87 Mrd. Dollar, während der Nettogewinn mit 597 Mio. Dollar bzw. 45 Cents je Aktie unter dem Vorjahreswert von 799 Mio. Dollar lag. Die Aktie gab um 1,1 Prozent nach. Der US-Mischkonzern 3M steigerte im dritten Quartal Umsatz und Ergebnis. Dabei erhöhte sich der Umsatz auf 6,87 Mrd. Dollar, während sich der Nettogewinn auf 1,11 Mrd. Dollar bzw. 1,53 Dollar je Aktie verbesserte. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,51 Dollar sowie einen Umsatz von 6,83 Mrd. Dollar erwartet. Der Titel gab um 6,4 Prozent nach.
Raytheon (Raytheon b) konnte im abgelaufenen Quartal die Umsatzerlöse leicht auf 6,27 Mrd. Dollar verbessern. Der Nettogewinn kletterte gleichzeitig auf 728 Mio. Dollar bzw. 1,94 Dollar je Aktie, nach 490 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Vor Einmaleffekten lag der bereinigte Gewinn je Aktie aus dem fortgeführten Geschäft bei 1,36 Dollar. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,13 Dollar sowie einen Umsatz von 6,48 Mrd. Dollar erwartet. Das Papier des Rüstungskonzerns verlor 3,5 Prozent. Ferner konnte der Mobiltelefonhersteller Motorola im dritten Quartal einen Gewinnsprung erzielen und die Erwartungen schlagen. Der Umsatz erhöhte sich um 6 Prozent auf 5,8 Mrd. Dollar, während sich der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen von 12 Mio. Dollar auf nun 109 Mio. Dollar bzw. 5 Cent pro Aktie verbesserte. Der Titel verteuerte sich um 0,5 Prozent. Sehr positiv aufgenommen wurden die Zahlen des Fotokonzerns Eastman Kodak . Die Gesellschaft konnte ihren Verlust im dritten Quartal deutlich reduzieren. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis deutlich übertroffen. Die Aktie schoss um 15,4 Prozent nach oben.
Thomson Reuters (Thomson) konnte im dritten Quartal das Vorjahresergebnis übertreffen. Die Umsatzerlöse des Informations-Dienstleisters stiegen um 1 Prozent auf 3,26 Mrd. Dollar. Zudem kletterte der Nettogewinn um 65 Prozent auf 268 Mio. Dollar bzw. 32 Cents je Aktie. Das Papier verschlechterte sich um 0,7 Prozent. Des Weiteren musste Starwood Hotels & Resorts (Starwood HotelsResorts Worldwide) im dritten Quartal einen Verlust ausweisen, was auf eine Sonderbelastung in Zusammenhang mit einem Hotelverkauf zurückzuführen war. Die Erwartungen konnten auf bereinigter Basis jedoch geschlagen werden. Zudem wurde der Ausblick angehoben. Die Aktie notierte am Ende 4,2 Prozent leichter. Schließlich konnte der Konsumgüterhersteller Colgate-Palmolive im abgelaufenen Quartal ein leichtes Gewinnwachstum erzielen und die Erwartungen erfüllen. Die Aktie verbilligte sich um 0,8 Prozent. (28.10.2010/ac/n/m)