New York (aktiencheck.de AG) - Nach den deutlichen Vortagesgewinnen verlief der Handel an der Wall Street zum Wochenschluss zunächst ruhig. Nachdem die Ergebnisse des Banken-Stresstests keine negativen Überraschungen gebracht hatten, drangen die Indizes aber deutlich in die Gewinnzone vor. Der Dow Jones Industrial Average (ISIN US2605661048/ WKN 969420) schloss mit einem Plus von 0,99 Prozent bei 10.424,62 Punkte. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) gewann 0,82 Prozent auf 1.102,66 Zähler. Der Nasdaq Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) legte 1,05 Prozent auf 2.269,47 Punkte zu.
Die US-Börsen starteten nach den deutlichen Gewinnen des Vortages zum Wochenschluss zunächst gemächlich in den Handel. Nach der Veröffentlichung des EU-Bankenstresstests drangen die US-Indizes aber klar in die Gewinnzone vor und gingen in der Nähe ihrer Tageshochs aus dem Handel. Der 121769;Dow Jones gewinnt aktuell 0,14 Prozent auf 10.337 Punkte. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) notiert praktisch unverändert bei 1.094 Zählern. Der 118621;Nasdaq Composite büßt 0,24 Prozent auf 2.241 Punkte ein.
Die am Abend veröffentlichten Ergebnisse des EU-Bankenstresstests brachten keine negativen Überraschungen. Wie die europäische Bankenaufsicht CEBS in London mitteilte, fielen von den 91 Instituten, die bei dem Test unter die Lupe genommen wurden, 7 durch. Dazu zählte erwartungsgemäß der verstaatlichte Münchener Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate. Daneben bestanden 5 spanische Institute sowie eine griechische Bank die Belastungsprobe nicht.
Der Mischkonzern General Electric Co. (GE) hat eine Dividendenerhöhung um 20 Prozent angekündigt. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, hat das Board of Directors beschlossen, die Quartalsdividende von bislang 10 Cents je Aktie auf nunmehr 12 Cents je Aktie anzuheben. Darüber hinaus kündigte der Konzern an, ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Umfang von bis zu 15 Mrd. Dollar bis zum Jahr 2013 zu verlängern. Das Rückkaufprogramm, das vorübergehend ausgesetzt worden war, sollte ursprünglich Ende dieses Jahres auslaufen. Die Aktie von General Electric gewann mehr als 3 Prozent.
Der Softwarekonzern Microsoft hat am Vorabend einen deutlichen Umsatz- und Gewinnanstieg für das vierte Fiskalquartal gemeldet und die Erwartungen übertroffen. Der Umsatz lag bei 16,04 Mrd. Dollar, nach 13,1 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Beim Nettoergebnis wurde ein Gewinn von 4,52 Mrd. Dollar bzw. 51 Cents je Aktie ausgewiesen, nach einem Gewinn von 3,05 Mrd. Dollar bzw. 34 Cents je Aktie im Vorjahr. Analysten waren von einem Überschuss von 46 Cents pro Aktie sowie einem Umsatz von 15,27 Mrd. Dollar ausgegangen. Die Aktie schloss mit minimalen Einbußen.
Der weltweit größte Online-Einzelhändler Amazon (Amazoncom) hat im zweiten Quartal trotz eines kräftigen Umsatz- und Gewinnanstiegs die Gewinnerwartungen klar verfehlt. Das Nettoergebnis stieg von 142 Mio. Dollar bzw. 32 Cents je Aktie auf nun 207 Mio. Dollar bzw. 45 Cents je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 54 Cents erwartet. Die Umsatzerlöse konnten um 41 Prozent auf 6,57 Mrd. Dollar und damit etwas stärker als erwartet gesteigert werden. Die Amazon-Aktie rutschte zunächst um bis zu 12 Prozent ab, konnte sich im weiteren Verlauf aber stabilisieren und schloss mit einem Minus von nur noch 1 Prozent.
Papiere der Telefongesellschaft Verizon (Verizon Communications) verbesserten sich um fast 4 Prozent. Der Konzern musste im zweiten Quartal aufgrund von Abfindungszahlungen für 11.000 Mitarbeiter einen Verlust ausweisen. Die Erlöse verringerten sich um 0,3 Prozent auf 26,77 Mrd. Dollar. Der Nettoverlust betrug 198 Mio. Dollar bzw. 7 Cents je Aktie, gegenüber einem Vorjahresgewinn von 1,48 Mrd. Dollar bzw. 52 Cents je Anteilsschein. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten wurde ein EPS von 58 Cents erzielt, womit die Analystenprognose von 56 Cents übertroffen wurde.
Der Kreditkartenanbieter American Express hat im zweiten Quartal von deutlich gesteigerten Umsätzen der Karteninhaber profitiert und konnte einen kräftigen Umsatz- und Gewinnanstieg erzielen. Das den Aktionären zuzurechnende Nettoergebnis stieg von 337 Mio. Dollar bzw. 9 Cents je Aktie auf 1,02 Mrd. Dollar bzw. 84 Cents je Aktie. Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 78 Cents erwartet. Die Umsätze stiegen um 13 Prozent auf 6,9 Mrd. Dollar. Erwartet wurden Erlöse von 6,84 Mrd. Dollar. Der Titel gewann knapp 4 Prozent.
Wie die Schnellrestaurantkette McDonald's (McDonalds) erklärte, konnte sie ihr Ergebnis im zweiten Quartal dank einer wachsenden Nachfrage in allen Regionen steigern. Der Umsatz stieg um 5 Prozent auf 5,95 Mrd. Dollar. Die vergleichbaren Filialumsätze bei Niederlassungen wuchsen um 4,8 Prozent. Daneben kletterte der Nettogewinn um 12 Prozent auf 1,23 Mrd. Dollar bzw. 1,13 Dollar je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,12 Dollar und Umsatzerlöse von 5,91 Mrd. Dollar erwartet. Die McDonald's-Aktie verlor 2 Prozent.
Anteile des Automobilherstellers Ford (Ford Motor) stachen mit einem Plus von über 5 Prozent hervor. Der Konzern hat seinen Gewinn im zweiten Quartal gesteigert und die Erwartungen auf bereinigter Basis geschlagen. Der Nettogewinn belief sich auf 2,6 Mrd. Dollar bzw. 61 Cents pro Aktie, gegenüber einem Gewinn von 2,26 Mrd. Dollar bzw. 69 Cents pro Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten wurde ein operatives Ergebnis von 68 Cents (Vorjahr: -21 Cents) pro Aktie ausgewiesen. Der Gesamtumsatz stieg von 26,8 Mrd. Dollar auf 31,3 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 40 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 29,79 Mrd. Dollar ausgegangen.
Daneben hat sich auch der Mischkonzern Honeywell (Honeywell International) in seine Bücher blicken lassen. Die Erlöse stiegen im zweiten Quartal auf 8,16 Mrd. Dollar, nach 7,57 Mrd. Dollar im Vorjahr. Der Nettogewinn nach Anteilen Dritter verbesserte sich leicht auf 468 Mio. Dollar bzw. 60 Cents je Aktie. Vor Einmaleffekten lag der bereinigte Gewinn je Aktie bei 78 Cents. Analysten hatten ein EPS von 57 Cents sowie einen Umsatz von 8,00 Mrd. Dollar erwartet. Für das Gesamtjahr hat Honeywell seine EPS-Prognose leicht angehoben. Der Titel gewann 2 Prozent.
Der in Irland ansässige Anlagen- und Maschinenbaukonzern Ingersoll-Rand meldete, dass er im zweiten Quartal einen Gewinnzuwachs von 60 Prozent erzielt hat, was mit höheren Umsätzen und verbesserten Margen zusammenhängt. Die Erwartungen wurden dabei geschlagen. Aktien von Ingersoll-Rand legten gut 1 Prozent zu.
Die Supermarktkette Great Atlantic & Pacific Tea (A&P) (Great AtlanticPacific Tea) teilte mit, dass sich ihr Verlust im ersten Quartal nahezu verdoppelt hat, was mit rückläufigen Umsätzen und hohen Kosten zusammenhängt. Der Nettoverlust belief sich auf 122,6 Mio. Dollar bzw. 4,83 Dollar pro Aktie, nach einem Minus von 65,2 Mio. Dollar bzw. 3,64 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Der jüngste Verlust aus dem laufenden Geschäft lag bei 4,60 Dollar pro Aktie. Der Umsatz verringerte sich um 7,1 Prozent auf 2,56 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Verlust von 70 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 2,60 Mrd. Dollar ausgegangen. Darüber hinaus hat der Konzern Sam Martin zum neuen President und CEO bestellt. Er tritt die Nachfolge von Ron Marshall an, der das Unternehmen verlassen hat. Die Aktie brach in Reaktion auf die Meldung um ein Drittel ein. (23.07.2010/ac/n/m)