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16.12.2011 22:28

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Wall Street Schluss: Wenig verändert ins Wochenende, Zynga-Aktie fällt unter den Ausgabepreis

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New York (aktiencheck.de AG) - Positive Konjunkturdaten, gute Zahlen von Adobe sowie eine Reihe von Übernahmen sorgten am Freitag für einen positiven Handelsauftakt. Die US-Indizes konnten ihre anfänglichen Gewinne jedoch nicht halten. Der Dow Jones schloss mit einem marginalen Minus von 0,02 Prozent bei 11.866,39 Punkten, während der NASDAQ Composite um 0,56 Prozent auf 2.555,33 Zähler zulegen konnte. Der S&P 500 verbuchte ein leichtes Plus von 0,32 Prozent auf 1.219,66 Punkte.

Wie das US-Arbeitsministerium heute mitteilte, haben sich die US-Verbraucherpreise im November 2011 stabilisiert. Demnach verharrte der Verbraucherpreisindex auf dem Niveau des Vormonats, wogegen er im Oktober um 0,1 Prozent gesunken war. Volkswirte hatten eine Preissteigerung um 0,1 Prozent prognostiziert. Die um die volatilen Nahrungsmittel- und Energiepreise bereinigte Kernrate lag um 0,2 Prozent über dem Vormonatsniveau, nachdem sie im Oktober um 0,1 Prozent angezogen war. Volkswirte waren hier von einem Plus von 0,1 Prozent ausgegangen.

Der US-Telekommunikationskonzern AT&T Inc. (AT&T) hat eine Dividendenerhöhung angekündigt. Demnach hat das Board of Directors beschlossen, die Quartalsdividende von bislang 43 Cents je Aktie um 2 Prozent auf nunmehr 44 Cents je Aktie anzuheben. Damit hat der US-Konzern seine Dividende seit nunmehr 28 Jahren in jedem Jahr angehoben. Die jährliche Ausschüttung steigt durch diese Anhebung auf 1,76 US-Dollar je Aktie. Zum aktuellen Kurs errechnet sich daraus eine Dividendenrendite von 6,13 Prozent. Die Aktie von AT&T gewann 0,2 Prozent.

Bereits gestern nach Börsenschluss gab der Software-Konzern Adobe Systems seine Zahlen zum vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2010/11 bekannt. Dabei konnte das Unternehmen einen unerwarteten Umsatz- und Gewinnanstieg vermelden. Zudem überzeugte der Ausblick. Die Aktie verbesserte sich um 6,6 Prozent.

Ebenfalls nachbörslich veröffentlichte der kanadische BlackBerry-Hersteller Research In Motion (RIM) seine Ergebnisse für das dritte Fiskalquartal 2011/12. Während der Gewinn- und Umsatzrückgang im Rahmen der Erwartungen ausfiel, enttäuschte der Konzern mit dem Ausblick. Entsprechend rutschten die Titel von RIM um 11,2 Prozent ab und fielen auf den tiefsten Stand seit Januar 2004.

Zudem meldete der Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister Accenture , dass sich sein Gewinn im ersten Quartal erhöht hat, was auf ein starkes Wachstum sowohl im Bereich Consulting als auch im Outsourcing-Segment zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Die Jahresergebnisprognose wurde jedoch gesenkt. Anteilsscheine von Accenture verlieren vor diesem Hintergrund 3,5 Prozent.

Im Blickpunkt stand außerdem der Börsengang des amerikanischen Online-Spieleherstellers Zynga Inc. . Der Emissionspreis des Börsenneulings lag mit 10 US-Dollar am oberen Ende der zuvor avisierten Spanne. Gemessen am Ausgabepreis beläuft sich der Börsenwert des Unternehmens auf rund 7 Mrd. US-Dollar. Durch den Gang an die US-Technologiebörse Nasdaq fließen dem Unternehmen rund 1 Mrd. US-Dollar zu. Damit ist das IPO von Zynga das größte Börsendebüt eines Internetunternehmens seit dem Börsengang von Google Inc. im Jahr 2006. Der Internetkonzern hatte durch das IPO seinerzeit rund 1,9 Mrd. US-Dollar eingenommen. Die Zynga-Aktie kletterte nach der Aufnahme des Handels zunächst bis auf ein Hoch bei 11,50 US-Dollar, rutschte im weiteren Verlauf aber wieder deutlich ab. Am Ende lag der Kurs mit 9,50 US-Dollar 5,0 Prozent unter dem Emissionspreis.

Die Aktie von Vertex Pharmaceuticals Inc. setzte sich mit einem Aufschlag von 7,9 Prozent an die Spitze des Nasdaq 100. Der Biotechnologiekonzern kündigte einen Wechsel an der Unternehmensspitze an. Jeffrey Leiden wird ab dem 1. Februar 2012 neuer Chief Executive Officer des Unternehmens. Leiden ist derzeit Geschäftsführer bei Clarus Ventures, einer Venture-Capital-Firma, die im Bereich Life Sciences tätig ist. Der ehemalige Chief Operating Officer des US-Pharmakonzerns Abbott Laboratories sitzt bereits seit 2009 im Board des Unternehmens. Der bisherige Vorstandschef Matthey Emmens wird dem Unternehmen zunächst bis Mai 2012 als Executive Chairman, danach als Director erhalten bleiben.

Heute wurde bekannt, dass RSC Holdings vor der Übernahme durch den Konkurrenten United Rentals steht. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, wurde zwischen beiden Konzernen eine Vereinbarung zur Übernahme von RSC Holdings durch United Rentals geschlossen. Dabei sollen die Aktionäre von RSC Holdings 18,00 US-Dollar je Aktie in Form von Bargeld und Aktien von United Rentals erhalten. Die Offerte setzt sich dabei aus einer Barkomponente in Höhe von 10,80 US-Dollar und 0,2783 Anteilsscheinen von United Rentals zusammen. Dies entspricht inklusive der Übernahme von Konzernverbindlichkeiten in Höhe von 2,3 Mrd. US-Dollar einem Enterprise Value von insgesamt rund 4,2 Mrd. US-Dollar. Während United Rentals um 7,1 Prozent anzogen, sprangen RSC Holdings um rund 58 Prozent nach oben.

Daneben teilte die kanadische Valeant Pharmaceuticals (Valeant Pharmaceuticals International) mit, dass sie ISTA Pharmaceuticals ein Übernahmeangebot unterbreitet hat. Den Angaben zufolge hat man im Rahmen der Offerte für jede ISTA-Aktie 6,50 US-Dollar in bar geboten, was einem Gesamtvolumen von 314 Mio. US-Dollar entspricht. Einschließlich Netto-Verbindlichkeiten in Höhe von 13 Mio. US-Dollar liegt der Enterprise Value bei rund 327 Mio. US-Dollar. Der gebotene Kaufpreis beinhaltet eine Prämie von 67 Prozent auf den gestrigen Schlusskurs der ISTA-Aktie. Während Valeant ein Plus von 1,0 Prozent verbuchten, schossen ISTA um 72 Prozent steil in die Höhe.

Papiere der Morton`s Restaurant Group (Mortons Restaurant Group) verteuerten sich indes um rund 33 Prozent. Der Konzern steht vor der Übernahme durch Tilman J. Fertitta. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, werde Fertitta über seine Tochtergesellschaft Fertitta Morton's Restaurants Inc. im Rahmen der heute getroffenen Vereinbarung sämtliche Anteilsscheine von Morton's Restaurant zu einem Kaufpreis von 6,90 US-Dollar je Aktie übernehmen. Dies entspricht einem Aufschlag von 34 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs der Aktie vom Vortag.

Schließlich gab es heute Quartalszahlen bei Darden Restaurants . Wie der Restaurantbetreiber verkündete, ist sein Gewinn im zweiten Quartal gesunken, was neben einer geringfügigen Sonderbelastung mit einer schwächer als erwarteten Umsatzentwicklung bei Olive Garden sowie höheren Nahrungsmittelkosten zusammenhängt. Titel von Darden verzeichneten ein kleines Minus von 0,1 Prozent. (16.12.2011/ac/n/m)

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