New York (aktiencheck.de AG) - Nachdem an der Wall Street am Montag feiertagsbedingt nicht gehandelt wurde, legten die wichtigsten US-Indizes am Dienstag zum Wochenstart den Vorwärtsgang ein. Dabei wurde die Stimmung der Investoren auch durch positive Konjunkturdaten aus den USA und China verbessert. Die heutigen Quartalsausweise aus dem Bankensektor fielen unterdessen gemischt aus. Der Dow Jones gewann 0,48 Prozent auf 12.482,07 Punkte, während der NASDAQ Composite 0,64 Prozent auf 2.728,08 Zähler zulegte. Der S&P 500 notierte 0,36 Prozent stärker bei 1.293,67 Punkten.
Die Federal Reserve Bank of New York ermittelte für Januar 2012 erneut eine Verbesserung bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe des Distrikts New York. So erhöhte sich der Empire State Manufacturing Index auf +13,48 Punkte, während Volkswirte mit einem Wert von +10,0 Zählern gerechnet hatten. Für Dezember 2011 war ein Wert von revidiert +8,19 Punkten ermittelt worden.
Die US-Berichtssaison gewinnt langsam aber sicher an Fahrt. So öffneten heute vor Handelsstart einige Großbanken ihre Bücher zum abgelaufenen Quartal. Im Mittelpunkt des Interesses der Investoren steht dabei der Zahlenausweis der Citigroup . Die Bank verfehlte dabei die Erwartungen der Analysten. So musste man im vierten Quartal 2011 infolge eines schwachen Investment Banking Geschäfts ein geringeres Ergebnis ausweisen. Die Umsatzerlöse verringerten sich um 7 Prozent auf 17,17 Mrd. US-Dollar. Daneben sank der Nettogewinn um 11 Prozent auf nun 1,17 Mrd. US-Dollar bzw. 0,38 US-Dollar pro Aktie. Analysten waren im Vorfeld nur von einem Gewinn von 49 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 18,54 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Die Aktie verschlechterte sich um 8,2 Prozent. Im Gegensatz hierzu konnte Wells Fargo (Wells FargoCo) mit seinem Zahlenausweis überzeugen. So hat die Bank im vierten Quartal einen höheren Gewinn erzielt. Dabei profitierte man unter anderem von deutlich geringeren Rückstellungen für Kreditausfälle. Die Erwartungen wurden damit übertroffen. Der Nettogewinn belief sich auf 4,11 Mrd. US-Dollar bzw. 73 Cents pro Aktie, nach 3,41 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Der Umsatz nahm um 4 Prozent auf 20,61 Mrd. US-Dollar ab. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 72 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 20,08 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Der Titel rückte um 0,7 Prozent vor.
Unterdessen sorgte die M&T Bank (M&T Bank) mit ihrer Quartalsbilanz wieder für eine Enttäuschung. So musste die Bank im vierten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang verkraften, wobei man unter Kosten in Zusammenhang mit der Übernahme von Wilmington Trust zu leiden hatte. Die Erwartungen wurden verfehlt. Das Kreditinstitut erzielte einen Nettogewinn von 147,7 Mio. US-Dollar bzw. 1,04 US-Dollar pro Aktie, nach 204,4 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag bei 1,20 US-Dollar (Vorjahr: 1,52 US-Dollar). Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,46 US-Dollar pro Aktie ausgegangen. Das Papier gab um 1,6 Prozent nach.
TD Ameritrade (TD Ameritrade) erzielte indes im ersten Geschäftsquartal (per 31. Dezember) dank einer strikten Kostenkontrolle ein Gewinnwachstum. Zwar schrumpften die Umsatzerlöse auf 653,4 Mio. US-Dollar, im Vergleich zu 656,2 Mio. US-Dollar im Vorjahresquartal. Dagegen erhöhte sich aber der Nettogewinn von 145,0 Mio. US-Dollar auf nun 152,0 Mio. US-Dollar bzw. 27 Cents pro Aktie. Das EPS lag somit über der Schätzung der Analysten von 26 Cents. Die Anteilsscheine des Online-Brokers verbilligten sich um 1,8 Prozent.
Daneben hat Hasbro im Gesamtjahr 2011 den Umsatz nach vorläufigen Berechnungen um rund 7 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 4,00 Mrd. US-Dollar gesteigert. Dabei dürfte sich der Umsatz im Schlussquartal auf 1,33 Mrd. US-Dollar belaufen haben, nach 1,28 Mrd. US-Dollar im vierten Quartal 2010. Darüber hinaus geht der Konzern davon aus, in 2011 ein EPS-Wachstum von 2 bis 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielt zu haben. In 2010 lag das Ergebnis pro Aktie bei 2,74 US-Dollar. Die Aktie des Spielzeugherstellers stieg um 0,4 Prozent.
Der Lebensmittelkonzern Kraft Foods hat seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2011 erhöht. Zudem wurde im Zusammenhang mit der angekündigten Aufspaltung ein Stellenabbau von rund 1.600 Stellen in Nordamerika angekündigt. Der Umsatz soll demnach im Jahr 2011 um 10 Prozent wachsen. Im Vorjahr hatte der Umsatz bei 49,2 Mrd. US-Dollar gelegen. Analysten wiederum erwarten einen Umsatz von 54,38 Mrd. US-Dollar. Das Nettoergebnis wird auf mind. 1,95 US-Dollar je Aktie beziffert. Das operative EPS wiederum soll mind. 2,28 US-Dollar betragen, nach 2,02 US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten geben die EPS-Prognose mit 2,27 US-Dollar an. Die Aktie gewann knapp ein Prozent. (17.01.2012/ac/n/m)