New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street musste am Dienstag nach einem uneinheitlichen Handel mit kaum veränderten Notierungen aus dem Handel gehen. Der Dow Jones Industrial Average verlor am Ende 0,17 Prozent auf 10.526,49 Punkte. Der S&P 500 fiel daneben um 0,07 Prozent auf 1.121,10 Zähler. Der NASDAQ Composite gewann wiederum 0,18 Prozent auf 2.289,77 Punkte.
Der Einzelhandelsumsatz in den USA ist im August gestiegen. Laut Angaben des Handelsministeriums kletterten die Umsatzerlöse auf Monatssicht um 0,4 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld nur einen Anstieg um 0,3 Prozent prognostiziert. Bereinigt um die schwankungsintensiven Umsätze der Automobilbranche wuchsen die Umsätze um 0,6 Prozent. Experten waren von einem Umsatzwachstum von 0,3 Prozent ausgegangen. Die Lagerbestände in den US-amerikanischen Industrie- und Handelsunternehmen wiesen im Juli 2010 einen saisonbereinigten Anstieg gegenüber dem Vormonat aus. So lagen die Lagerbestände im Berichtsmonat um 1,0 Prozent über dem Vormonatsniveau. Volkswirte hatten zuvor ein Plus von 0,7 Prozent erwartet. Im Vormonat war bei den Lagerbeständen ein Plus von revidiert 0,5 Prozent ausgewiesen worden.
Der größte US-Elektronikhändler Best Buy konnte im zweiten Geschäftsquartal einen Gewinn über Vorjahresniveau erzielen. Die Erlöse wuchsen von 11,02 Mrd. Dollar auf 11,34 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn stieg daneben von 158 Mio. Dollar bzw. 37 Cents pro Aktie auf nun 254 Mio. Dollar bzw. 60 Cents pro Aktie. Analysten waren im Vorfeld von einem EPS von 46 Cents und einem Umsatz von 11,65 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das Gesamtjahr hat der Konzern seine EPS-Prognose von ursprünglich 3,45 bis 3,60 Dollar auf nun 3,55 bis 3,70 Dollar angehoben. Analysten prognostizieren bislang ein EPS-Ergebnis von 3,43 Dollar. Die Aktie schoss in Reaktion auf die Zahlen um rund 6 Prozent nach oben. Wie der Bürohändler OfficeMax bekannt gab, erwartet er für das dritte Quartal einen Konzernumsatz, der leicht unterhalb des Vorjahreswertes liegt. In diesem Zusammenhang verwies der Konzern unter anderem auf die nach wie vor schwierigen ökonomischen Rahmenbedingungen und die eher verhaltene Verbrauchernachfrage. Bereits zuvor hatte OfficeMax für das dritte Quartal einen im Vergleich zum Vorjahreswert unveränderten bis leicht niedrigeren Umsatz in Aussicht gestellt. OfficeMax legten am Ende 3,3 Prozent zu.
Kroger (Kroger), der größte Lebensmittelhändler in den USA, hat seinen Gewinn im zweiten Quartal unerwartet steigern können. Unternehmensangaben zufolge wuchsen die Umsatzerlöse auf 18,80 Mrd. Dollar, nach 17,73 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen kletterte von 254,4 Mio. Dollar bzw. 39 Cents pro Aktie auf nun 261,6 Mio. Dollar bzw. 41 Cents pro Aktie. Analysten waren im Vorfeld nur von einem Gewinn von 36 Cents je Aktie und einem Umsatz von 18,73 Mrd. Dollar ausgegangen. Der Wert legte rund ein Prozent zu. Dagegen kamen Papiere des Chemiekonzerns H.B. Fuller (H B Fuller) um über 8 Prozent zurück. Das Unternehmen hat am Vorabend einen Gewinnrückgang für das abgelaufene Quartal vermeldet. Der Umsatz lag mit 338,6 Mio. Dollar um 7,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Das organische Umsatzplus lag bei 8,9 Prozent. Beim Nettoergebnis wurde hingegen ein Rückgang auf 19 Mio. Dollar bzw. 38 Cents je Aktie verzeichnet, nach 35,4 Mio. Dollar bzw. 72 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor ein EPS von 44 Cents sowie einen Umsatz von 349,7 Mio. Dollar erwartet.
Der Versicherer American International Group (AIG) befindet sich Medienberichten zufolge in Verhandlungen über eine deutliche Reduzierung der Staatsbeteiligung an dem Konzern. Demnach laufen derzeit entsprechende Verhandlungen zwischen AIG und Vertretern der zuständigen US-Aufsichtsbehörden. Ein vollständiger Rückzug des Staates bei AIG sei jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch sehr unwahrscheinlich und hänge unter anderem stark von den derzeitigen Marktbedingungen ab. Außerdem dürfte ein vollständiger Verkauf der staatlichen Beteiligung an AIG Jahre dauern. AIG war im Zuge der internationalen Finanzkrise nur durch staatliche Finanzhilfen im Gesamtwert von mehr als 120 Mrd. Dollar gerettet worden. AIG gaben über 2 Prozent ab.
Der Rüstungskonzern Lockheed Martin erwartet in Zusammenhang mit seinem zuletzt angekündigten Abbau von Führungskräften negative Einmaleffekte im dritten Quartal. Demnach dürfte der negative Ergebniseffekt im dritten Quartal bei 175 bis 200 Mio. Dollar vor Steuern liegen. Nach Aussage des Konzerns hätten rund 600 Manager das freiwillige Abfindungsangebot des Konzerns in der vergangenen Woche angenommen. Die endgültige Zahl werde voraussichtlich am 4. Oktober feststehen, so der Konzern. Durch das Abfindungsangebot will Lockheed Martin seine Personalkosten bei Führungskräften senken. Die Aktie von Lockheed Martin verlor 1,4 Prozent.
Die Aktie des Pharmakonzerns Ironwood Pharmaceuticals (Ironwood Pharmaceutical a) legte 2,5 Prozent zu. Hintergrund sind positive Daten einer klinischen Phase-III-Studie zum Medikament Linaclotide bei der Behandlung des Reizdarmsyndroms, die am Montagabend nach Börsenschluss veröffentlicht wurden. Im Rahmen der klinischen Phase-III-Studie konnten alle vier primären Endpunkte der Studie erreicht werden. Derzeit laufe eine zweite klinische Phase-III-Studie mit Linaclotide zur Behandlung dieser chronischen Darmerkrankung. (14.09.2010/ac/n/m)