New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen gingen am Donnerstag mit uneinheitlichen Tendenzen aus dem Handel. Im Blickpunkt standen dabei vor allem die jüngsten Konjunkturdaten sowie einige Quartalszahlen. Der gestern erzielte Kompromiss beim Konjunkturpaket konnte daneben nicht erneut für positive Stimmung sorgen.
Die Lagerbestände in den amerikanischen Industrie- und Handelsunternehmen wiesen im Dezember 2008 einen Rückgang aus. So lagen die Bestände im Rahmen der Vorabschätzung um 1,3 Prozent unter dem Vormonatsniveau, während Volkswirte nur ein Minus von 0,9 Prozent erwartet hatten.
Der Einzelhandelsumsatz in den USA hat sich im Januar 2009 überraschend ausgeweitet. Auf Monatssicht wuchsen die Umsatzerlöse um 1,0 Prozent, wogegen sie im Dezember um 3,0 Prozent gefallen waren. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Rückgang um 0,8 Prozent geschätzt.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 7. Februar 2009 verbessert. So sank die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 8.000 auf 623.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Abnahme auf 610.000 prognostiziert hatten.
Der Dow Jones verlor am Ende 0,09 Prozent auf 7.932,76 Punkte, der S&P 500 legte 0,17 Prozent auf 835,19 Zähler zu. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete wiederum ein Plus von 0,73 Prozent auf 1.541,71 Punkte.
Der weltgrößte Softdrink-Hersteller Coca-Cola gab heute einen Ergebnisrückgang für das Schlussquartal bekannt. Der Konzern nannte in diesem Zusammenhang die rückläufige Nachfrage angesichts des weltweiten Wirtschaftsabschwungs und Währungseffekte. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen jedoch geschlagen. Die Aktie gewann daraufhin gegen den schwachen Trend 7,5 Prozent.
Für die Aktie von Viacom ging es um gut 4 Prozent nach oben. Der Medienkonzern hat im vierten Quartal einen deutlichen Ergebnisrückgang hinnehmen müssen. Ohne Sondereffekte wurden die Erwartungen des Marktes haarscharf verfehlt.
Der Hotelbetreiber Marriott hatte im letzten Vierteljahr ebenfalls unter dem schwierigen konjunkturellen Gesamtumfeld zu leiden gehabt. Der Konzern musste dabei einen Ergebnisrückgang ausweisen. An den Schätzungen ist das Unternehmen vorbeigeschlittert. Der Wert gewann fast 4 Prozent hinzu.
Unerwartet gute Zahlen kamen von Activision Blizzard. Das Software-Unternehmen konnte seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal ausweiten und auf bereinigter Basis die Gewinnerwartungen übertreffen. Für das laufende Quartal stellt der Konzern allerdings ein weit unter den Prognosen liegendes Ergebnis in Aussicht. Der Titel sackte in Reaktion auf den schwachen Ausblick um mehr als 2 Prozent ab.
Aetna, der drittgrößte Krankenversicherer in den USA, erklärte, dass der Gewinn im vierten Quartal um 57 Prozent gesunken ist, was u.a. auf gestiegene Gesundheitskosten zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden jedoch auf bereinigter Basis übertroffen. Die Aktie konnte daraufhin um 2,5 Prozent zulegen. (12.02.2009/ac/n/m)