New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen gingen am Mittwoch kaum verändert aus dem Handel. Im Blickpunkt standen weiter die angekündigten Rettungsmaßnahmen der Autoindustrie. Zudem hatte heute US-Präsident Obama eine milliardenschwere Initiative zur Stützung des US-Hypothekenmarktes angekündigt.
Schlechte Nachrichten kamen daneben einmal mehr vom Immobilienmarkt. So erreichten die Wohnbaubeginne sowie die Baugenehmigungen im Januar ein Rekordtief. Die Erwartungen der Volkswirte wurden dabei deutlich verfehlt. Zudem werfen die jüngsten Daten zur Industrieproduktion- und Auslastung kein gutes Bild auf die US-Wirtschaft.
Der Dow Jones gewann am Ende 0,04 Prozent auf 7.555,63 Punkte, der S&P 500 gab 0,10 Prozent auf 788,42 Zähler nach. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete wiederum ein Minus von 0,18 Prozent auf 1.467,97 Punkte.
Die beiden angeschlagenen Automobilkonzerne General Motors und Chrysler haben am Vorabend ihre mit Spannung erwarteten Sanierungspläne vorgelegt. Demnach benötigt der GM-Konzern bis 2011 insgesamt möglicherweise bis zu 30 Mrd. Dollar an Finanzhilfen und damit mehr als doppelt so viel, wie man bislang erhalten hat. Zudem will man weltweit insgesamt 47.000 Arbeitsplätze abbauen. Nach den heftigen Vortagesverlusten verlor die Aktie erneut 5,5 Prozent. Chrysler benötigt indes weitere 5 Mrd. Dollar an Finanzhilfen. Zudem sollen 3.000 zusätzliche Stellen gestrichen werden.
Papiere des Reifenherstellers Goodyear gewannen dagegen rund 6 Prozent. Der Konzern hat im Schlussquartal bei deutlich rückläufigen Erlösen einen unerwartet hohen Verlust hinnehmen müssen. In Zusammenhang mit dem weiterhin schwierigen Gesamtumfeld wurde der Abbau von weiteren 5.000 Stellen angekündigt.
Der weltweit führende Landmaschinenhersteller Deere hat im abgelaufenen Quartal einen kräftigen Ergebnisrückgang verbucht und ist an den Schätzungen des Marktes weit vorbeigeschlittert. Am Ende ging es fast 4 Prozent nach unten.
Der größte US-Kabelnetzbetreiber Comcast hat im vierten Quartal ebenfalls weniger verdient. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen der Analysten jedoch übertroffen. Bis Handelsende verlor der Wert aber über 4 Prozent.
Das von OfficeMax vorgelegte Zahlenwerk konnte nicht überzeugen. Der drittgrößte Bürohändler in den USA hat im vierten Quartal einen Verlust erwirtschaftet, wobei die Erwartungen auf bereinigter Basis deutlich verfehlt wurden. Der Titel gewann 0,7 Prozent.
Der Tabakkonzern Altria bestätigte heute seine Ergebnisprognose für das laufende Fiskaljahr. Bis zum Jahr 2011 will Altria die Kosten um weitere 860 Mio. Dollar senken. In der Folge gab die Aktie leicht nach. (18.02.2009/ac/n/m)