New York (aktiencheck.de AG) - Nach dem Kursrutsch am Freitag geht es für die Wall Street auch zum Wochenauftakt nach unten. Der
Dow Jones verliert kurz nach Handelsstart 0,43 Prozent auf 8.561,90 Indexpunkte. Der
Nasdaq Composite fällt um 0,55 Prozent zurück auf 1.562,90 Zähler. Beim S&P 500 ist ein Minus von 0,62 Prozent auf 884,84 Punkte auszumachen.
Der Aluminiumriese Alcoa wird am Abend traditionell die Berichtssaison einläuten. Analysten erwarten, dass der Konzern im abgelaufenen Quartal in die Verlustzone gerutscht ist. Gleichzeitig hat die Deutsche Bank ihre Einschätzung für den Titel von "hold" auf "sell" zurückgenommen und das Kursziel um 2 Dollar auf 8 Dollar gesenkt. Der Wert knickt daraufhin um rund 7 Prozent ein.
Papiere der Citigroup (-9 Prozent) zeigen sich ebenfalls sehr schwach. Medienberichten zufolge beabsichtigt das Finanzinstitut, seine Wertpapiersparte für Privatkunden Smith Barney in einem Gemeinschaftsunternehmen mit der Bankgesellschaft Morgan Stanley (+4,4 Prozent) zusammenzuführen. Morgan Stanley könnte der Citigroup dabei für einen Mehrheitsanteil an Smith Barney bis zu 3 Mrd. Dollar zahlen. An der Wall Street werde dies als erster Schritt für eine Zerschlagung der Citigroup gewertet.
Im Pharmasektor wiederum steht eine milliardenschwere Übernahme im Blick. Um in den Markt für Augenpflegeprodukte und Laser Vision einzusteigen, übernimmt der Pharmakonzern Abbott Laboratories (-0,8 Prozent) für fast 1,4 Mrd. Dollar das Medizintechnikunternehmen Advanced Medical Optics (AMO). Abbott Laboratories zahlt den Aktionären von AMO im Vergleich zum Schlusskurs vom Freitag eine Prämie von rund 150 Prozent.
Anteilsscheine des Handheld-Herstellers Palm zählen mit einem Plus von 6,4 Prozent klar zu den Favoriten des heutigen Tages. Der Wert profitiert von einer Aufstufung der Citigroup von "sell" auf "hold". Zudem haben die Analysten von Global Crown Capital die Aktie von "underweight" auf "overweight" angehoben.
Unternehmensmeldungen:
Der US-Finanzkonzern Citigroup Inc. steht offenbar vor einer Neuausrichtung. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" heute berichtet, beabsichtigt der Konzern nach Medienberichten, seine Wertpapiersparte für Privatkunden Smith Barney in einem Gemeinschaftsunternehmen mit der US-Bankgesellschaft Morgan Stanley (ISIN US6174464486/ WKN 885836) zusammenzuführen. Dabei könnte Morgan Stanley der Citigroup für einen Mehrheitsanteil an Smith Barney bis zu 3 Mrd. Dollar zahlen, hieß es. Laut der Zeitung wurde die Transaktion an der Wall Street als erster Schritt für eine Zerschlagung der Citigroup gewertet.
Die Ford Motor Co. (ISIN US3453708600/ WKN 502391), der zweitgrößte US-Automobilhersteller, gab heute bekannt, dass der Absatz ihres chinesischen Gemeinschaftsunternehmens im abgelaufenen Jahr 2008 gesunken ist. Den Angaben zufolge verkaufte der Konzern im Reich der Mitte über Changan Ford Mazda, sein Joint Venture mit der japanischen Mazda Motor Corp. (ISIN JP3868400007/ WKN 854131) und der chinesischen Changan Automobile Co., insgesamt 5,9 Prozent weniger Fahrzeuge.
Der US-Pharmakonzern Abbott Laboratories (ISIN US0028241000/ WKN 850103) meldete heute, dass er die Advanced Medical Optics Inc. (AMO) (ISIN US00763M1080/ WKN 661677) für fast 1,4 Mrd. Dollar übernehmen wird, um in den Markt für Augenpflegeprodukte und Laser Vision einzusteigen. Den Angaben zufolge erhalten AMO-Aktionäre im Rahmen der Transaktion 22 Dollar für jeden ihrer Anteilsscheine, was auf den Schlusskurs vom Freitag eine Prämie von 150 Prozent beinhaltet. Einschließlich der Übernahme von Verbindlichkeiten hat die Transaktion, die bereits von den Boards beider Unternehmen genehmigt wurde und im ersten Quartal abgeschlossen werden soll, ein Volumen von rund 2,8 Mrd. Dollar. Zudem wurde die Jahresprognose bestätigt. (12.01.2009/ac/n/m)