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05.11.2008 16:01

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Wall Street: Schwach, Obama gewinnt Präsidentschaftswahl, Time Warner nach Zahlen im Plus

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New York (aktiencheck.de AG) - Nach der gestrigen Kursrallye und der Wahl des Demokraten Barack Obama zum Präsidenten dominieren am Mittwochmorgen die Bären das Geschehen an der Wall Street. Der Dow Jones verliert kurz nach Handelsstart 1,77 Prozent und notiert bei 9.454,52 Punkten. Der S&P 500 verringert sich daneben um 1,82 Prozent auf 987,45 Zähler. Der Nasdaq Composite fällt um 1,41 Prozent zurück auf 1.754.95 Punkte.

Laut Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) brach die Beschäftigtenzahl im Privatsektor im Oktober um 157.000 ein, während Volkswirte ein deutlich geringeres Minus von 100.000 erwartet hatten. Hierbei handelt es sich um die stärkste Abnahme seit November 2002. In Kürze folgen außerdem Daten zum ISM Dienstleistungsindex sowie der Ölmarktbericht.

Der Medienkonzern Time Warner meldete heute, dass sein Gewinn im dritten Quartal leicht gesunken ist. Vor Einmaleffekten konnten die Erwartungen aber trotzdem übertroffen werden. Die Aktie gewinnt aktuell rund 2 Prozent. Papiere des Kabelnetzbetreibers Time Warner Cable rücken daneben nach überzeugenden Ergebnissen um 1,7 Prozent vor.

Die Öl- und Erdganskonzern Devon Energy hat im abgelaufenen Quartal dank der rekordhohen Absatzpreise bei Öl und Erdgas deutlich mehr verdient und die Prognosen übertroffen. Dennoch gibt der Wert mehr als 5 Prozent ab. Titel des Energieversorgers Duke Energy verlieren nach enttäuschenden Ergebnissen fast 6 Prozent.

Der Nahrungsmittel- und Haushaltswarenkonzern Sara Lee ist ebenfalls einen Blick wert. Entgegen den Erwartungen hat der Konzern im vergangenen Vierteljahr mehr verdient. Der Ausblick wurde indes nach unten korrigiert. Die Aktie verliert deshalb mehr als 7 Prozent. Anteilsscheine des Pharmagroßhändlers Medco ziehen nach unerwartet guten Zahlen um fast 7 Prozent an.

Unternehmensmeldungen:

Der US-Medienkonzern Time Warner Inc. (ISIN US8873171057/ WKN 592629) gab heute bekannt, dass sein Gewinn im dritten Quartal leicht gesunken ist, wobei die Erwartungen vor Einmaleffekten trotzdem übertroffen werden konnten. Die Jahresprognose wurde indes aufgrund zusätzlicher, erwarteter Restrukturierungsbelastungen gesenkt. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nun mit einem EPS-Ergebnis aus dem laufenden Geschäft von 1,04 bis 1,07 Dollar (zuvor: 1,07 bis 1,11 Dollar). Analysten sehen hier ein Ergebnis von 1,07 Dollar pro Aktie.

Die Time Warner Cable Inc. (ISIN US88732J1088/ WKN A0MJQK), der zweitgrößte Kabelnetzbetreiber in den USA, gab heute bekannt, dass ihr Gewinn im dritten Quartal um 21 Prozent gestiegen ist, was zum Teil auf stärkere High-Speed Daten- und Sprachumsätze zurückzuführen ist. Der Jahresausblick wurde indes bestätigt. Vor Einmaleffekten lag der Gewinn deutlich über den Erwartungen. Der Umsatz kletterte um 8 Prozent.

Die amerikanische Devon Energy Corp. verbuchte im dritten Quartal einen kräftigen Ergebnisanstieg. Wie der Öl- und Erdganskonzern heute erklärte, wurde auch beim Ergebnis aus dem fortgeführten Geschäft ein deutlicher Anstieg ausgewiesen und die Erwartungen übertroffen. Beim Gesamtumsatz konnte ebenfalls kräftig verbessert werden.

Der US-Energieversorger Duke Energy Corp. (ISIN US2643991068/ WKN 858649) musste im dritten Quartal einen Ergebnisrückgang ausweisen. Wie der Konzern heute erklärte, war der Umsatz leicht rückläufig. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten verringerte sich der Gewinn je Aktie aus dem fortgeführten Geschäft stärker als erwartet. Wesentlichen Anteil an der rückläufigen Ergebnisentwicklung hatten vor allem das milde Wetter sowie Beeinträchtigungen in Zusammenhang mit Sturmschäden, teilte der Konzern mit.

Der amerikanische Nahrungsmittel- und Haushaltswarenkonzern Sara Lee Corp. (ISIN US8031111037/ WKN 850788) meldete heute, dass er im ersten Quartal entgegen den Erwartungen einen um 15 Prozent höheren Gewinn erzielt hat, was u.a. auf höhere Umsätze zurückzuführen ist. Der Ausblick wurde indes nach unten korrigiert. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nun mit einem bereinigten EPS-Ergebnis von 77 bis 84 Cents (zuvor: 90 bis 98 Cents). Analysten sehen hier einen Wert von 96 Cents.

Der US-Pharmagroßhändler Medco Health Solutions Inc. (ISIN US58405U1025/ WKN 633432) meldete heute, dass sein Gewinn im dritten Quartal um 38 Prozent gestiegen ist, wobei die Erwartungen auf bereinigter Basis geschlagen werden konnten. Dabei profitierte man von höheren Preisen für Markenmedikamente sowie von neuen Kunden. Zudem wurde die Jahresprognose bekräftigt. Der Umsatz nahm um 15 Prozent zu. (05.11.2008/ac/n/m)

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