New York (aktiencheck.de AG) - Auch an der Wall Street hinterlassen die schwachen Vorgaben aus Asien deutliche Spuren. Sorgen vor einer globalen Rezession haben den japanischen Leitindex
Nikkei heute auf ein 26-Jahres-Tief gedrückt. Schlecht sieht es zur Stunde auch an den europäischen Börsen aus. Der
Dow Jones verliert aktuell 1,72 Prozent und steht bei 8.234,55 Punkten. Der S&P 500 büßt daneben 1,97 Prozent ein auf 859,48 Zähler. Für den
Nasdaq Composite geht es um 1,68 Prozent nach unten auf 1.525,96 Punkte.
Gegen den Trend legen Anteilsscheine von Verizon mehr als 5 Prozent zu. Die Telefongesellschaft gab zuvor bekannt, dass ihr Gewinn im dritten Quartal um 31 Prozent gestiegen ist. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis erfüllt. Ferner steht im Telekomsektor eine milliardenschwere Übernahme im Blick. Die Telefongesellschaft CenturyTel kündigte heute an, ihren größeren Wettbewerber Embarq für 5,8 Mrd. Dollar in Aktien zu schlucken. Die Aktie von Embarq zieht um knapp 5 Prozent an. Papiere des Konkurrenten CenturyTel, der zudem einen Blick in seine Bücher gewährt hat, brechen dagegen um mehr als 12 Prozent ein.
Der Krankenversicherer Humana teilte heute mit, dass sich sein Gewinn im dritten Quartal um 39 Prozent verringert hat. Das bereinigte Ergebnis lag allerdings über den Erwartungen der Analysten. Enttäuscht hat dagegen der Ausblick für 2009. Der Wert gibt über 3 Prozent ab.
Daneben stehen auch einige Analystenstimmen im Blick. So verliert die Aktie von Caterpillar nach einer Abstufung durch Merrill Lynch über 2 Prozent. Für Xerox geht es nach einer Kurszielsenkung durch Goldman Sachs um fast 5 Prozent nach unten. Nortel Networks büßen mehr als 4 Prozent ein, nachdem die Schweizer Großbank UBS ihre Einschätzung für den Titel zurückgenommen hat.
Unternehmensmeldungen:
Die US-Telefongesellschaft Verizon Communications Inc. gab heute bekannt, dass ihr Gewinn im dritten Quartal um 31 Prozent gestiegen ist, was vor allem auf ein starkes Wachstum im Mobilfunkgeschäft zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis erfüllt. Der Umsatz verbesserte sich um 4,1 Prozent.
Die amerikanische Telefongesellschaft CenturyTel Inc. (ISIN US1567001060/ WKN 866405) gab heute bekannt, dass sie den größeren Wettbewerber Embarq Corp. (ISIN US29078E1055/ WKN A0JK39) für 5,8 Mrd. Dollar in Aktien übernehmen wird. Zudem meldete CenturyTel seine Zahlen zum dritten Quartal. Einschließlich der Übernahme von Verbindlichkeiten in Höhe von 5,8 Mrd. Dollar hat die Transaktion ein Volumen von 11,6 Mrd. Dollar. Wie CenturyTel weiter mitteilte, ist sein Gewinn im dritten Quartal um 25 Prozent gesunken. Der Umsatz verringerte sich um 8,2 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der CenturyTel-Konzern nun mit einem EPS-Ergebnis von 3,28 bis 3,33 Dollar (zuvor: 3,20 bis 3,30 Dollar), während Analysten hier einen Wert von 3,35 Dollar sehen.
Der amerikanische Krankenversicherer Humana Inc. (ISIN US4448591028/ WKN 856584) meldete heute, dass sich sein Gewinn im dritten Quartal um 39 Prozent verringert hat, was mit einer geringeren Profitabilität in seinen Geschäftsbereichen Government und Commercial zusammenhängt. Der bereinigte Gewinn lag allerdings über den Erwartungen der Analysten. Der Gesamtumsatz kletterte im Berichtszeitraum um 13 Prozent. Für das Geschäftsjahr 2008 und 2009 rechnet der Konzern mit einem EPS-Ergebnis von 3,80 bis 3,90 Dollar bzw. 5,90 bis 6,10 Dollar. Die durchschnittlichen Marktschätzungen sehen hier Werte von 4,37 Dollar und 5,85 Dollar vor.
Die amerikanische B/E Aerospace Inc. (ISIN US0733021010/ 880072), ein Hersteller von Flugzeug-Innenraumkomponenten, meldete heute, dass ihr Gewinn im dritten Quartal um 16 Prozent gestiegen ist, was auf starke Umsätze als Folge einer Übernahme und eines soliden organischen Wachstums zurückzuführen ist. Der bereinigte Gewinn lag deutlich über den Schätzungen. Für das nächste Geschäftsjahr erwartet man jedoch einen Gewinnrückgang gegenüber 2008, was mit der rückläufigen weltwirtschaftlichen Entwicklung zusammenhängt. Der Umsatz erhöhte sich um 37,3 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit einem bereinigten EPS-Ergebnis von rund 2,19 Dollar, während die durchschnittliche Marktschätzung hier ein Ergebnis pro Aktie von 2,13 Dollar vorsieht. Für 2009 geht der Konzern von einem bereinigten EPS-Ergebnis von rund 2,00 Dollar bei Erlösen von ca. 2,5 Mrd. Dollar aus. Analysten sehen hier Werte von 2,16 Dollar bzw. 2,58 Mrd. Dollar. (27.10.2008/ac/n/m)