New York (aktiencheck.de AG) - Nach der schwachen Entwicklung am Freitag geht es für die Wall Street zum Wochenauftakt weiter nach unten. Der Markt leidet dabei einmal mehr unter enttäuschenden Konjunkturdaten. Beim
Dow Jones ist kurz nach der Eröffnung ein Minus von 1,36 Prozent auf 7.891,67 Punkte auszumachen. Der
Nasdaq Composite fällt um 0,72 Prozent zurück auf 1.465,86 Zähler. Gleichzeitig verliert der S&P 500 1,30 Prozent auf 815,18 Punkte.
Laut Angaben des Handelsministeriums wiesen die persönlichen Einkommen und Ausgaben im Dezember erneut einen Rückgang aus. So schrumpften die Einkommen im Vormonatsvergleich um 0,2 Prozent. Gleichzeitig sanken die Konsumausgaben um 1,0 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld ein Minus von 0,4 Prozent bei den Einkommen und einen Rückgang von 0,9 Prozent bei den Konsumausgaben erwartet.
Die Aktie des Spielzeugherstellers Mattel sticht mit einem satten Abschlag von rund 16 Prozent aus der Masse hervor. Der Konzern musste im Schlussquartal völlig überraschend einen Umsatzrückgang hinnehmen. Das Nettoergebnis war dabei deutlich rückläufig, womit die Erwartungen der Analysten klar verfehlt wurden. CEO Robert A. Eckert verwies in diesem Zusammenhang auf die schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen. Anteilsscheine des Mitbewerbers Hasbro verlieren im Sog dieser Meldung über 8 Prozent.
Auch der Krankenversicherer Humana musste im vierten Quartal einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen. Die Prognosen für das Geschäftsjahr 2009 wurden im Anschluss jedoch bekräftigt. Die Aktie gewinnt ein knappes Prozent.
Bei Applied Materials schlägt ein Minus von rund 1 Prozent zu Buche. Wie der Technologiekonzern zuvor mitgeteilt hat, geht man für das erste Quartal von einem Nettoverlust aus. Zuvor hatte man vor Einmalbelastungen ein mindestens ausgeglichenes Ergebnis in Aussicht gestellt. Im Anschluss kündigte Applied Materials an, im Zuge der sich weiter verschlechterten konjunkturellen Gesamtsituation weitere Restrukturierungen durchführen zu wollen.
Die Aktie des Automobilkonzerns Ford steht nach einer Abstufung unter Druck. Der Titel verliert aktuell fast 3 Prozent, nachdem die Analysten von Barclays ihre Einschätzung für den Wert von "equal weight" auf "underweight" und das Kursziel von 4 Dollar auf 1 Dollar gesenkt haben.
Unternehmensmeldungen:
Der amerikanische Technologiekonzern Applied Materials Inc. geht für das erste Quartal von einem Verlust aus. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung des auf Chipmaschinen spezialisierten Konzerns hervorgeht, geht man für das erste Quartal von einem Nettoverlust im Bereich von 9 bis 11 Cents je Aktie aus. Dabei beinhaltet das Ergebnis negative Einmaleffekte in Höhe von 9 Cents je Aktie. Zuvor hatte der Konzern vor Einmalbelastungen ein Nettoergebnis in Höhe von einem Break Even bis zu einem Gewinn von 4 Cents je Aktie in Aussicht gestellt. Im Anschluss kündigte Applied Materials an, im Zuge der sich weiter verschlechterten konjunkturellen Gesamtsituation weitere Restrukturierungen durchführen zu wollen.
Der amerikanische Krankenversicherer Humana Inc. (ISIN US4448591028/ WKN 856584) musste im vierten Quartal einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen. Die Prognosen für das Geschäftsjahr 2009 wurden im Anschluss jedoch bekräftigt. Der Umsatz verbesserte sich hingegen deutlich. In Zusammenhang mit dem Ergebnisrückgang verwies der Konzern auf höhere Arzneimittelerstattungen sowie einen geringeren Ergebnisbeitrag aus Investment-Anlagen.
Der US-Spielzeughersteller Mattel Inc. (ISIN US5770811025/ WKN 851704) musste im vierten Quartal einen Umsatzrückgang hinnehmen. Wie der Konzern heute erklärte, sank der Umsatz im Berichtszeitraum völlig unerwartet um 11 Prozent. Der Nettogewinn war deutlich rückläufig. Die Erwartungen der Analysten wurden damit klar verfehlt. CEO Robert A. Eckert verwies in Zusammenhang mit dem Ergebnisrückgang auf die schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen.
Der amerikanische Stärke- und Süßstoffhersteller Corn Products International Inc. (ISIN US2190231082/ WKN 911479) konnte im vierten Quartal trotz negativer Einmaleffekte ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erreichen. Wie der Konzern heute erklärte, konnte auch der Umsatz leicht verbessert werden. Rein operativ konnte der Konzern im Berichtszeitraum dank höherer Absatzpreise sowie einem verbesserten Produktmix die negativen Wechselkurseffekte sowie die geringeren Absatzmengen überkompensieren. (02.02.2009/ac/n/m)