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Chevron Aktie [WKN: 852552 / ISIN: US1667641005]

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31.10.2008 15:08

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Wall Street: Schwächer nach Gewinnmitnahmen, Chevron und Sun Micro im Fokus


New York (aktiencheck.de AG) - Nachdem die amerikanischen Börsen gestern mit Aufschlägen geschlossen hatten, weisen sie zu Handelsbeginn am Freitag angesichts überwiegend schwacher Konjunkturdaten und Gewinnmitnahmen rote Vorzeichen auf. Der Dow Jones Industrial Average verliert - nach negativen Vorgaben aus Tokio (Nikkei -5 Prozent) - kurz nach Handelsstart 0,60 Prozent auf 9.125,49 Zähler. Der S&P 500 sinkt um 0,77 Prozent auf 946,71 Zähler. Der Nasdaq Composite wiederum gibt um 1,39 Prozent auf 1.674,96 Punkte ab.

Auf der Unternehmensseite steht heute vor allem das jüngste Zahlenwerk von Chevron im Fokus. Nachdem bereits gestern bekannt wurde, dass der größere Konkurrent Exxon den bisher höchsten Quartalsgewinn der US-Unternehmensgeschichte erzielt hat, konnte heute auch der zweitgrößte US-Ölkonzern den Gewinn mehr als verdoppeln und die Erwartungen schlagen. Daneben haben heute Schwergewichte wie Aon, AEP, Burger King, Clorox, Weyerheuser und Washington Post ihre Ergebnisse gemeldet, die insgesamt gemischt ausfielen. Bereits gestern nach Börsenschluss erklärte Sun Micro, dass man im abgelaufenen Vierteljahr wegen einer hohen Abschreibung einen Milliardenverlust erwirtschaftet hat. Auch auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen verfehlt. Darüber hinaus gab es gestern noch gute Zahlen bei McAfee, ACS, Chiquita Brands und Monster Worldwide. Schließlich sind noch zwei Meldungen bei ArvinMeritor und Walt Disney nennenswert. Während der Automobilzulieferer nach eigenen Angaben 1.250 Arbeitsplätze abbauen will, ist einem Pressebericht zu entnehmen, dass der Entertainment-Konzern ebenfalls Stellenstreichungen erwägt.

Auf der Konjunkturseite ermittelte die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager für Oktober 2008 einen deutlichen Rückgang ihres saisonbereinigten Konjunktur-Index. So sank der Einkaufsmanager-Index auf 37,8 Punkte, nach 56,7 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten lediglich einen Rückgang auf 48,0 Punkte prognostiziert. Das Arbeitsministerium gab bekannt, dass sich der Anstieg der US-Arbeitskosten im dritten Quartal 2008 mit unverändertem Tempo fortgesetzt hat. Gegenüber dem Vorquartal wuchs der entsprechende Index in den USA um 0,7 Prozent. Auch Volkswirte waren durchschnittlich von einer Kostensteigerung um 0,7 Prozent ausgegangen, nachdem der Index bereits im zweiten Quartal 2008 um 0,7 Prozent angezogen war. Wie das US-Handelsministerium mitteilte, wiesen die saisonbereinigten persönlichen Einkommen im September einen verlangsamten Anstieg aus, wogegen die Ausgaben abnahmen. So wuchsen die persönlichen Einkommen im Vormonatsvergleich um 0,2 Prozent, nachdem im Vormonat eine Zunahme um 0,4 Prozent verbucht worden war. Dagegen fielen die persönlichen Konsumausgaben um 0,3 Prozent, während sie im Vormonat noch unverändert geblieben waren. Volkswirte hatten im Vorfeld ein Plus von 0,1 Prozent bei den Einkommen und ein Minus von 0,2 Prozent bei den Konsumausgaben erwartet. Der Ölpreis verliert derzeit mehr als 1 Dollar und notiert über der Marke von 64 Dollar pro Barrel. Für weitere Impulse könnten die in Kürze anstehenden Daten zur Verbraucherstimmung (Uni Michigan) sorgen.

Unternehmensmeldungen:

Der zweitgrößte US-Ölkonzern Chevron Corp. verbuchte im dritten Quartal angesichts deutlich höherer Ölpreisnotierungen einen Ergebnisanstieg. Demnach wurde der Gewinn mehr als verdoppelt, womit die Erwartungen geschlagen wurden.

Die amerikanische Aon Corp. (ISIN US0373891037/ WKN 8658529), der weltweit größte Versicherungs-Broker, erklärte am Freitag, dass sich ihr Gewinn im dritten Quartal um 43 Prozent verringert hat, was auf einen Verlust aus dem nicht fortgeführten Geschäft zurückzuführen ist. Die Erwartungen konnten jedoch auf bereinigter Basis geschlagen werden.

Das amerikanische Verlagshaus Washington Post Co. (ISIN US9396401088/ WKN 853179) musste im dritten Quartal aufgrund von Einmalbelastungen einen Ergebnisrückgang ausweisen.

Der Energieversorger American Electric Power Co. (AEP) (ISIN US0255371017/ WKN 850222) gab am Donnerstag bekannt, dass sein Gewinn im dritten Quartal um 8 Prozent zurückgegangen ist, was mit dem milden Sommerwetter, höheren Treibstoffkosten und gestiegenen Wartungsausgaben zusammenhängt. Zudem wurde die Jahresprognose konkretisiert.

Die Burger King Holdings Inc. (ISIN US1212082010/ WKN A0JL4A), die weltweit zweitgrößte Hamburger-Kette, meldete am Freitag, dass sie im ersten Quartal einen um 2 Prozent höheren Gewinn erzielt hat. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis jedoch aufgrund höherer Ausgaben verfehlt. Der Ausblick wurde indes bekräftigt.

Der amerikanische Forstprodukte- und Papierhersteller Weyerhaeuser Co. (ISIN US9621661043/ WKN 854357) meldete am Freitag, dass er im dritten Quartal einen höheren Nettogewinn, jedoch einen operativen Verlust erwirtschaftet hat, was auf eine anhaltende Schwäche auf dem US-Häusermarkt zurückzuführen ist. Die Erwartungen konnten damit trotzdem geschlagen werden.

Der amerikanische Reinigungsmittelhersteller Clorox Co. (ISIN US1890541097/ WKN 856678) verbuchte im ersten Quartal einen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Zudem wurde der Ausblick bestätigt.

Der Ingenieur- und Baukonzern KBR Inc. (ISIN US48242W1062/ WKN A0LEFS) meldete am Freitag, dass sein Gewinn im dritten Quartal um 35 Prozent gestiegen ist, was mit der Übernahme von BE&K und Arbeiten im Golf von Mexiko zusammenhängt.

Die Sun Microsystems Inc. (ISIN US8668102036/ WKN A0M7N9) legte am Donnerstag die Geschäftszahlen für das erste Fiskal-Quartal vor. Dabei wurde aufgrund einer Sonderbelastung ein hoher Verlust erwirtschaftet, wobei auch auf bereinigter Basis die Erwartungen verfehlt wurden.

Die McAfee Inc. (ISIN US5790641063/ WKN A0B6WS) hat am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das dritte Quartal 2008 veröffentlicht. Dabei konnte der US-Anbieter von Computersicherheits-Software und -Services Umsatz und Gewinn steigern und die Erwartungen schlagen.

Der Medien- und Entertainment-Konzern Walt Disney Co. (ISIN US2546871060/ WKN 855686) zieht Presseangaben zufolge Stellenstreichungen in Betracht.

Der US-Automobilzulieferer ArvinMeritor Inc. (ISIN US0433531011/ WKN 502645) hat am Freitag in Zusammenhang mit der weltweiten Krise an den Automobilabsatzmärkten weitere Restrukturierungen angekündigt. Demnach sollen im Laufe des Fiskaljahres 2009 weltweit rund 1.250 Stellen wegfallen. (31.10.2008/ac/n/m)

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