New York (aktiencheck.de AG) - Die US-amerikanischen Börsen finden nach der gestrigen Kursrallye zum Auftakt am Freitag keine klare Richtung. Der
Dow Jones gewinnt aktuell 0,39 Prozent auf 7.197,85 Indexpunkte. Dagegen büßt der
Nasdaq Composite 0,07 Prozent ein auf 1.425,11 Zähler. Der S&P 500 legt indes 0,27 Prozent zu auf 752,75 Punkte.
Laut Angaben des Handelsministeriums hat sich das US-amerikanische Handelsbilanzdefizit im Januar dieses Jahres weiter verringert. So wurde ein Minus um 9,7 Prozent auf 36,0 Mrd. Dollar verzeichnet, während Volkswirte zuvor einen Rückgang auf 38,0 Mrd. Dollar erwartet hatten. Daneben ermittelte das Arbeitsministerium für Februar erneut einen Rückgang der Außenhandelspreise.
Die Aktie der Citigroup befindet sich weiter auf der Überholspur und legt kurz nach Handelsstart rund 9 Prozent zu. Einem Pressebericht zufolge will der angeschlagene Finanzkonzern frühestens nächste Woche etwa vier neue Board-Mitglieder nominieren, darunter Jerry Grundhofer, den Ex-CEO der U.S. Bancorp. Erneut fester zeigen sich auch Titel der Bank of America (BoA) mit einem Plus von knapp 5 Prozent. Presseangaben zufolge hat BoA-Investor Jerry Finger andere Aktionäre der US-Großbank dazu aufgefordert, CEO Kenneth Lewis als Chairman ersetzen zu lassen.
Papiere des Medienkonzerns Time Warner, der Tim Armstrong, derzeit noch Senior Vice President bei Google, zum Chairman und CEO der Internet-Sparte AOL bestellt hat, geben ein knappes Prozent ab. Google verlieren ein halbes Prozent.
Die Schusswaffenhersteller Smith & Wesson gab am Vorabend die Zahlen zum dritten Fiskalquartal bekannt. Das Unternehmen konnte dabei wieder einen Gewinn erzielen und die Erwartungen der Analysten übertreffen. Der Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum deutlich. Die Aktie verfestigt sich um rund 6 Prozent.
Für Compass Minerals geht es um über 13 Prozent in die Tiefe. Hier belastet ein Pressebericht, demzufolge der deutsche Salz- und Düngemittelkonzern K+S die Entscheidung über eine Offerte für das US-Salzunternehmen auf unbestimmte Zeit verschieben will. Papiere des Raffineriekonzerns Sunoco, der weitere Restrukturierungen angekündigt hat und in diesem Zusammenhang im Laufe dieses Jahres insgesamt rund 750 festangestellte Mitarbeiter entlassen will, liegen mit knapp 2 Prozent im Minus. Die Aktie des Ölfeld-Servicedienstleisters Halliburton kann nach einer Aufstufung der Credit Suisse mehr als 2 Prozent zulegen.
Daneben gewinnt die Aktie des Computerkonzerns Dell nach einer Aufstufung durch AmTech Research etwa 1 Prozent. Palm wiederum verbessern sich nach einer Hochstufung durch RBC Capital um fast 3 Prozent. Bei Merck ist ein Plus von gut 2 Prozent auszumachen. Die Analysten von Bernstein haben den Wert von "Market perform" auf "outperform" gestuft. Papiere von Genentech geben indes marginal ab. Wie gestern bekannt wurde, übernimmt der Schweizer Pharmakonzern Roche die restlichen Anteile an dem Biotechnologiekonzern für 95 Dollar je Aktie in bar bzw. für insgesamt rund 46,8 Mrd. Dollar. JP Morgan, Argus sowie die Citigroup haben ihre Einschätzung für den Titel daraufhin gesenkt.
Unternehmensmeldungen:
Der angeschlagene US-Finanzkonzern Citigroup Inc. will Presseangaben zufolge frühestens nächste Woche etwa vier neue Board-Mitglieder nominieren, darunter Jerry Grundhofer, den Ex-CEO der U.S. Bancorp (ISIN US9029733048/ WKN 917523). Wie das "Wall Street Journal" am Donnerstag in seiner Online-Ausgabe berichtete, könnte die Citigroup auch Michael O'Neill, den ehemaligen CEO der Bank of Hawaii Corp. (ISIN US0625401098/ WKN 875284), sowie William Thompson, den ehemaligen Co-Chef von Pimco, zu Directors ernennen. Darüber hinaus wird das schwer angeschlagene Kreditinstitut, das die letzten fünf Quartale in Folge Verluste ausweisen musste, wahrscheinlich mindestens einen weiteren Director berufen, hieß es.
Der US-Raffineriekonzern Sunoco Inc. (ISIN US86764P1093/ WKN 852603) kündigte heute weitere Restrukturierungen an. Wie aus der Pressemitteilung des Konzerns hervorgeht, werde man im Laufe dieses Jahres insgesamt rund 750 festangestellte Mitarbeiter entlassen. Nach Aussage des Konzerns werden alle Unternehmensbereiche von dem Stellenabbau betroffen sein. Im Zuge der Restrukturierungen erhofft sich der Konzern ab Ende des Jahres 2009 Kosteneinsparungen in Höhe von 300 Mio. Dollar.
Der US-Medienkonzern Time Warner Inc. (ISIN US8873171057/ WKN 592629) gab am Donnerstag bekannt, dass er Tim Armstrong, derzeit noch Senior Vice President bei der Google Inc. (ISIN US38259P5089/ WKN A0B7FY), zum Chairman und CEO der Internet-Sparte AOL LLC bestellt hat. Der derzeitige AOL-Chairman und -CEO Randy Falco sowie AOL-President und COO Ron Grant wollen das Unternehmen den Angaben zufolge nach einer Übergangszeit verlassen.
Die amerikanische Smith & Wesson Holding Corp. (ISIN US8317561012/ WKN 797652) gab am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen zum dritten Fiskalquartal bekannt. Der Hersteller von Handfeuerwaffen konnte dabei wieder einen Gewinn erzielen und die Erwartungen der Analysten übertreffen. Der Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum um 26 Prozent.
Der Salz- und Düngemittelkonzern K+S AG (ISIN DE0007162000/ WKN 716200) will laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (Freitagausgabe) die Entscheidung über eine Offerte für das US-Salzunternehmen Compass Minerals International Inc. (ISIN US20451N1019/ WKN A0BKZZ) auf unbestimmte Zeit verschieben. Nach Angaben der Wirtschaftszeitung habe der Aufsichtsrat von K+S bei einer Sitzung am Mittwoch in Kassel beschlossen, das Projekt zunächst einmal auf Eis zu legen. Dabei spiele dem Vernehmen nach der zuletzt deutlich angestiegene Aktienkurs von Compass Minerals eine Rolle. (13.03.2009/ac/n/m)