New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street notiert am Donnerstagmittag New Yorker Zeit trotz positiver Konjunkturdaten mit leichten Abschlägen. Die Sorge der Anleger über die Zuspitzung der Lage in Ägypten wächst von Stunde zu Stunde. Der Dow Jones verliert derzeit 0,04 Prozent auf 12.037,47 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,03 Prozent auf 2.748,77 Punkte zurückfällt. Der S&P 500 gibt indes um 0,07 Prozent auf 1.303,13 Punkte nach.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 29. Januar 2011 verbessert. Demnach reduzierte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 42.000 auf 415.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 425.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 454.000 auf 457.000 nach oben korrigiert. Die US-Produktivität hat sich im vierten Quartal 2010 erhöht. Die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft wuchs gegenüber dem Vorquartal um 2,6 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld lediglich einen Anstieg um 2,2 Prozent prognostiziert, nachdem im dritten Quartal ein Plus von 2,4 Prozent ermittelt worden war. Unterdessen haben sich die Geschäftsaktivitäten des Dienstleistungssektors im Januar 2011 im Vergleich zum Vormonat stärker entwickelt. So kletterte der ISM-Service-Index auf 59,4 Zähler, nach 57,1 Zählern im Vormonat. Volkswirte hatten hingegen einen Rückgang auf 57,0 Punkte prognostiziert. Der Auftragseingang für Industriegüter ist im Dezember 2010 angestiegen. Demnach wuchs der US-Auftragseingang für Industriegüter um 0,2 Prozent, wogegen Volkswirte ein Minus von 0,6 Prozent erwartet hatten. Für den Vormonat wurde hier revidiert ein Anstieg von 1,3 Prozent (vorläufig: +0,7 Prozent) ausgewiesen. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren lag die Zahl der Bestellungen um revidiert 2,3 Prozent (vorläufig: +2,5 Prozent) unter dem Vormonatsniveau. Für den Vormonat war ein Minus von 0,3 Prozent ausgewiesen worden.
Papiere von Merck & Co. geben aktuell 2,4 Prozent ab. Der Pharmakonzern musste im vierten Quartal angesichts hoher Einmalbelastungen einen Verlust ausweisen. Aktien von Dow Chemical zeigen sich wiederum kaum verändert. Der Chemiekonzern konnte im vierten Quartal mit einem deutlichen Ergebnisplus aufwarten und die Markterwartungen schlagen.
MasterCard konnte im vierten Quartal 2010 Umsatz und Ergebnis verbessern. Der Nettogewinn kletterte um 41,2 Prozent auf 415 Mio. US-Dollar bzw. 3,16 US-Dollar je Aktie. Analysten hatten zuvor lediglich ein EPS von 3,04 US-Dollar erwartet. Anteile von MasterCard stiegen um 3,3 Prozent. Dagegen liegen Papiere von Visa nur mit 0,1 Prozent im Plus. Das Kreditkartenunternehmen hatte gestern nach Börsenschluss für das erste Fiskalquartal 2010/11 einen Umsatz- und Ergebnisanstieg ausgewiesen. Für das laufende Geschäftsjahr stellt Visa ein Umsatzwachstum zwischen 11 und 15 Prozent in Aussicht. Beim EPS wird eine Steigerung von mehr als 20 Prozent erwartet.
Anteile von Viacom (Viaco b) geben 1,5 Prozent nach. Der Medienkonzern musste im ersten Quartal einen Gewinnrückgang hinnehmen, was mit einem Umsatzrückgang im Bereich Home Entertainment zusammenhängt. Die Erwartungen konnten auf bereinigter Basis jedoch geschlagen werden. Die News Corp. (News a) hatte am Vorabend ihre Ergebnisse für das zweite Fiskalquartal 2010/11 veröffentlicht. Demnach konnte der Gewinn mehr als verdoppelt werden. Das Unternehmen begründete diesen Zuwachs mit gestiegenen Werbeeinnahmen seiner US-Kabelsender. Aktien der News Corp. schießen um mehr als 5 Prozent in die Höhe.
International Paper (International Paper) meldete, dass man im vierten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt ist, was mit einem soliden Umsatzwachstum und höheren Preisen zusammenhängt. Die Erwartungen wurden damit übertroffen. Der Titel des Papier- und Forstprodukteherstellers tendiert aktuell 1,6 Prozent schwächer. Indes konnte Starwood Hotels & Resorts (Starwood HotelsResorts Worldwide), mit den Zahlen zum vierten Quartal die Erwartungen der Analysten übertreffen. Das Papier des zweitgrößten Hotelkonzerns in den USA fällt momentan um gut 1 Prozent zurück.
Der Kosmetikkonzern Estee Lauder (Estée Lauder Companies) konnte im zweiten Geschäftsquartal dank steigenden Umsätzen einen deutlichen Ergebnisanstieg von 34 Prozent erzielen und die Erwartungen übertreffen. Anteile von Estee Lauder schießen um mehr als 13 Prozent in die Höhe. Aktien von Kellogg klettern um knapp 4 Prozent nach oben. Der Nahrungsmittelhersteller gab bekannt, dass sein Gewinn im vierten Quartal trotz rückläufiger Umsätze gestiegen ist, was mit Preiserhöhungen zusammenhängt. Die Erwartungen wurden damit erfüllt. Zudem wurde die Jahresplanung bestätigt.
Im Einzelhandel sorgen die Januar-Umsatzzahlen für Gesprächsstoff. Der Einzelhandelskonzern JCPenney (J C Penney Company) musste im Januar 2011 einen Rückgang bei den Same-Store Sales verbuchen. Jedoch wurde die Ergebnisprognose für das vierte Quartal erhöht. In der Folge gibt die Aktie 0,6 Prozent nach. (03.02.2011/ac/n/m)