New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen müssen zum Wochenausklang deutliche Abschläge ausweisen. Anleger sorgen sich darum, dass China die Zinsen erhöhen könnte, um das Wirtschaftswachstum abzubremsen und ein Überkochen der Wirtschaft zu verhindern. Der Dow Jones verliert am Freitagmittag New Yorker Zeit 1,13 Prozent auf 11.155,42 Punkte, während sich der NASDAQ Composite um 1,70 Prozent auf 2.512,19 Punkte verschlechtert. Der S&P 500 gibt um 1,48 Prozent nach auf 1.195,56 Zähler.
Wie auf Konjunkturseite mitgeteilt wurde, hat sich die Stimmung der US-Verbraucher im November nach einer Untersuchung der Universität Michigan gegenüber dem Vormonat verbessert. So lag der Gesamtindex im Berichtszeitraum bei 69,3 Punkten. Volkswirte waren von einem Wert von 69,0 Punkten ausgegangen. Im Vormonat wurde ein Stand von 67,7 Punkten ausgewiesen.
Bereits gestern nach Börsenschluss konnte der Grafikchip-Hersteller NVIDIA mit seinen Zahlen für das dritte Fiskalquartal 2010/11 die Gewinnerwartungen übertreffen. Der Nettogewinn sank auf 84,9 Mio. Dollar bzw. 15 Cents je Aktie, nach einem Nettogewinn von 107,6 Mio. Dollar im Vorjahr. Der Umsatz ging von 903,2 Mio. Dollar auf nun 843,9 Mio. Dollar zurück. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 14 Cents je Aktie und einem Umsatz von 844 Mio. Dollar ausgegangen. Der Titel legt aktuell um 5,5 Prozent zu. Walt Disney (The Walt Disney) legen derzeit fast 5 Prozent zu. Der Konzern meldete gestern überraschend starke Zahlen zum vierten Fiskalquartal.
Aktien des Chip-Riesen Intel rücken derzeit um 1 Prozent vor, nachdem der Konzern bekannt gab, dass man die Quartalsdividende um 15 Prozent erhöht. Zudem standen heute wieder einmal eine Reihe von Quartalsergebnissen auf der Agenda. Der Einzelhandelskonzern JCPenney (J C Penney Company) konnte im dritten Quartal einen Gewinnsprung von 63 Prozent realisieren und damit die Erwartungen schlagen. Zurückzuführen war dies auf eine strikte Kostenkontrolle. Zudem wurde der Jahresausblick bestätigt. Der Nettogewinn verbesserte sich von 27 Mio. Dollar im Vorjahr auf 44 Mio. Dollar bzw. 19 Cents pro Aktie. Der Umsatz lag gleichzeitig mit 4,19 Mrd. Dollar auf Vorjahresniveau. Die Aktie verschlechtert sich um 2,7 Prozent. Dillard`s (Dillards) schießen um 11,6 Prozent nach oben. Die Kaufhauskette meldete am Freitag, dass sie im dritten Quartal einen deutlich höheren Gewinn erzielt hat, was auf Kostensenkungen, verbesserte Margen und geringere Bestände zurückzuführen ist. Papiere des Fast-Food-Konzerns Wendy`s/Arby`s Group (Wendys/Arbys Group) brechen hingegen nach den Geschäftszahlen für das dritte Quartal um 5,4 Prozent ein. Die Umsatzerlöse verringerten sich von zuvor 903,2 Mio. Dollar auf 861,2 Mio. Dollar. Unter dem Strich wurde ein Verlust von 909.000 Dollar bzw. ein Break Even-Ergebnis je Aktie verzeichnet, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettogewinn von 14,7 Mio. Dollar erzielt hatte. Analysten hatten zuvor ein EPS von 4 Cents bei Umsatzerlösen von 882,6 Mio. Dollar erwartet.
Der Wohnungsbaukonzern D.R. Horton (DR Horton) verringerte im vierten Quartal seinen Verlust. Der Umsatz fiel von zuvor 1,01 Mrd. Dollar auf 925,7 Mio. Dollar. Beim Nettoergebnis wurde ein Verlust von 8,9 Mio. Dollar bzw. 3 Cents je Aktie ausgewiesen, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettoverlust von 234,9 Mio. Dollar bzw. 74 Cents je Aktie verzeichnet hatte. Analysten hatten zuvor einen Verlust von 4 Cents je Aktie sowie einen Umsatz von 854,0 Mio. Dollar erwartet. Das Papier gibt um 4,8 Prozent nach. Ferner erzielte das Messtechnik-Unternehmen Agilent Technologies im vierten Quartal einen drastischen Gewinnzuwachs. Zurückzuführen war dies auf ein starkes Umsatzplus und hohe Sonderbelastungen im Vorjahr. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Zudem wurde ein starker Ausblick gegeben. Die Aktie legt um 0,7 Prozent zu. (12.11.2010/ac/n/m)