New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street steht am Freitagmittag New Yorker Zeit klar unter Druck. Bereits seit Handelsbeginn herrschen zum Wochenschluss nach klar enttäuschenden Arbeitsmarktdaten deutlich rote Vorzeichen vor. So fiel der Anstieg der Beschäftigten deutlich geringer aus als erwartet. Zudem überraschte auch die Stagnation bei den Stundenlöhnen. Der Dow Jones verschlechtert sich um 0,9 Prozent auf 12.604 Punkte, während der NASDAQ Composite um 0,9 Prozent auf 2.846 Punkte nachgibt. Der S&P 500 verliert 1,1 Prozent auf 1.338 Punkte.
Die US-Arbeitsmarktsituation hat sich im Juni 2011 weiter verbessert. So stieg die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 18.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Volkswirte hatten einen Stellenaufbau um 80.000 Beschäftigte erwartet, nach einem Plus von revidiert 25.000 im Mai. Bereinigt um Beschäftigte im Staatsdienst stieg die Beschäftigtenzahl um 57.000, nach einem Zuwachs von 83.000 im Vormonat. Hier hatte die Prognose auf ein Plus von 110.000 gelautet. Ferner kletterte die Arbeitslosenquote auf 9,2 Prozent, nachdem sie im Vormonat bei 9,1 Prozent gestanden hatte. Volkswirte hatten mit einem unveränderten Stand von 9,1 Prozent gerechnet. Die durchschnittlichen Stundenlöhne blieben unverändert, nach einer Lohnsteigerung um 0,3 Prozent im Vormonat. Sie gelten als wichtiger Indikator für die Inflationsentwicklung. Hier waren Volkswirte von einem Zuwachs um 0,2 Prozent ausgegangen. Daneben sind die Lagerbestände im Großhandel im Mai 2011 erneut gestiegen. Demnach wurde ein saisonbereinigter Anstieg der US-Lagerbestände im Großhandel von 1,8 Prozent gegenüber dem Vormonat ausgewiesen, nach einem Plus von 1,1 Prozent im April. Marktbeobachter hatten zuvor nur mit einer Zunahme um 0,9 Prozent gerechnet. Die Umsatzerlöse des US-Großhandels verringerten sich gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent, während im April ein Umsatzwachstum von 0,5 Prozent ausgewiesen worden war.
Im Blick stehen heute unter anderem auch die Aktien von Regis . Der weltweit größte Betreiber von Friseursalons konnte im vierten Quartal einen Umsatzanstieg verzeichnen. So lag der konsolidierte Konzernumsatz mit 591,8 Mio. US-Dollar leicht über dem Vorjahreswert von 589,9 Mio. US-Dollar. Bei den vergleichbaren Filialumsätzen bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, wurde hingegen ein Umsatzrückgang von 1,7 Prozent ausgewiesen. Die Aktie verbessert sich um 0,8 Prozent.
Für die Papiere von Amylin Pharmaceuticals geht es um 5,2 Prozent nach oben, nachdem der Biotechnologiekonzern mit positiven Studiendaten für das Diabetes-Medikament Bydureon aufwarten. So habe sich im Rahmen der klinischen Studie keine Veränderung der Herzrhythmus-Intervalle bei den Probanten ergeben, die mit dem Medikament behandelt wurden. Damit sei der klinische Endpunkt der Studie erreicht worden. Darüber hinaus hätten sich den Angaben zufolge keinerlei Zusammenhänge zwischen der Dosierungshöhe von Bydureon und der Herzrhythmus-Frequenz der Probanten ergeben. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte im Oktober vergangenen Jahres in Zusammenhang mit einem früheren Zulassungsantrag für das Medikament entsprechende Daten zu Bydureon verlangt.
Auch in Sachen Quartalszahlen gab es erneut Daten. Der Eisenbahn-Zulieferer Greenbrier (Greenbrier Companies) konnte im dritten Fiskalquartal 2010/11 den Umsatz deutlich ausweiten und den Verlust reduzieren, verfehlte jedoch die Erwartungen klar. Der Umsatz lag im Berichtszeitraum mit 317 Mio. US-Dollar deutlich über dem Vorjahreswert von 207 Mio. US-Dollar. Beim Nettoergebnis wurde ein Verlust von 3,3 Mio. US-Dollar bzw. 14 Cents je Aktie ausgewiesen, nach einem Nettoverlust von 4,6 Mio. US-Dollar bzw. 23 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Einmaleffekte wurde ein Gewinn von 2,7 Mio. US-Dollar bzw. 10 Cents je Aktie ausgewiesen. Die Aktie von Greenbrier verliert derzeit 1,4 Prozent. (08.07.2011/ac/n/m)