New York (aktiencheck.de AG) - Belastet von schwachen Arbeitsmarktdaten muss die Wall Street auch am Mittag in New York mit Verlusten auskommen.
Der Dow Jones Industrial Average (ISIN US2605661048 / WKN 969420) meldet aktuell ein Minus von 1,3 Prozent ab auf 10.536 Zähler. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0) büßt daneben 1,34 Prozent ein auf 1.111 Stellen. Für den Nasdaq Composite (ISIN XC0009694271 / WKN 969427) geht es ebenfalls um 1,21 Prozent nach unten auf 2.265 Punkte.
Für Verstimmung sorgen einmal wieder die jüngsten Konjunkturdaten. Denn wie das Arbeitsministerium bekannt gegeben hatte, hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA im Juli erneut verschlechtert. Demnach fiel die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 131.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Volkswirte hatten nur einen Stellenabbau um 87.000 Beschäftigte erwartet. Die Arbeitslosenquote verharrte unterdessen bei 9,5 Prozent. Volkswirte hatten hier mit einem Anstieg auf 9,6 Prozent gerechnet.
Seitens der Unternehmen gibt es derweil eigentlich nur Positives zu berichten. Die Zahlen des Lebensmittelkonzerns Kraft Foods vom Vorabend lassen das Papier deutlich steigen, ein Plus von aktuell über 1,7% ist die Folge. Der Nettogewinn konnte im letzten Quartal auf 937 Mio. Dollar zulegen, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettogewinn von 829 Mio. Dollar ausgewiesen hatte.
Wie der Versicherungskonzern AIG (American International Group) bekannt gab, musste er im zweiten Quartal zwar einen deutlichen Verlust ausweisen. Der Nettoverlust lag bei 2,66 Mrd. Dollar, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettogewinn von 1,82 Mrd. Dollar verzeichnet hatte. Um zahlreiche negative Einmaleffekte bereinigt verzeichnete AIG aber einen Gewinn in Höhe von 1,99 Dollar je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 99 Cents erwartet. AIG gewinnen aktuell über 1,9 Prozent.
Anteile des Hypothekenanbieters Fannie Mae (Federal National Mortgage Association (Fannie Mae)) sacken dagegen um 2,5 Prozent ab. Denn nach einem milliardenschweren Verlust im zweiten Quartal muss das Unternehmen erneut staatliche Hilfen in Anspruch nehmen. Wie am Vorabend bekannt wurde, hat Fannie Mae im Berichtszeitraum einen Nettoverlust nach Anteilen Dritter in Höhe von 3,13 Mrd. Dollar erlitten. Ohne die Berücksichtigung von Zinszahlungen in Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von staatlichen Finanzhilfen lag der Nettoverlust nach Anteilen Dritter immer noch bei 1,22 Mrd. Dollar. Die Umsatzerlöse verringerten sich zudem auf 4,50 Mrd. Dollar, nach 5,59 Mrd. Dollar im Vorjahr. Angesichts des jüngsten Verlusts hat Fannie Mae weitere Staatshilfen in Höhe von 1,5 Mrd. Dollar beantragt.
Der kanadische Automobilzulieferer Magna International erfreute hingegen bisher seine Aktionäre. Er konnte im zweiten Quartal dank deutlich höherer Umsatzerlöse wieder einen Gewinn ausweisen. Beim Nettoergebnis wurde ein Gewinn von 293 Mio. Dollar bzw. 2,59 Dollar je Aktie ausgewiesen, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettoverlust von 205 Mio. Dollar bzw. 1,83 Dollar je Aktie verzeichnet hatte (06.08.2010/ac/n/m)