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28.07.2011 19:21

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Wall Street Update: Berichtssaison stützt, US-Schuldenkrise im Fokus

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New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street zeigt sich am Donnerstagmittag New Yorker Zeit nach den deutlichen Vortagesverlusten fester. Dabei profitieren die Indizes u.a. von positiven Arbeitsmarktdaten. Ferner hält die Berichtssaison die Anleger weiterhin in Atem. Als Bremsklotz wirkt allerdings der weiterhin ungelöste US-Schuldenstreit. Der Dow Jones verbessert sich um 0,3 Prozent auf 12.341 Punkte, während der NASDAQ Composite um 1,0 Prozent auf 2.793 Punkte zulegt. Der S&P 500 gewinnt 0,6 Prozent auf 1.312 Punkte.

Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 23. Juli 2011 verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 24.000 auf 398.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 415.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 418.000 auf 422.000 nach oben korrigiert. Die Zahl der anstehenden Hausverkäufe in den USA ist im Juni 2011 angewachsen, teilte die National Association of Realtors mit. Demnach erhöhte sich der entsprechende Index um 2,4 Prozent gegenüber dem Vormonat, wogegen Volkswirte von einer Abnahme um 3,0 Prozent ausgegangen waren. Im Mai war ein Plus von 8,2 Prozent ermittelt worden.

Bereits gestern nach Börsenschluss legten wieder einige Hochkaräter ihre Quartalsausweise vor. Dabei steht heute insbesondere die Aktie von Visa im Blick, die sich um 0,5 Prozent verbessert. Das Kreditkartenunternehmen hat im dritten Fiskalquartal 2010/11 Umsatz und Gewinn gesteigert und die Erwartungen geschlagen. Zudem kündigte das Unternehmen ein neues Aktienrückkaufprogramm mit einem Umfang von 1 Mrd. US-Dollar an. So stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent auf 2,32 Mrd. US-Dollar. Die Verbesserung ist vor allem zurückzuführen auf zweistellige Zuwachsraten in den Bereichen Service, Datenverwaltung und internationale Transaktionen. Das Nettoergebnis belief sich auf 1,00 Mrd. US-Dollar bzw. 1,43 US-Dollar je Klasse-A-Stammaktie. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Nettogewinn in Höhe von 716 Mio. US-Dollar erzielt. Das bereinigte EPS wurde mit 1,26 US-Dollar angegeben. Analysten hatten im Vorfeld einen Umsatz in Höhe von 2,30 Mrd. US-Dollar sowie ein EPS von 1,23 US-Dollar prognostiziert. Symantec legen daneben um 7,1 Prozent zu. Der Hersteller von Sicherheits-Software verbesserte im ersten Fiskalquartal 2011/12 Umsatz und Gewinn. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis übertroffen. Der Ausblick überzeugte ebenfalls.

Heute ging dann der muntere Zahlenreigen weiter. Für eine Enttäuschung sorgte dabei der Ölgigant Exxon Mobil . So steigerte man zwar den Gewinn im zweiten Quartal um 41 Prozent, was auf höhere Ölpreise und verbesserte Raffineriemargen zurückzuführen war. Die Erwartungen wurden allerdings verfehlt. Der Nettogewinn belief sich auf 10,68 Mrd. US-Dollar bzw. 2,18 US-Dollar pro Aktie. Der Umsatz nahm im von 92,49 Mrd. US-Dollar auf 125,49 Mrd. US-Dollar zu. Analysten waren zuvor von einem Gewinn von 2,33 US-Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 121,39 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Die Aktie gibt um 1,7 Prozent nach.

DuPont (E I DuPont de Nemours and) verteuern sich daneben um 2,0 Prozent, nachdem der zweitgrößte Chemiekonzern in den USA im zweiten Quartal angesichts eines klaren Umsatzanstiegs einen höheren Gewinn erzielt hat. Die Erwartungen konnten geschlagen werden. Zudem wurde der Ausblick für das Gesamtjahr erneut erhöht. Der Nettogewinn belief sich auf 1,22 Mrd. US-Dollar bzw. 1,29 US-Dollar pro Aktie, verglichen mit 1,16 Mrd. US-Dollar im Vorjahr. Auf bereinigter Basis lag der jüngste Gewinn bei 1,37 US-Dollar pro Aktie. Der Umsatz stieg um 19 Prozent auf 10,26 Mrd. US-Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,34 US-Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 9,86 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nun mit einem EPS-Ergebnis von 3,90 bis 4,05 US-Dollar (bisher: 3,65 bis 3,85 US-Dollar). Analysten sehen hier ein Ergebnis pro Aktie von 3,87 US-Dollar.

Raytheon (Raytheon) verzeichnete im zweiten Quartal einen Umsatzanstieg und konnte gleichzeitig den Gewinn mehr als verdoppeln. Die Gewinnerwartungen der Analysten wurden dabei deutlich übertroffen. Die Aktie des Rüstungskonzerns steigt um 0,5 Prozent. Die Papiere des Reifenherstellers Goodyear (Goodyear TireRubber) rollen um 5,2 Prozent nach, nachdem der Konzern im zweiten Quartal angesichts eines deutlichen Umsatzwachstums einen höheren Gewinn erwirtschaftet hat. Dabei profitierte man von einer starken Entwicklung auf dem nordamerikanischen Markt. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen klar geschlagen.

Colgate-Palmolive (Colgate-Palmolive) legen um 0,7 Prozent zu, nachdem der Konsumgüterhersteller im zweiten Quartal trotz gestiegener Materialkosten einen leichten Gewinnzuwachs verbuchte. Dabei profitierte man von deutlich höheren Umsätzen. Beim Wachstum profitierte der Konzern vor allem von positiven Währungseffekten. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Avon Products verschlechtern sich daneben um 3,0 Prozent. Der Kosmetikkonzern konnte im zweiten Quartal zwar mit einem Gewinnanstieg aufwarten, verfehlte aber die Analystenerwartungen. Für Kellogg geht es nach Zahlen zum zweiten Quartal um 0,6 Prozent nach oben. Der Anbieter von Frühstücksflocken wies im zweiten Quartal 2011 dank Preissteigerungen ein Ergebnisplus aus und übertraf die Erwartungen der Analysten. International Paper verteuern sich um 4,0 Prozent. Der Papier- und Forstproduktehersteller verbesserte seinen Gewinn im zweiten Quartal u.a. dank Preissteigerungen und Kosteneinsparungen deutlich und übertraf auf bereinigter Basis die Schätzungen der Analysten.

Schlecht verbunden sind heute die Aktionäre von Sprint Nextel . So verbilligen sich die Papiere des drittgrößten Mobilfunkbetreibers in den USA um 17,5 Prozent. Der Verlust hat sich im zweiten Quartal vergrößert, nachdem das Unternehmen deutlich mehr Vertragskunden als erwartet verloren hat. Die Erwartungen der Analysten wurden deutlich verfehlt. Daneben brechen Interpublic (Interpublic Group of Cos) um 16,8 Prozent ein. Der weltweit drittgrößte Werbekonzern verzeichnete im zweiten Quartal einen leichten Gewinnrückgang, nachdem man im Vorjahr bei einer sehr starken Umsatzentwicklung einen relativ schwachen Anstieg der Ausgaben zu verzeichnen hatte. Die Erwartungen wurden knapp verfehlt. Indes wurde der Ausblick bestätigt.

Waste Management (Waste Management) geben nach Zahlen zum zweiten Quartal um 6,3 Prozent nach. Der Abfallentsorger konnte zwar den Umsatz steigern, der Nettogewinn war aber leicht rückläufig. Die Gewinnerwartungen der Analysten wurden verfehlt. Boston Scientific rücken um 8,3 Prozent vor. Der Medizintechnikkonzern hat im zweiten Quartal auf bereinigter Basis die Analystenerwartungen übertroffen und kündigte im Anschluss ein Aktienrückkaufprogramm an. Royal Caribbean Cruises brechen schließlich um 9,1 Prozent ein, nachdem die weltweit zweitgrößte Kreuzfahrtlinie im zweiten Quartal einen Gewinnsprung verbucht hat. Die Erwartungen wurden - bereinigt um einen Bilanzierungsfehler - übertroffen. Der Jahresausblick wurde indes aufgrund des Bilanzierungsfehlers nach unten korrigiert.

Einen interessanten Quartalsausweis gab es heute auch aus Kanada. Der Goldminenbetreiber Barrick Gold konnte im zweiten Quartal seinen Gewinn steigern. Profitieren konnte man dabei erwartungsgemäß von den rekordhohen Goldpreisen. Die Erwartungen der Analysten wurden übertroffen. Die Aktie gibt um 1 Prozent nach. (28.07.2011/ac/n/m)

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