Westerburg (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen notieren am Dienstagmittag New Yorker Zeit deutlich schwächer. Für Verunsicherung sorgt dabei eine Rede von US-Notenbankchef Ben Bernanke in Südafrika. Wie der Fed-Chef vor dem International Monetary Fund in Kapstadt sagte, könnte die Krise am Immobilienmarkt die amerikanische Wirtschaft länger als zunächst erwartet belasten. Allerdings sei auch ein spürbares Übergreifen auf andere Bereiche nicht zu erwarten. Ferner warnte der Fed-Chef vor der weiterhin vorhandenen Inflationsgefahr.
Das Institut for Supply Management gab eine überraschende Zunahme der Geschäftsaktivitäten des Nicht-Verarbeitenden Gewerbes im Mai 2007 bekannt. Demnach wuchs der ISM-Service-Index von 56,0 Zählern im April auf nun 59,7 Punkte. Dies ist der höchste Indexstand seit April 2006. Dagegen hatten Volkswirte einen Rückgang auf 55,5 Punkte erwartet.
Der Dow Jones verliert derzeit 0,67 Prozent auf 13.585,05 Punkte, der S&P 500 gibt aktuell 0,65 Prozent auf 1.529,11 Zähler ab. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnet momentan wiederum ein Minus von 0,63 Prozent auf 2.601,79 Punkte.
Eines der Hauptgesprächsthemen des heutigen Tages ist die milliardenschwere Übernahme des Telekommunikationsausrüsters Avaya durch die beiden Private Equity-Gesellschaften Silver Lake Partners und TPG Capital LLC. Da der Titel nach entsprechenden Spekulationen aber bereits im Vorfeld massiv zulegen konnte, verzeichnet der Wert derzeit nur noch ein relativ leichtes Plus von etwas mehr als 2 Prozent.
Papiere von Pfizer tendieren 1,3 Prozent schwächer. Der afrikanische Staat Nigeria hat den weltgrößten Pharmakonzern aufgrund von Medikamententests verklagt und fordert rund 7 Mrd. Dollar Schadenersatz. Hierbei wird dem weltgrößten Pharmahersteller unethisches Verhalten vorgeworfen.
Anteilsscheine des Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble, der seine Ergebnisprognosen für das laufende Quartal bestätigt hat, liegen 0,8 Prozent fester im Markt.
Im Internetsegment richten sich die Blicke auf Google und Salesforce.com. Zuvor haben beide Konzerne eine strategische globale Allianz geschlossen. Gegenstand der Allianz ist die Bereitstellung web-basierter Software-Applikationen, mit denen Unternehmen ihre Verkaufs- und Marketing-Aktivitäten verbessern können.
Während Papiere von Google rund ein Prozent fester notierten, geben Papiere von Salesforce.com 1,3 Prozent ab.
Moody's, die Muttergesellschaft der gleichnamigen Finanzrating-Agentur, hat seine Ergebnisprognose für das laufende Fiskaljahr angesichts der positiven Rahmenbedingungen an den internationalen Kapitalmärkten sowie der unerwartet starken Entwicklung im Bereich Structured Finance in den USA angehoben. Die Aktie reagiert derzeit mit Abschlägen von 1,3 Prozent. (05.06.2007/ac/n/m)