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13.07.2011 19:20

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Wall Street Update: Bernanke-Rede sorgt für gute Laune

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New York (aktiencheck.de AG) - Nach der negativen Vortagesentwicklung geht es für die wichtigsten US-Indizes am Mittwochmittag New Yorker Zeit wieder nach oben. Dabei profitieren die Indizes vor allem von positiven Konjunkturdaten aus China sowie von positiven Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke. Der Dow Jones verbessert sich um 1,0 Prozent auf 12.571 Punkte, während der NASDAQ Composite um 1,3 Prozent auf 2.817 Punkte zulegt. Der S&P 500 gewinnt 1,0 Prozent auf 1.327 Punkte.

Die Mortgage Bankers Association of America (MBA) ermittelte für die Woche zum 8. Juli 2011 einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge. So verringerte sich der entsprechende Index um 5,1 Prozent. Im Einzelnen fiel der Subindex zur Refinanzierung bestehender Kredite um 6,2 Prozent, während der Teilindex der Neuanträge zum Kauf von Häusern um 2,6 Prozent nachgab. Den weiteren Angaben der MBA zufolge belief sich der durchschnittliche Zinssatz für 30-jährige Hypotheken auf 4,55 Prozent, was einer Abnahme um 0,14 Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche entspricht. Derweil haben sich die US-Außenhandelspreise im Juni 2011 unterschiedlich entwickelt. So stiegen die Ausfuhrpreise um 0,1 Prozent. Bereinigt um Agrargüter verharrten die Exportpreise auf dem Vormonatsniveau, wogegen sie im vorangegangenen Monat um 0,5 Prozent zugelegt hatten. Die Einfuhrpreise verzeichneten einen Rückgang um 0,5 Prozent, gegenüber einem Plus von 0,1 Prozent im Mai. Ferner schrumpften die um Ölimporte bereinigten Importpreise gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent, nachdem im Mai ein Plus von 0,4 Prozent ausgewiesen worden war.

Fed-Chef Ben Bernanke hat in einer Rede vor dem Committee on Financial Services im US-Repräsentantenhaus erklärt, dass die bisher langsamer als erwartet verlaufende Erholung der US-Wirtschaft auf mehrere Faktoren zurückzuführen sei. Unter anderem verwies der Notenbankchef dabei auf die hohen Ölpreise sowie auf Produktionsverzögerungen im Zuge der Erdbebenkatastrophe in Japan. Diese Faktoren seien nach Aussage von Bernanke jedoch nicht von Dauer und stellen nur eine vorübergehende Beeinträchtigung dar. Weiterhin Sorge bereite indessen die nach wie vor schwierige Lage auf dem US-Arbeitsmarkt, nachdem die Arbeitslosenquote im Juni dieses Jahres auf 9,2 Prozent angestiegen war. Vor diesem Hintergrund bestätigte Bernanke, dass man die Leitzinsen bis auf absehbare Zeit weiter auf dem derzeitigen Rekordtief von 0 bis 0,25 Prozent belassen werde. Nach dem Auslaufen des Anleiherückkaufprogramms über 600 Mrd. US-Dollar durch die US-Notenbank im Juni dieses Jahres werde man vorerst keine weiteren derartigen Maßnahmen durchführen, erklärte Bernanke. Dennoch stehe man bereit, entsprechende Schritte zu unternehmen, sollte sich die wirtschaftliche Gesamtsituation angesichts der nach wie vor bestehenden Unsicherheiten weiter eintrüben. In diesem Zusammenhang wurde auch ein weiteres Anleiherückkaufprogramm durch die US-Notenbank nicht ausgeschlossen.

Heute gab es bereits wieder einige Quartalsausweise, die die Aufmerksamkeit der Investoren auf sich ziehen. Im Fokus stehen dabei vor allem auch die Aktien des Kreditkartenanbieters und Bankkonzerns Capital One Financial , die sich um 1,0 Prozent verbilligen. Der Konzern verzeichnete im zweiten Quartal einen Gewinnanstieg und kündigte im Anschluss eine milliardenschwere Kapitalerhöhung an. So lag der Nettogewinn mit 911 Mio. US-Dollar bzw. 1,97 US-Dollar je Aktie über dem Vorjahreswert von 608 Mio. US-Dollar. Beim Umsatz wurde ein Anstieg auf 3,99 Mrd. US-Dollar ausgewiesen, nach 3,90 Mrd. US-Dollar im Vorjahresquartal. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,63 US-Dollar sowie einen Umsatz von 4,02 Mrd. US-Dollar erwartet. Im Zuge der milliardenschweren Übernahme von ING Direct USA kündigte Capital One ferner im Anschluss die Ausgabe eigener Aktien im Gesamtvolumen von 2,0 Mrd. US-Dollar an. Den Underwritern der Emission wurde dabei eine Mehrzuteilungsoption über Capital One-Anteilsscheine im Wert von 300 Mio. US-Dollar eingeräumt. Daneben steigerte ADTRAN im zweiten Quartal Umsatz- und Ergebnis deutlich. So verbesserten sich die Umsatzerlöse auf 184,3 Mio. US-Dollar, nach 150,4 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Beim Nettogewinn wurde ein Anstieg auf 36,9 Mio. US-Dollar bzw. 56 Cents je Aktie ausgewiesen, nach zuvor 27,8 Mio. US-Dollar. Analysten hatten zuvor ein EPS von 53 Cents sowie einen Umsatz von 179,5 Mio. US-Dollar erwartet. Für die Anteilsscheine des Netzwerkausrüsters geht es um 8,1 Prozent nach unten. Nachbörslich wird heute insbesondere noch YUM! Brands seine Bücher öffnen.

Allstate verbessern sich um 0,9 Prozent. Der Versicherungskonzern rechnet für Juni 2011 mit Katastrophen-Verlusten in Höhe von 0,3 Mrd. US-Dollar vor Steuern, nachdem man in diesem Monat 13 Ereignisse zu verzeichnen hatte. Bereits letzten Monat hatte Allstate die Katastrophen-Verluste für die beiden Monate April und Mai 2011 auf insgesamt 2 Mrd. US-Dollar vor Steuern geschätzt. Mit der jüngsten Juni-Schätzung liegt das voraussichtliche Volumen der Katastrophen-Verluste im zweiten Quartal 2011 mit rund 2,3 Mrd. US-Dollar bereits über dem des gesamten Jahres 2010 in Höhe von 2,21 Mrd. US-Dollar.

Kinetic Concepts steht indes vor einer milliardenschweren Übernahme durch ein Investoren-Konsortium. So hat der Medizintechnikkonzern eine Vereinbarung unterzeichnet, im Rahmen derer ein aus den Finanzinvestoren Apax Partners und Tochtergesellschaften des Canada Pension Plan Investment Board und des Public Sector Pension Investment Board bestehendes Konsortium Kinetic Concepts für insgesamt 6,3 Mrd. US-Dollar (inklusive der Übernahme von Konzernverbindlichkeiten) übernehmen wird. Im Zuge der Transaktion sollen die Aktionäre von Kinetic Concepts 68,50 US-Dollar je Aktie in bar erhalten. Der Titel rückt um 5,7 Prozent vor.

Bereits gestern nach Börsenschluss meldete auch Electronic Arts einen Zukauf. So übernimmt der Computerspiele-Gigant das Unternehmen PopCap Games. Die Übernahme des Herstellers von mobilen Videospielen hat ein maximales Volumen von 1,3 Mrd. US-Dollar. Ferner wurden die Planzahlen für das Gesamtjahr 2011/2012 bekräftigt. So erwartet man weiterhin einen Nettoumsatz von 3,75 bis 3,95 Mrd. US-Dollar und ein bereinigtes EPS von 70 bis 90 Cents. Für das erste Fiskalquartal 2011/12 rechnet man derweil nun mit einem Nettoumsatz von 460 bis 500 Mio. US-Dollar und einen bereinigten Verlust von 37 bis 40 Cents je Aktie. Zuvor hatte der Konzern einen Verlust von 44 bis 49 Cents je Aktie in Aussicht gestellt. Die Aktie gibt um 0,3 Prozent nach. (13.07.2011/ac/n/m)

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