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14.07.2011 19:28

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Wall Street Update: Bernanke drückt auf die Stimmung, JP Morgan im Fokus

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New York (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten US-Indizes verzeichnen am Donnerstagmittag New Yorker Zeit deutliche Abschläge. Trotz der guten Zahlen der Großbank JPMorgan und positiv ausgefallener US-Konjunkturdaten belasten Aussagen von Fed-Chef Bernanke zur Staatsverschuldung. Dabei forderte er eine schnelle Einigung auf eine höhere Schuldengrenze und verwies dabei auf die noch immer schwache Konjunktur. Der Dow Jones verliert 0,5 Prozent auf 12.432 Punkte, während der NASDAQ Composite um 1,4 Prozent auf 2.759 Punkte nachgibt. Der S&P 500 verliert 0,8 Prozent auf 1.307 Punkte.

Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 9. Juli 2011 nach Angaben des US-Arbeitsministeriums verbessert. So verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 22.000 auf 405.000, während Volkswirte im Vorfeld eine Zahl von 410.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 418.000 auf 427.000 nach oben korrigiert. Indes haben sich die amerikanischen Erzeugerpreise im Juni 2011 verringert. Binnen Monatsfrist reduzierten sich die Preise um 0,4 Prozent. Bereinigt um die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel- und Energiepreise stiegen die Preise in der Kernrate um 0,3 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Preisrückgang um 0,2 Prozent bzw. eine Steigerung von 0,2 Prozent prognostiziert. Im Mai hatten die Erzeugerpreise im Vormonatsvergleich um 0,2 Prozent zugelegt. Für die Kernrate war im Mai ebenfalls ein Plus von 0,2 Prozent verbucht worden. Ferner hat sich der Einzelhandelsumsatz in den USA hat sich im Juni 2011 nach Angaben den US-Handelsministeriums erhöht. Auf Monatssicht kletterten die Umsatzerlöse um 0,1 Prozent, wogegen sie im Mai um 0,1 Prozent gesunken waren. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Rückgang um 0,2 Prozent prognostiziert. Bereinigt um die schwankungsintensiven Umsätze der Automobilbranche blieben die Umsätze gegenüber dem Vormonat unverändert. Experten waren von einem stabilen Umsatz ausgegangen, nach einer Zunahme um 0,2 Prozent im Vormonat. Die Lagerbestände in den amerikanischen Industrie- und Handelsunternehmen wiesen im Mai 2011 einen saisonbereinigten Anstieg gegenüber dem Vormonat aus. So lagen die Lagerbestände um 1,0 Prozent über dem Vormonatsniveau. Volkswirte hatten zuvor ein Plus von 0,9 Prozent erwartet. Im Vormonat war bei den Lagerbeständen ein Plus von revidiert 1,0 Prozent (vorläufig: +0,8 Prozent) ausgewiesen worden. Der Umsatz bei den Industrie- und Handelsunternehmen hat gegenüber dem Vormonat ein Minus von 0,1 Prozent verzeichnet. Im Vormonat wurde ein Anstieg von 0,1 Prozent beim Umsatz der Industrie- und Handelsunternehmen ausgewiesen.

Die Rating-Agentur Moody´s hat den USA mit einer Herabstufung ihrer Bonitätsnote gedroht. In einer am gestern Abend veröffentlichten Pressemitteilung begründete die Rating-Agentur diesen Schritt mit dem wachsenden Risiko, dass sich die Anhebung der Schuldengrenze in den USA weiter verzögern könnte. Derzeit verfügt die USA über die höchste Bonitätsnote "AAA". Eine Senkung des Kreditratings würde die Neukreditaufnahmen an den Kapitalmärkten deutlich verteuern.

Bereits gestern gab es nachbörslich noch einige Quartalsausweise, die heute die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Marriott (Marriott International) verschlechtern sich um 8,5 Prozent. Der größte US-Hotelbetreiber konnte im zweiten Quartal 2011 einen Gewinnanstieg ausweisen, was mit einem Umsatzwachstum zusammenhängt. Während die Gewinnerwartungen getroffen wurden, fiel der Umsatz aber leicht unterhalb der Erwartungen aus. Zudem enttäuschte der Ausblick. Der den Aktionären zuzurechnende Nettogewinn belief sich demnach auf 135 Mio. US-Dollar bzw. 37 Cents pro Aktie, nach 119 Mio. US-Dollar im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich von 2,77 Mrd. US-Dollar auf 2,97 Mrd. US-Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 37 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 3,02 Mrd. US-Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal stellen sie ein EPS von 30 Cents bei Erlösen von 2,88 Mrd. US-Dollar in Aussicht, während Marriott selbst einen Gewinn von 25 bis 29 Cents pro Aktie erwartet. Daneben rücken YUM! Brands um 0,3 Prozent vor. Dank eines kräftigen Wachstums in China konnte die Schnellrestaurantkette positive Zahlen für das zweite Quartal 2011 vorlegen und sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich steigern. Die Erwartungen der Analysten wurden dabei geschlagen.

Im Zentrum des Interesses steht allerdings der heutige Zahlenausweis von JPMorgan (JPMorgan ChaseCo). Die Großbank konnte den Gewinn im zweiten Quartal steigern. So lag der Nettogewinn mit 5,43 Mrd. US-Dollar bzw. 1,27 US-Dollar je Aktie deutlich über dem Vorjahreswert von 4,80 Mrd. US-Dollar. Der Umsatz (Managed Basis) verbesserte sich auf 27,41 Mrd. US-Dollar, was einem Plus von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Die Erwartungen der Analysten, die sich beim EPS auf 1,21 US-Dollar und beim Umsatz auf 25,13 Mrd. US-Dollar beliefen, konnten deutlich übertroffen werden. Der Titel legt um 2 Prozent zu. Daneben verbessern sich Fairchild Semiconductor (Fairchild Semiconductor International) um 1,1 Prozent. Der Halbleiterhersteller konnte im zweiten Quartal die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent auf 433,2 Mio. US-Dollar steigern. Beim Nettogewinn wurde ein Anstieg auf 44,9 Mio. US-Dollar bzw. 34 Cents je Aktie ausgewiesen, nach zuvor von 43,8 Mio. US-Dollar. Vor Einmaleffekten verbesserte sich der bereinigte Gewinn je Aktie auf 41 Cents. Analysten hatten zuvor ein EPS von 40 Cents bei Umsatzerlösen von 430,3 Mio. US-Dollar erwartet. Indes warten die Anleger bereits jetzt mit Spannung auf den heute nachbörslich anstehenden Quartalsausweis von Google . Im Vorfeld der Zahlen verbilligt sich die Aktie um 1,8 Prozent.

Im Fokus stehen mit einem Aufschlag von 1,3 Prozent heute auch die Papiere von Williams Cos. (Williams Companies). Der Erdgaskonzern und Pipeline-Betreiber hat dem Konkurrenten Southern Union eine modifizierte Offerte unterbreitet. Im Rahmen des neuen Übernahmeangebots erhalten Southern Union-Aktionäre nun 44,00 US-Dollar in bar, was einem Enterprise Value von insgesamt 9,4 Mrd. US-Dollar entspricht. Den Angaben zufolge beinhaltet diese Offerte eine Prämie von 10 Prozent auf das revidierte Angebot von Energy Transfer Equity (Energy Transfer Equity LP Partnership Units ) für Southern Union vom 5. Juli 2011. Southern Union rücken um 4,4 Prozent vor. (14.07.2011/ac/n/m)

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