Westerburg (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen verzeichnen am Dienstagmittag New Yorker Zeit kräftige Zugewinne. Nach den gestrigen Abschlägen herrscht heute wieder sehr gute Laune vor. Im Fokus steht vor allem die Citigroup, die für weltweit gute Laune sorgt.
Der Chef der US-Notenbank, Ben Bernanke, sprach sich in einer Rede für weitere staatliche Hilfsmaßnahmen für durch die Finanzkrise in Bedrängnis geratenen Großbanken und Finanzkonzerne aus.
Die Lagerbestände bei den Großhandelsunternehmen haben sich im Januar 2009 erneut verringert. So lagen die Bestände um 0,7 Prozent unter dem Vormonatsniveau, während die Prognose der Volkswirte auf ein Minus von 1,0 Prozent gelautet hatte. Für Dezember wurde der Abbau der Lagerbestände von vorläufig 1,4 auf nun 1,5 Prozent korrigiert.
Der Dow Jones gewinnt derzeit 4,18 Prozent auf 6.820,96 Punkte, der S&P 500 legt aktuell 4,88 Prozent auf 709,54 Zähler zu. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnet wiederum momentan ein Plus von 5,60 Prozent auf 1.339,71 Punkte.
Wie aus einem offenen Brief von Vikram Pandit, CEO des angeschlagenen Finanzkonzerns Citigroup, an die Mitarbeiter hervorgeht, hat das Kreditinstitut bis Februar einen operativen Gewinn von 8,3 Mrd. Dollar vor Steuern und Sondereffekten erzielt. Ferner steht hier auch ein Pressebericht im Blick, demzufolge US-Behörden derzeit neue Schritte bei der Citigroup prüfen, die möglicherweise zur Stabilisierung des Unternehmens notwendig werden, falls sich dessen Probleme vergrößern. Neue Rettungsmaßnahmen stünden allerdings nicht unmittelbar bevor. Die Aktie gewinnt derzeit knapp 38 Prozent. Anteilsscheine der Bank of America ziehen daneben um fast 26 Prozent an.
Papiere der Einzelhandelskette Stage Stores, die im Schlussquartal trotz eines deutlichen Ergebnisrückgangs die Erwartungen übertreffen konnte, liegen mit rund 22 Prozent vorne. Die Aktie des Einzelhandelsriesen Wal-Mart gewinnt knapp 3 Prozent. Dabei haben die Analysten der Citigroup den Wert zuvor von "buy" auf "hold" gestuft und das Kursziel von 53 Dollar auf 48 Dollar gesenkt. Papiere des größten US-Lebensmittelhändlers Kroger legen nach unerwartet guten Ergebnissen fast 11 Prozent zu.
Titel des Mischkonzerns United Technologies rücken um knapp 8 Prozent vor. Der Konzern plant im Zuge weiterer Restrukturierungsmaßnahmen einen deutlichen Arbeitsplatzabbau von weltweit 11.600 Stellen. Zudem sollen weitere 600 Mio. Dollar für Restrukturierungsmaßnahmen eingesetzt werden, womit im laufenden Jahr insgesamt 750 Mio. Dollar für Restrukturierungen aufgewendet werden.
Der Chemiekonzern Dow Chemical hat sich bei Neuverhandlungen mit seinem Konkurrenten Rohm and Haas auf eine Übernahme zum 1. April geeinigt. Die Aktien von Rohm and Haas und Dow Chemical gewinnen daraufhin gut 5 Prozent.
Der US-Technologiekonzern Rambus erhält von seinem südkoreanischen Konkurrenten Hynix Semiconductor in Zusammenhang mit einem Patentstreit Schadenersatzzahlungen in dreistelliger Millionenhöhe. Die Aktie gewinnt daraufhin 9,5 Prozent.
Die US-Fluggesellschaft Delta Air Lines wird die Zahl ihrer internationalen Flüge ab September um weitere 10 Prozent reduzieren, was mit der sich verschlechternden Weltwirtschaft zusammenhängt. Die Aktie reagiert mit einem Plus von 6 Prozent auf die Meldung. (10.03.2009/ac/n/m)