New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen verzeichnen am Dienstagmittag New Yorker Zeit deutliche Abschläge. Kurz vor der Weihnachtspause belasten enttäuschende Konjunkturdaten.
Das US-BIP ist im dritten Quartal nach endgültigen Berechnungen um 0,5 Prozent geschrumpft. Jedoch hatten Volkswirte dies bereits im Vorfeld erwartet.
Zudem wurde die Zahl der erteilten Baugenehmigungen für November leicht nach unten revidiert. Daneben ist die Zahl der Verkäufe neuer Häuser in den USA im November 2008 leicht zurückgegangen. Die saisonbereinigte Verkaufszahl bestehender Eigenheime ist laut der National Association of Realtors im November 2008 gefallen.
Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich laut der Universität Michigan im Dezember 2008 verbessert. So lag der Gesamtindex des Verbrauchervertrauens bei 60,1 Punkten, nachdem zuvor auf vorläufiger Basis ein Plus von 59,1 Punkten ermittelt worden war. Volkswirte waren hingegen von einem Wert von 58,5 Punkten ausgegangen, nach 55,3 Punkten im Vormonat November.
Der Dow Jones verliert derzeit 0,63 Prozent auf 8.466,40 Punkte, der S&P 500 gibt aktuell 0,46 Prozent auf 867,61 Zähler nach. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnet wiederum momentan ein Minus von 0,61 Prozent auf 1.522,98 Punkte.
Die Papiere von American Greetings brechen aktuell um rund 34 Prozent ein. Der Grußkartenhersteller musste einen deutlichen Quartalsverlust ausweisen.
Ferner verlieren General Dynamics und Northrop Grumman rund ein Prozent. Die US-Rüstungskonzerne haben den Zuschlag für einen milliardenschweren Großauftrag der US-Navy erhalten.
Der Linux-Anbieter Red Hat meldete gestern nach US-Börsenschluss für das abgelaufene dritte Quartal einen Umsatz- und Gewinnanstieg. Aktuell legen die Aktien 9 Prozent zu.
Der Industriekonzern Textron hat gestern Abend seine Ergebnisprognose für das Schlussquartal nach unten revidiert und im Anschluss den Abbau von Arbeitsplätzen angekündigt. Die Aktie verliert mehr als 18 Prozent.
Der IT-Dienstleister Unisys hat gestern Abend weitere Restrukturierungen angekündigt. Demnach will der Konzern weltweit insgesamt 1.300 Stellen streichen. Daneben sind weitere Maßnahmen, wie etwa die Zusammenlegung einzelner Niederlassungen, eine striktere Ausgabenkontrolle sowie weitere Einsparungen in verschiedenen Bereichen des Konzerns geplant. Die Aktie springt aktuell um 45 Prozent nach vorne. (23.12.2008/ac/n/m)