Westerburg (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen verzeichnen am Montagmittag New Yorker Zeit deutliche Abschläge. Für Unsicherheit sorgen die jüngsten Diskussionen um die zweite Tranche des US-Konjunkturpakets. Mit Spannung warten die Anleger hier auf den Amtsantritt von Barack Obama in einer Woche.
Der Dow Jones verliert derzeit 0,89 Prozent auf 8.526,22 Punkte, der S&P 500 gibt aktuell 1,57 Prozent auf 876,34 Zähler nach. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnet wiederum momentan ein Minus von 1,51 Prozent auf 1.547,90 Punkte.
Der Aluminiumriese Alcoa wird am Abend traditionell die Berichtssaison einläuten. Analysten erwarten, dass der Konzern im abgelaufenen Quartal in die Verlustzone gerutscht ist. Gleichzeitig hat die Deutsche Bank ihre Einschätzung für den Titel von "hold" auf "sell" zurückgenommen und das Kursziel um 2 Dollar auf 8 Dollar gesenkt. Der Wert knickt daraufhin um über 7 Prozent ein.
Papiere der Citigroup zeigen sich mit einem Minus von übr 12 ebenfalls sehr schwach. Der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge beabsichtigt das Finanzinstitut, seine Wertpapiersparte für Privatkunden Smith Barney in einem Gemeinschaftsunternehmen mit der Bankgesellschaft Morgan Stanley (+3,7 Prozent) zusammenzuführen. Morgan Stanley könnte der Citigroup dabei für einen Mehrheitsanteil an Smith Barney bis zu 3 Mrd. Dollar zahlen. An der Wall Street werde dies als erster Schritt für eine Zerschlagung der Citigroup gewertet.
Im Pharmasektor wiederum steht eine milliardenschwere Übernahme im Blick. Um in den Markt für Augenpflegeprodukte und Laser Vision einzusteigen, übernimmt der Pharmakonzern Abbott Laboratories für fast 1,4 Mrd. Dollar das Medizintechnikunternehmen Advanced Medical Optics (AMO). Abbott Laboratories zahlt den Aktionären von AMO im Vergleich zum Schlusskurs vom Freitag eine Prämie von rund 150 Prozent. Deren Aktie springt derzeit um 140 Prozent nach oben. Die Abbott-Aktie verliert dagegen über ein Prozent.
Ford, der zweitgrößte US-Automobilhersteller, gab heute bekannt, dass der Absatz ihres chinesischen Gemeinschaftsunternehmens Changan Ford Mazda, dem Joint Venture mit der japanischen Mazda Motor, im abgelaufenen Jahr 2008 gesunken ist. Die Aktie verliert knapp2 Prozent.
Der US-Krankenversicherer Aetna hält an seiner Ergebnisplanung für 2008 fest. Demnach rechnet der Konzern für das abgelaufene Geschäftsjahr weiterhin mit einem Gewinn von 3,90 bis 3,95 Dollar pro Aktie vor Einmaleffekten. Die Aktie verliert fast 3 Prozent.
Der Medienkonzern DIRECTV Group, der größte Betreiber von Satellitenfernsehen in den USA, hat zuletzt ein Aktienrückkauf-Programm über 3 Mrd. Dollar abgeschlossen und ein neues im Volumen von 2 Mrd. Dollar gestartet. Die Aktie gibt derzeit 1,3 Prozent nach. (12.01.2009/ac/n/m)