New York (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten US-Indizes haben einen schwächeren Start in die neue Handelswoche erwischt. Genau wie an den europäischen Aktienmärkten nehmen auch die Anleger in den USA nach der starken Kursentwicklung der vergangenen Woche erst einmal Gewinne mit. Als Belastungsfaktor erweist sich dabei auch der eher schwach ausgefallene Einkaufsmanagerindex. Der Dow Jones verschlechtert sich am Montagmittag New Yorker Zeit um 1,5 Prozent auf 12.050 Punkte, während der NASDAQ Composite um 1,2 Prozent auf 2.703 Zähler fällt. Der S&P 500 gibt um 1,5 Prozent auf 1.265 Punkte nach.
Die Vereinigung der Chicagoer Einkaufsmanager ermittelte heute für Oktober 2011 einen Rückgang beim saisonbereinigten Konjunktur-Index. So lag der Einkaufsmanager-Index bei 58,4 Punkten, nach 60,4 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Wert von 58,9 Punkten prognostiziert.
Für Unruhe am Markt sorgt die Pleite von MF Global . Der Wertpapierhändler hatte heute Mittag Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts beantragt. Der Handel mit den Aktien ist weiterhin vom Handel ausgesetzt, nachdem am Morgen noch lediglich vor drohenden Problemen gewarnt worden war.
Auch heute meldeten sich bereits wieder einige interessante US-Unternehmen mit ihren Quartalsbilanzen zu Wort. Loews geben um 2,6 Prozent nach. Der Mischkonzern konnte im dritten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 3,44 Mrd. US-Dollar zwar unter dem Vorjahreswert von 3,70 Mrd. US-Dollar. Unter dem Strich wurde beim Nettogewinn aber ein Anstieg auf 162 Mio. US-Dollar bzw. 40 Cents je Aktie ausgewiesen, nach 36 Mio. US-Dollar bzw. 9 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor allerdings ein EPS von 66 Cents erwartet. Gleichzeitig steigen CNA Financial um 1,8 Prozent. Der Versicherer konnte im dritten Quartal aufgrund fehlender Einmalbelastungen einen Gewinn ausweisen und übertraf auf bereinigter Basis die Erwartungen der Analysten.
Unterdessen geht es für die Aktie von Humana um 8 Prozent nach oben. Der Krankenversicherer meldete heute für das dritte Quartal einen Gewinnrückgang. So lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 9,30 Mrd. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 8,35 Mrd. US-Dollar. Unter dem Strich wies man einen Nettogewinn von 444,8 Mio. US-Dollar bzw. 2,67 US-Dollar je Aktie aus, nach 393,2 Mio. US-Dollar bzw. 2,32 US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Auf um Einmaleffekte bereinigter Basis wurde ein Gewinn von 2,54 US-Dollar ausgewiesen, nachdem man im Vorjahreszeitraum auf vergleichbarer Basis ein EPS von 2,01 US-Dollar erzielt hatte. Analysten hatten zuvor ein EPS von 2,02 US-Dollar sowie einen Umsatz von 9,25 Mrd. US-Dollar erwartet.
Für eine Enttäuschung sorgte heute der Reifenhersteller Cooper Tire & Rubber (Cooper TireRubber). So konnte im dritten Quartal zwar den Umsatz steigern, wies aber gleichzeitig einen geringeren Nettogewinn aus. Die Gewinnerwartungen der Analysten wurden dabei verfehlt, während man beim Umsatz leicht über den Schätzungen lag. Der Titel verbessert sich um 1 Prozent.
Schließlich musste der Bau- und Ingenieurskonzerns Shaw Group im vierten Quartal angesichts eines Umsatzrückgangs und hoher Einmalbelastungen einen höheren Verlust ausweisen. Das Papier gewinnt trotzdem 4,9 Prozent an Wert. Nachbörslich wird heute unter anderem noch die Quartalsbilanz von Anadarko Petroleum erwartet. (31.10.2011/ac/n/m)